Yannik Paul notiert nach seinem knapp geschafften Cut bei der BMW PGA Championship am Moving Day zwar eine 70 (-2), macht damit im Wentworth Club am Samstag aber keine Ränge gut.
Nachdem Deutschlands Vertreter beim Flagship-Event der DP World Tour am Freitag reihenweise am Cut scheiterten, machte es Yannik Paul in Wentworth besonders spannend. Als einziger des Deutschen Sextetts noch mit Chancen auf den Wochenendeinzug, hob er sich am Par 5 der 18 bei einfallender Dunkelheit die letzten Schläge für den Samstag auf.
Nervenstark parkt er die Attacke bei der Fortsetzung dann am Grün und lässt zwei Putts später das wichtige Birdie noch von der Scorecard zwitschern. Mit der 73 (+1) ging sich so „on the number“ noch der Sprung in den Moving Day aus, wo der 31-jährige nun aber das Tempo erhöhen muss, will er beim 9 Millionen Turnier noch sehenswert anschreiben.
Den Schwung vom gelungenen Ende der 2. Runde kann er jedoch nicht in den dritten Spieltag mitnehmen, denn nach einem Dreiputt vom Vorgrün auf der 1 und einem verpassten Sand Save auf der 2 leuchten gleich auf den ersten Löchern Bogeys auf. Auch danach bekommt er immer wieder Sand ins Getriebe, allerdings gelingt auf der 3 nach versandeter Annäherung noch das Par und da er am darauffolgenden Par 5 sogar aus dem Grünbunker spektakulär zum Eagle locht, dreht er sein Tagesergebnis rasch wieder auf Anfang.
Auf der 7 drückt er sein Score dann aus gut zwei Metern sogar erstmals unter Par, rutscht jedoch postwendend nach einem Wasserball schon auf der 8 auch wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Vom kleinen Rückschlag lässt er sich zwar nicht beirren, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und holt sich mit Pitch & Putt schließlich am Par 5 der 12 auch das Minus wieder zurück, mit verpasstem Up & Down danach währt die Freude jedoch nur recht kurz.
Im Finish drückt er dann aber noch einmal aufs Tempo, denn zunächst fällt auf der 16 aus 3,5 Metern der Birdieputt und da danach auch am Par 5 der 17 aus sogar gut sieben Metern das Birdie gelingt, unterschreibt er schlussendlich sogar die 70 (-2), womit er angesichts recht ansprechender Scores aberals 62. nur etwa seine Platzierung in etwa halten kann.
Adrien Saddier (FRA) und Alex Noren (SWE) teilen sich bei gesamt 15 unter Par die Führungsposition.
Fotos: BMW Group
