Freddy Schott zeigt sich am Sonntag bei den Bahrain Championship enorm nervenstark und holt sich nach Überstunden im Stechen gegen Calum Hill (SCO) und Patrick Reed (USA) seinen ersten DP World Tour Sieg der Karriere. Nicolai Von Dellingshausen findet kein wirklich passendes Rezept und rutscht im Royal GC mit einer 74 (+2) noch deutlich zurück.
Deutschlands DP World Tour Gilde kommt sichtlich immer besser ins Rollen, denn nach zuletzt nahezu durchgehend ansteigenden Formkurven, mischt Freddy Schott in Bahrain nun sogar voll um den Titel mit. Mit vier Schlägen Rückstand auf Leader Calum Hill ins Wochenende gestartet, konnte er diese Lücke am Moving Day auf nur noch zwei Schläge verkleinern. Am Sonntag wird er nun im Finalflight mit Sicherheit von Beginn an versuchen den Druck auf den Schotten zu erhöhen. Mit Nicolai Von Dellingshausen hat Deutschland sogar noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer, fehlt dem Austrian Alpine Open Champion doch lediglich ein Schlag auf die Top 10.
Auf der 1 lässt Freddy Schott zwar eine erste durchaus machbare Birdiechance noch verstreichen, schon auf der 2 stopft er dann aber aus gut zwei Metern zum ersten Erfolgserlebnis und da sich nach starker Attacke am darauffolgenden Par 5 gleich das nächste Birdie ausgeht, hält er mit Hill, der seinerseits einen hervorragenden Start erwischt, perfekt mit. Auch danach hält der 24-jährige das Tempo gekonnt hoch, holt sich auf der 6 aus 2,5 und am Par 3 der 7 aus knapp sieben Metern die nächsten Schlaggewinn ab und übernimmt damit auch endgültig das Kommando im Turnier.
Auf der 8 kann er sich dann sogar ein Bogey erlauben, denn Hill stolpert auf der selben Bahn in eine Doublette, womit Freddy das Feld bei gesamt 17 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung auf ein Verfolgerquartett auf die Backnine führt. Dort legt er dann mit Pitch & Putt sofort noch weiter nach, ehe es ihn auf der 11 mit Ungenauigkeiten im langen Spiel mit einem Doppelbogey richtig heftig erwischt. Sofort setzt er aber einen hervorragenden Konter und lässt mit starken Eisen und einem heißen Putter dank eines darauffolgenden roten Doppelpacks den wilden Ritt sofort wieder in Vergessenheit geraten.
Souverän im Stechen
Sozusagen Hand in Hand marschiert er mit Calum Hill an der Spitze im Gleichschritt dann über die Bahnen, ehe sich kurz vor Schluss die Wege dann zum Leidwesen des Deutschen aufgrund eines verpassten Up & Downs auf der 17 trennen. Nachdem Hill sich jedoch auf der 18 einen Dreiputt gönnt und so nur die 71 (-1) zu Papier bringt, geht es mit dem Schotten und auch Patrick Reed nach dessen 67 (-5) in ein Dreierstechen um den Sieg. Dort hat der Deutsche dann das bessere Ende für sich, denn nachdem Reed sich schon am ersten Extraloch verabschiedet, geht bei Hill bei der zweiten Extraschicht alles daneben, womit sie Freddy Schott seinen ersten DP World Tour Sieg der Karriere sozusagen am Silbertablett überreichen.
Freddy Schott is a DP World Tour winner 🏆
He wins the 2026 Bapco Energies Bahrain Championship 🏆#BahrainGolfChamps pic.twitter.com/WWfnaF3Jw7
— DP World Tour (@DPWorldTour) February 1, 2026
Für den Youngster beginnt die Saison somit absolut nach Maß, denn mit dem Titelgewinn ist er bereits nach nur wenigen Wochen nicht nur mit seinem bis dato größten Siegerscheck um 467.500 Dollar reicher, sondern entledigt sich darüber hinaus auch bereits aller etwaiger Tourkartensorgen. "Es ist unglaublich, ich kann das alles noch gar nicht realisieren. Ich bin vor allem stolz darauf wie ich das heute und die ganze Woche angegangen bin. Ich hätte es eigentlich heute auch schon nach 72 Löchern entscheiden können, aber auf diesem Weg ist es eigentlich noch spezieller heute", so Schott direkt nach dem Triumph.
Von Dellingshausen rutscht spürbar ab
Nach einem soliden Beginn und einem frühen Par 5 Birdie nach gelungener Attacke auf der 3, lässt sich der Start in den Finaltag für Nicolai Von Dellingshausen durchaus sehenswert an. Allerdings bremst er sich nach verzogenem Drive und einem verpassten Up & Down danach selbst etwas aus und da er sich dann nach gemisstem Grün auch am Par 3 der 7 nicht mehr zum Par scramblen kann, kommt er sogar nur knapp über Par zum Turn. Par um Par spult der 33-jährige dann eb, ehe es ihn am Schlussloch noch einmal erwischt. Mit der 74 (+2) geht sich schließlich in Bahrain sogar nur ein 41. Platz aus.

