Yannik Paul kann sich bei der BMW PGA Championship zwar keine Luft im Kampf ums Spielrecht verschaffen, hält sich im Wentworth Club dank einer gelungenen Finalrunde im Race to Dubai aber zumindest auf Tourkartenkurs.
Nachdem sich Yannik Paul auf der 2. Runde am Schlussloch mit einem Birdie gerade noch ins Wochenende rettete, konnte er am Moving Day dann mit den durchwegs recht ansprechenden Scores nicht wirklich mithalten. Zwar notierte er mit der 70 (-2) eine Runde unter Par, büßte damit jedoch sogar einen Rang ein und startet nur als 62. in den finalen Sonntag. Bei bereits sechs Schlägen Rückstand auf die Top 10, geht es für den einzig verbliebenen Deutschen beim 9 Millionen Event in Wentworth nun wohl eher darum noch so viele Punkte wie möglich im Kampf um die Tourcard mitzunehmen.
Anders als am Vortag findet er diesmal mit zwei Pars zwar recht solide in die letzte Runde, nachdem sich die Annährung auf der 3 jedoch im Grünbunker einnistet, leuchtet auch am Sonntag wieder recht rasch ein erster Schlagverlust auf. Immerhin hat er am Par 5 der 4 nach starkem Pitch und gefühlvollem Dreimeterputt prompt die passende Antwort parat. Mit dem ersten Birdie macht er sich sichtlich selbst Geschmack auf mehr, denn am darauffolgenden Par 3 rollt er er aus ganz ähnlicher Distanz den Putt ins Ziel und drückt sein Tagesergebnis so rasch sogar in den roten Bereich.
Weiter nachlegen kann er vorerst zwar nicht, hält Fehler aber in Folge konsequent fern und biegt so zumindest im zartrosa Bereich zum letzten Mal auf die Backnine ab. Am Par 5 der 12 droht es dann nach verzogenem Drive und versandetem Approach zwar wieder unangenehm zu werden, allerdings locht er kurzerhand aus dem Grünbunker sogar zum Birdie und drückt sein Score so auf 2 unter Par. Stilecht krallt er sich dann auch am abschließenden Par 5 noch ein Birdie, unterschreibt so die durchaus ansehnliche 69 (-3) und klettet damit noch bis auf Rang 54. Mit der gelungenen Finalrunde verschafft er sich zwar im Kampf ums Spielrecht keine Luft, hält sich im Race to Dubai aber immerhin noch auf Tourkartenkurs.
Auch die letzten 18 Löcher können Alex Noren (SWE) und Adrien Saddier (FRA) nicht trennen, weshalb die beiden nach 68er (-4) Runden und bei gesamt 18 unter Par ins Stechen müssen. Dort setzt sich der Schwede schließlich am ersten Extraloch mit Birdie durch und krallt sich so beim Flagship-Event einen spektakulären Sieg.
