Zwar rutschen Jeremy Paul und Max Rottluff bei den Danish Championship am Freitag aus den Top 10, mit gleich sieben Spielern im Wochenende präsentiert sich Deutschlands Gilde im Furesø Golf Klub aber geschlossen stark.
Neben den Hojgaard-Twins, die sich das dänische Heimspiel naturgemäß nicht entgehen lassen, hält Deutschland mit den Paul-Zwillingen in Kopenhagen dagegen. Jeremy erwischte dann auch eine richtig starke Auftaktrunde und startet nach der 66 (-5) sogar als erster Verfolger von Marco Penge (ENG) in den Freitag. Auch Max Rottluff liegt nach der 67 (-4) hervorragend im Rennen. Mit Nicolai Von Dellingshausen, Max Kieffer und Alex Knappe starten noch drei weitere Deutsche auf Cut-Kurs in den Freitag. Freddy Schott und Co müssen am zweiten Spieltag bereits zulegen um nicht leer auszugehen.
Nach dem bogeyfreien Auftritt am ersten Spieltag, erwischt es Jeremy Paul am Freitag gleich auf der 10 nach verzogenem Drive mit dem ersten Fehler. Zwar hinterlässt das Bogey kaum Spuren, denn am Par 3 der 15 rückt er noch vor dem Turn sein Score wieder gerade, auf den Frontnine wird es dann aber zusehends farbenfroher. Einen weiteren Fehler bessert er noch sofort wieder aus, ein weiteres Bogey und sogar ein Doppelbogey nach verzogenem Drive am Par 5 der 6 kosten dann aber viele Ränge. Im Finish findet er zwar noch ein Birdie, mit der 73 (+2) rutscht er aber bis auf Rang 18 zurück.
Ausgerechnet am Par 5 der 3 brummt sich Max Rottluff nach einer verzogenen Attacke das erste Bogey auf. Zwar bessert er dieses schon am Par 3 der 5 wieder aus, nach weiteren Problemen im langen Spiel hängt ihm aber die nächste lange Bahn direkt danach sofort den nächsten Fehler um. Danach findet er zwar ein wenig Stabilität, nach verzogenem Drive auf der 12 und verpasstem Up & Down auf der 13 leuchten aber die nächsten Fehler auf. Im Finish sammelt sich der 32-jährige dann aber wieder und bringt nach Birdies auf der 14 und dem Par 5 der 18 immerhin noch eine 72 (+1) in trockene Tücher, womit er sich die Platzierung mit Jeremy Paul teilt.
Sieben Deutsche im Wochenende
Von Beginn an drückt Freddy Schott das Gaspedal richtiggehend bis zum Anschlag durch, denn mit messerscharfen Eisen und einem heißen Putter holt er sich gleich auf den ersten drei Bahnen zwei Birdies ab. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Auszeit, ehe am Par 5 der 6 und der 8 bereits die nächsten roten Einträge aufleuchten. Erst rund um den Turn macht sich dann eine kleine Schwächephase bemerkbar, allerdings bessert er die beiden Schlagverluste mit gleich drei Birdies am Stück mehr als aus. Mit Ungenauigkeiten vom Tee erwischt es ihn auf den letzten vier Löchern dann aber gleich noch dreimal, weshalb sich „nur“ eine 69 (-2) ausgeht, die ihn aber als 30. souverän im Mittelfeld cutten lässt.
Wie erhofft schnappt sich Nicolai Von Dellingshausen am Nachmittag gleich am Par 5 der 3 ein schnelles erstes Birdie und gibt sich damit sozusagen die Initialzündung zu einer durchaus heißen Phase. Sofort legt der Austrian Alpine Open Champion auf der 4 weiter nach und lässt schließlich am zweiten Par 5 der Frontnine aus sieben Metern sogar den Adler landen. Souverän schaukelt er das knallrote Zwischenergebnis dann über die Frontnine, ehe es ihn direkt nach dem Turn auf der 10 auch mit dem ersten Bogey erwischt. Das ist auch ein ziemlicher Dämpfer, denn Antwort hat er darauf keine parat und muss kurz danach auch auf der 13 einen Schlagverlust einstecken. Danach findet er zwar wieder in die Spur, nach verzogener Attacke hängt ihm das Par 5 der 18 dann aber noch einen Fehler umd, mit der 70 (-1) cuttet aber auch er wie Freddy Schott ganz sicher.
Mit einem frühen Par 3 Bogey stolpert Max Kieffer mehr schlecht als recht in den Tag, fängt sich danach aber rasch und biegt dank eines Par 3 Birdies auf der 5 und eines weiteren Erfolgserlebnisses auf der 8 immerhin unter Par auf die Backnine ab. Diese beginnen dann wie die vordere Platzhälfte, denn ein Fehler auf der 13 wirft ihn wieder auf Level Par zurück. Der Schlagverlust hinterlässt aber keine Spuren und nach einer Parserie beendet er die Runde noch auf der 18 mit einem Par 5 Birdie, womit auch er sich noch ins solide Mittelfeld zu seinen Landsmännern gesellt.
Nach solidem Beginn darf sich Alex Knappe bereits am Par 5 der 3 über ein rasches erstes Birdie freuen und da er auch die zweite lange Bahn der Frontnine bestens im Griff hat, biegt er sogar bei 2 unter Par auf die hinteren Neun ab. Dort geht der Schwung dann mit einem verpassten Up & Down auf der 10 aber ziemlich verloren, denn nach einer kleinen Parserie rutscht er mit den nächsten Bogeys sogar in den Plusbereich ab. Erst am Par 5 der 18 findet er dann noch ein Birdie und erspart sich mit der 71 (Par) und als 45. noch eine Zitterei um den Cut.
Die Platzierung teilt er sich mit Marcel Schneider, denn der Routinier beginnt zwar auf den Backnine nur mit einem Bogey, dreht sein Score dann aber rasch in die richtige Richtung. Nach 17 gespielten Löchern hält er sogar bei 3 unter Par, bis es ihn am Par 3 Schlussloch der 9 dann doch noch einmal erwischt. Mit der 69 (-2) geht sich aber auch bei ihm der Cut souverän aus.
Vorzeitiges Ende
Mit gleich drei Birdies bei fehlerlosem Spiel wirft Jannik De Bruyn auf den Frontnine noch einmal alles in die Waagschale. Nach dem Turn sieht die Sache dann jedoch düsterer aus, denn er benötigt auf der 17 sogar noch ein Birdie um nach drei Fehlern zuvor zumindest noch die 70 (-1) unterschreiben zu können. Damit geht sich der Cut jedoch knapp nicht aus. Yannik Paul gibt während der 2. Runde vorzeitig auf. Rasmus Hojgaard (DEN) dreht in seiner Heimat am Freitag groß auf und spielt sich mit eienr 64 (-7) und bei gesamt 12 unter Par bis an die Spitze.
