Verschiedene Richtungen

Während Marcel Schneider am Finaltag der Open de France noch um einige Ränge nach oben klettert, kommt ihm Freddy Schott mit durchwachsener Vorstellung aus den Top 10 entgegen. Auch Nicolai Von Dellingshausen und Max Kieffer können im Golf de Saint-Nom-La-Bretèche am Sonntag noch Ränge gutmachen.

Der Kampf um die Tourcard setzt bei Freddy Schott sichtlich Kräfte frei, denn der 24-jährige präsentierte sich an den ersten drei Spieltagen in Paris von seiner besten Seite. Nach Runden von 69 (-2) und zweimal 68 (-3) Schlägen startet Freddy als starker 8. in den finalen Sonntag und würde sich so auch unter die Tourkartenränge spielen. Marcel Schneider teilt die Sorgen des Spielrechts zwar nicht, kämpft aber noch um die Teilnahme an den Finalturnieren, weshalb er alles daran setzen wird um an den starken Moving Day anknüpfen zu können. Vor allem für Jannik De Bruyn und Max Kieffer wäre ein starker letzter Spieltag enorm wichtig, benötigen doch auch sie noch zwingend Punkte um das Spielrecht halten zu können.

Ein verpasstes Up & Down hängt Marcel Schneider zwar gleich zum Auftakt am Sonntag auf der 1 ein Bogey um, allerdings lässt sich der Routinier davon nicht wirklich beendrucken und bringt in Folge rasch Stabilität in sein Spiel. Nach einer über weite Strecken ziemlich soliden Parserie, kann er dann mit einem roten Doppelpack am Par 3 der 7 und dem darauffolgenden Par 5 auch erstmals die Temposchraube ein wenig anziehen und hält sich so vor den letzten neun Löchern weiterhin im soliden Mittelfeld. Kaum auf den Backnine angekommen schnappt er sich dann auf der 10 das nächste Birdie und gibt selbst auf einen Fehler auf der 15 mit zwei weiteren roten Einträgen die perfekte Antwort. Schlussendlich unterschreibt er so die finale 68 (-3) und fährt damit als 17. eine durchaus respektable Platzierung ein.

Freddy SchottSehr souverän findet sich Freddy Schott mit Pars auf den ersten Löchern zurecht, bis er auf der 4 die Annäherung in einen Busch schlägt und von dort aus das Par nicht mehr kratzen kann. Der Fehler hinterlässt aber keine Spuren, denn schon am Par 5 der 6 rückt er sein Tagesergebnis wieder zurecht und da sich dann auch auf der 9 ein Erfolgserlebnis ausgeht, hält er sich vor den Backnine auch weiterhin noch unter den Top 10. Das ändert sich dann jedoch recht rasch nach dem Turn, denn auf den letzten neun Löchern läuft er vergeblich einem weiteren Birdie hinterher und muss parallel dazu gleich drei Bogeys einstecken. Schlussendlich mündet dies nur in einer 73 (+2) die ihn noch bis zu Marcel Schneider abrutschen lässt. Mit dem einigermaßen verpatzten Finaltag lässt er zwar etliche Punkte im Race to Dubai liegen, kämpft sich jedoch auch so immerhin zumindest vorerst in die Tourkartenränge für kommende Saison.

Ränge gutgemacht

Nach anfänglichen Pars erwischt es Nicolai Von Dellingshausen am Par 3 der 3 und der 4 mit gleich zwei Bogeys, womit der Start in den Sonntag einigermaßen daneben geht. Der Austrian Alpine Open Champion fängt sich aber rechtzeitig, steuert schon auf der 5 mit einem ersten Birdie wieder gegen und drückt vom Par 3 der 7 weg mit einem roten Triplepack sogar noch vor dem Turn sehenswert aufs Tempo. Nach einer kurzen Verschnaufpause legt er dann am Par 3 der 12 und der 13 die nächsten Birdies nach, ehe er sich mit zwei Bogeys danach wieder ziemlich einbremst. Am Ende behalten die Erfolgserlebnisse aber klar die Oberhand und mit der 69 (-2) zieht er auch noch bis auf Rang 32 nach vor.

Nicolai Von DellingshausenMit einem verpassten Sand Save beginnt der letzte Arbeitstag für Jannik De Bruyn alles andere als nach Maß. Immerhin kann der 26-jährige sein Spiel in Folge rasch stabilisieren, lässt mit Pars nichts anbrennen und krallt sich schließlich noch vor dem Turn am Par 5 der 8 und der 9 gleich zwei Birdies, was ihn im leicht geröteten Bereich zum letzten Mal die Backnine in Angriff nehmen lässt. Auf der 10 schnappt er sich dann gleich den nächsten Schlaggewinn und macht so sogar den Birdie-Hattrick perfekt. So plötzlich der gewinnbringende Schwung kam, so schnell reißt er jedoch auch wieder ab und nach Bogeys auf der 11 und der 14 muss sich Jannik am Ende mit einer 71 (Par) und Platz 42 anfreunden.

Im Gegensatz zu den letzten Spieltagen präsentiert sich Max Kieffer am Sonntag grundsolide. Reihenweise spult der 35-jährige Pars ab und schnappt sich zwischendurch zum bereits vierten Mal in dieser Woche am Par 5 der 6 ein erstes Birdie. Die Sicherheit geht dann nach dem Turn aber ziemlich verloren, denn nach zwei Bogeys auf der 10 und der 14 benötigt er am Par 5 der 16 noch ein Birdie um zumindest noch eine 71 (Par) und Rang 62 ins Clubhaus bringen zu können.

Die Platzierung teilt er sich mit Routinier Marcel Siem. Nachdem dieser schon den Moving Day recht bunt gestaltete, packt er auch am Sonntag wieder regelrecht das Malbuch aus. Auf den Frontnine leuchten überhaupt nur zwei Pars auf, zwar findet er sehenswert vier Birdies, nach zwei Doppelbogeys und einem Bogey kommt er aber dennoch nur im zarten Plusbereich zum Turn. Mit weiteren roten Einträgen auf der 10 und der 17 gleicht er sein Score dann trotz eines zwischenzeitlichen Fehlers kurz vor Ende wieder aus, nach einem nassen Doppelbogey am Par 3 der 18, geht sich schließlich jedoch nur die 73 (+2) aus.

Michael Kim (USA) zieht mit einer 65 (-6) und bei gesamt 16 unter Par noch bis an die Spitze und feiert in Paris den Sieg.

Leaderboard Open de France

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