Matti Schmid erwischt bei den World Wide Technology Championship mit einer 64 (-8) einen Auftakt nach Maß und muss vorerst nur Nick Dunlap (USA) und Sami Välimäki (FIN) den Vortritt lassen. Auch Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul bringen sich im El Cardonal at Diamante auf Kurs in Richtung Wochenende.
Für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller brechen nun endgültig die Wochen der Wahrheit auf der PGA Tour an. Bei den anstehenden drei Turnieren gilt es nun noch ordentlich zu Punkte zu sammeln, denn als derzeit 140. bzw. 162. im Ranking rangieren die beiden nur klar außerhalb der wichtigen Top 100 und würden damit ihr Spielrecht auf der stärksten Tour der Welt zumindest über das FedEx-Cup Ranking nicht halten können. In Mexiko zählen für die beiden somit nur noch Topergebnisse.
Einen Kampf der anderen Art liefern sich derzeit Stephan Jäger und Matti Schmid. Anders als bei ihren Landsmännern haben beide die Tourcard auf der PGA Tour längst abgesichert und fighten darum wer die Nummer 1 Deutschlands ist. Derzeit trennen die beiden in der Weltrangliste knapp innerhalb der Top 100 nur wenige Pünktchen. Abgesehen vom prestigeträchtigen Kampf geht es bei beiden aber klar darum sich in die Top 50 der Welt zu arbeiten um alle Majors und Big Events absichern zu können.
Zum Auftakt ist Matti Schmid gleich mit einer der ersten Startzeiten unterwegs und beginnt zu früher Stunde sichtlich hellwach, denn schon am anfänglichen Par 5 findet die Attacke das anvisierte Ziel, was sofort ein erstes Vögelchen von der Scorecard zwitschern lässt. Auch danach hat der noch 27-jährige alles fest im Griff und kann sich nach starkem Eisen schon auf der 4 ein weiteres Mal belohnen. Da dann auch noch das zweite Par 5 ein Erfolgserlebnis bereithält, biegt er sogar bei bereits 3 unter Par auf die Backnine ab.
Dort dauert es dann nicht lange bis Matti so richtig aufdreht. Zunächst lässt er sich auf der 12 die Birdiechance nicht vom Putter nehmen, legt dank starkem langen Spiel sofort auf der 13 weiter nach und garniert das bärenstarke Intermezzo mit gleich noch zwei weiteren Schlaggewinnen. Zum Drüberstreuen beendet er die Runde dann noch mit einem abschließenden weiteren Par 5 Birdie und bringt so sogar die makellose 64 (-8) in trockene Tücher, womit er sich als 3. im absoluten Spitzenfeld einreiht.
Souveräner Auftakt
Dank einer starken Annäherung holt sich Thomas Rosenmüller gleich auf der anfänglichen 10 ein erstes Birdie ab und findet so nach Maß ins Turnier. Lange muss er sich auch danach nicht in Geduld üben, fällt doch schon am Par 5 der 14 der nächste Birdieputt. Allerdings wird es direkt danach mit einem Dreiputtbogey erstmals auch unangenehmer. Noch vor dem Turn kann er am Par 5 der 18 den alten Zwischenstand von -2 dann aber wieder herstellen und kommt so mit gutem Gefühl zu den Frontnine.
Dieses hält dank eines weiteren Par 5 Birdies auf der 1 auch zunächst weiterhin an. Erst danach versiegt der gewinnbringende Schwung wieder ziemlich. Zwar hält er Fehler gekonnt von der Scorecard fern, allerdings läuft er auch vergeblich einem weiteren Schlaggewinn hinterher. Erst am abschließenden Par 3 der 9 kann er dann aus einem starken Tee Shot noch einmal profitieren und unterschreibt so schlussendlich eine doch recht ansehnliche 68 (-4), womit er sich vorerst auf Rang 34 einpendelt.
Auch Paul auf Cut-Kurs
Als einziger des deutschen Quartetts ist Jeremy Paul erst am Nachmittag in Mexiko unterwegs, findet nach drei anfänglichen Pars dann aber rasch schon auf der 13 ein recht frühes Birdie. Ausgerechnet am darauffolgenden Par 5 findet er sich dann nach einem Ausflug in die Native Area aber auch postwendend am Ausgangspunkt wieder. Immerhin hinterlässt der Fehler keine Spuren und nachdem er mit der 18 die zweite lange Bahn dann gut im Griff hat, schlägt er immerhin knapp unter Par auf der 1 ab.
Den Schwung nimmt er auch perfekt mit, holt er sich doch sofort am Par 5 das nächste Birdie und schnürt so sogar den roten Doppelpack. Ganz souverän spult er in Folge Bahn um Bahn ab, schlägt am letzten Par 5 der Runde noch einmal zu und bringt so schließlich die 69 (-3) über die Ziellinie, womit er sich als 44. ebenfalls klar auf Cut-Kurs bringt.
Jäger geizt mit Birdies
Zum Auftakt ist Stephan Jäger gleich mit recht früher Tee Time unterwegs, wirkt zunächst auf den Backnine des El Cardonal at Diamante aber noch einigermaßen rostig, wie auch ein verpasstes Up & Down am Par 5 der 14 unangenehm zeigt. Immerhin weckt der Fehler den Bayer richtiggehend auf, denn mit einem Birdiedoppelschlag auf der 17 und dem Par 5 der 18 dreht er sogar noch vor dem Turn sein Score in den Minusbereich.
Mitnehmen kann er den Schwung jedoch nicht wirklich, denn zunächst verpasst er am Par 5 der 1 noch den Birdiehattrick und tritt sich schließlich auf der 4 nach vergeblichem Scrambling sogar den Ausgleich ein. Zwar holt er sich schon zwei Löcher später das Minus wieder zurück, mehr als die 71 (-1) und Platz 74 geht sich so am Ende des Tages aber nicht aus. Nick Dunlap und Sami Välimäki zerlegen die mexikanische Wiese regelrecht und teilen sich nach 61er (-11) Runden die Führungsrolle.
