Nicolai Von Dellingshausen erwischt bei den Abu Dhabi HSBC Championship einen Start nach Maß und lauert nach einer fehlerlosen 65 (-7) in erster Verfolgerposition. Marcel Schneider hat im Yas Links GC deutlich härter zu kämpfen und notiert lediglich eine 72 (Par).
Dank ihrer starken Saison stehen in dieser Saison bei den Finalturnieren der DP World Tour mit Nicolai Von Dellingshausen und Marcel Schneider gleich zwei Deutsche in den Teeboxen. Beim Mega-Event im Yas Links GC von Abu Dhabi werden unter den Top 70 Spielern der Saison 9 Millionen Preisgeld ohne Cut ausgespielt, allerdings ist dementsprechend auch die Konkurrenz enorm, so stehen etwa bis auf Sepp Straka, der aus persönlichen Gründen absagen musste, alle europäischen Ryder Cupper vom siegreichen Team in New York am Start.
Während Nicolai Von Dellingshausen es zumindest ranglistentechnisch etwas ruhiger angehen lassen kann, da er sein Ticket für das große Finale in Dubai bereits ebenfalls fix in der Tasche hat, sollte Marcel Schneider noch ein achtbares Ergebnis in Abu Dhabi notieren. Der Routinier sitzt derzeit als 48. im Race to Dubai „on the bubble“ und könnte noch aus den Top 50 rutschen, womit auch der Startplatz in Dubai kommende Woche dahin wäre.
Gleich auf den ersten Löchern präsentiert sich Nicolai Von Dellingshausen hellwach, denn trotz eines verzogenen Abschlags geht sich bereits am Par 5 der 2 das erste Birdie aus und da er aus vier Metern sofort auf der 3 weiter nachlegt, kann der 32-jährige auf einen Start nach Maß ins hochdotierte Event zurückblicken. Auch danach hat der Austrian Alpine Open Champion alles fest im Griff und holt sich nach recht souveränen Pars am Par 5 der 7 mit Chip & Putt bereits sein drittes Erfolgserlebnis ab.
Damit gibt er sich auch selbst sofort wieder den richtigen Impuls, rollt doch am darauffolgenden Par 3 aus vier Metern gleich der nächste Birdieputt ins Ziel und da er auf der 9 dann aus einer lasergenauen Annäherung Kapital schlagen kann und so sogar den Birdiehattrick perfekt macht, schließt er sogar bereits bis auf einen einzigen Schlag zum derzeitigen Führungsquartett auf.
Den Schwung nimmt er auch sehenswert auf die hintere Platzhälfte mit, wie das bereits sechste Birdie des Tages am Par 5 der 11 trotz versandeter Attacke beweist. Erst danach versiegt der unglaubliche Schwung erstmals etwas, allerdings hält Nicolai auch weiterhin Fehler gekonnt von der Scorecard fern. Am abschließenden Par 5 schlägt er dann schließlich noch einmal zu, unterschreibt so die makellose 65 (-7) und reiht sich damit als erster Verfolger und mit nur einem Schlag Rückstand auf die fünf Spitzenreiter ein.
Schneider nur mit der 72
Zwar präsentiert sich Marcel Schneider auf den Frontnine unglaublich souverän und hat über weite Strecken von Tee bis Grün alles im Griff, allein der Putter will noch nicht so richtig mitspielen, was in gleich neun Pars am Stück mündet. Erst am Par 5 der 11 durchbricht er dann trotz einer eingebunkerten Attacke die Birdiesperre und drückt sein Score so erstmals in den roten Bereich.
Zwei Löcher später geht die Übung aus dem nächsten Bunker dann am Par 3 zwar daneben, womit er rasch wieder auf Level Par abrutscht, sofort hat er aus zwei Metern aber auf der 14 die passende Antwort parat und holt sich prompt das Minus wieder zurück. Am Par 5 Schlussloch bekommt er dann jedoch gleich noch zwei weitere Male Sand ins Getriebe, kann am Ende das Par nicht mehr kratzen und muss sich so mit einer 72 (Par) anfreunden, die nur für einen 59. Platz reicht.
