PGA Tour Pro Jeremy Paul legt bei den Danish Championship mit einer 66er (-5) Auftaktrunde ein starkes Gastspiel hin. Mit Max Rottluff liegt im Furesø Golf Klub noch ein weiterer Deutscher nach der Auftaktrunde auf Kurs zu einem Topergebnis.
Das dänische DP World Tour Event könnte ganz im Sternzeichen des Zwillings stehen, denn neben den heimischen Superstars Rasmus und Nicolai Hojgaard, steht mit Jeremy und Yannik Paul auch aus Deutschland ein Zwillingsbrüderpaar in den Teeboxen. Generell kann schwarz-rot-gold auf gleich neun Spieler in Kopenhagen hoffen, wobei mit Nicolai Von Dellingshausen auch der Austrian Alpine Open Champion mit von der Partie ist. Auch Marcel Schneider, der heuer nicht nur einmal knapp am ersten Sieg dran war, nimmt im Furesø Golf Klub einen weiteren Anlauf.
Nach einem sicheren anfänglichen Par, drückt Jeremy Paul bereits am Par 3 der 2 mit einem Monsterputt aus rund zwölf Metern erstmals aufs Tempo und legt sofort am darauffolgenden Par 5 weiter nach. Da sich dann auch auf der zweiten langen Bahn der Frontnine das erhoffte Birdie ausgeht, biegt der hauptberuflich auf der PGA Tour engagierte 31-jährige bereits bei 3 unter Par auf die Backnine ab. Dort spult er dann lange Zeit souverän Pars ab, bis er im Finish die Taktzahl noch einmal erhöht. Zunächst holt er sich aus drei Metern auf der 16 Birdie Nummer 4 ab und garniert die makellose Runde am abschließenden Par 5 mit noch einem letzten roten Eintrag. Derart stark geht sich sogar die 66 (-5) aus, die ihn bis in die erste Verfolgerposition von Leader Marco Penge (ENG) (64) bringt.
Mit zwei anfänglichen Bogeys beginnt der erste Arbeitstag für Max Rottluff am Nachmittag alles andere als nach Maß, allerdings holt sich der 32-jährige danach auch sofort das erste Birdie ab. Damit bringt er auch rasch Stabilität in sein Spiel, denn noch vor dem Wechsel auf die Frontnine lassen auch das Par 3 der 15 und das Par 5 der 18 rote Einträge springen. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er mit gleich vier weiteren Birdies auf nur fünf Bahnen endgültig bis ins absolute Spitzenfeld marschiert. Zum Abschluss brummt er sich dann zwar noch ein Par 3 Bogey auf, mit der 67 (-4) startet er aber als 7. aus den Top 10 und somit aus hervorragender Position in den zweiten Spieltag.
Drei weitere Deutsche auf Cut-Kurs
So richtig ins Rollen kommt Nicolai Von Dellingshausen auf den Backnine nicht, denn die gesamte hintere Platzhälfte über ist er vergeblich auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis, was angesichts zweier Bogeys auf der 12 und der 17 doppelt unangenehm ins Gewicht fällt. Erst nach dem Turn läuft es dann spürbar besser, denn zunächst geht sich am Par 5 der 3 das erste Birdie aus und da er danach sogar einen roten Doppelpack schnürt, drückt er sein Score sogar unter Par. Zwar erwischt es ihn auf der 7 dann noch einmal, mit weiterem Schlaggewinn auf der 8 bringt er aber die 70 (-1) in trockene Tücher, womit er die Segel als 42. in Richtung Wochenende setzt.
Gleich auf der 10 und der 11 tritt sich Max Kieffer mit zwei verpassten Up & Downs anfängliche Bogeys ein und legt so einen ziemlich zähen Start ins Turnier hin. Nach und nach fängt sich der Routinier aber und gleich mit einem roten Doppelpack rund um den Turn sein Score dann auch wieder aus. auf den Geschmack gekommen legt er am Par 3 der 5 und der 7 die nächsten Birdies nach, muss sich nach darauffolgendem Schlagverlust jedoch schließlich mit der 70 (-1) anfreunden. Wie Landsmann Nicolai Von Dellingshausen legt er damit aber einen durchaus ansehnlichen Start hin und hält sich so auch noch viele Möglichkeiten offen.
Am Nachmittag bastelt Alex Knappe eine kunterbunte Runde zusammen, denn nach zwei frühen Bogeys arbeitet er sich mit zwei Birdies und einem Eagle noch vor dem Turn in den roten Bereich, rasselt mit Bogey und Doppelbogey dann auf den Frontnine aber wieder zurück. Da sich danach aber noch zwei Schlaggewinne ausgehen, bringt auch er schlussendlich die 70 (-1) in trockene Tücher.
Nur hinter der gezogenen Linie
Mit einem Doppelbogey auf der 10 und einem weiteren Fehler auf der 12 stolpert Freddy Schott mehr schlecht als recht ins Turnier. Immerhin weckt ihn der zähe Beginn sichtlich auf, denn noch vor dem Turn dreht er sein Score dank dreier Birdies wieder auf Anfang. Auf den vorderen Neun ist er dann ganz sicher unterwegs, kann das Minus, dass er sich dank eines weiteren Birdies am Par 5 der 6 erstmals holt, aber nicht über die Distanz schaukeln, nachdem ihm die 8 noch einen Strich durch die Rechnung macht. Mit der 71 (Par) reiht er sich als 70. nur knapp hinter der Cutmarke ein.
Zwar kämpft sich Jannik De Bruyn nach zwei frühen Bogeys kurz vor dem Turn mit einem Par 5 Birdie wieder etwas zurück, nachlegen kann er jedoch nicht und bringt nach einem weiteren Bogey am Par 3 der 5 und einem darauffolgenden Par 5 Birdie schlussendlich, wie auch Marcel Schneider, nur die 72 (+1) über die Ziellinie, was nur für Rang 93 reicht. Yannik Paul kommt mit der 77 (+7) und als 146. gehörig unter die Räder.
