Matti Schmid agiert am Finaltag der Genesis Scottish Open zwar etwas zu fehlerhaft, mit spätem Birdie erkämpft er sich mit der 71 (+1) aber noch den Weg zu den Open Championship. Marcel Siem klettert im Renaissance Club noch bis ins Mittelfeld nach oben, Yannik Paul rutscht etwas zurück.
Nach Runden von 65 (-5) und 68 (-2) Schlägen startete Matti Schmid beim von DP World Tour und PGA Tour kosanktionierten Top-Event als starker 6. ins Wochenende. Am Moving Day kämpfte sich der 27-jährige dann zu einer 70 (Par), womit er nicht nur nahezu seine Position halten konnte, sondern auch gut auf Kurs zu einem der begehrten Open-Tickets – die drei besten noch nicht qualifizierten Spieler erhalten einen Startplatz bei den anstehenden Open Championship in Royal Portrush – in den Sonntag startet. Selbst Rory McIlroy (NIR) und Chris Gotterup (USA) an der Spitze sind „nur“ vier Schläge weit entfernt. Für Yannik Paul und Marcel Siem war der Moving Day weniger von Erfolg gekrönt, denn mit 73er (+3) Runden rutschten die beiden spürbar im Klassement zurück.
Nachdem er auf der 1 weder Fairway noch Grün findet, beginnt der letzte Arbeitstag für Matti Schmid mit einem Bogey alles andere als nach Plan. Auch danach hat er ziemlich zu kämpfen und entfernt sich am Par 5 der 3 mit weiteren Ungenauigkeiten noch weiter vom Ziel des Open-Tickets. Erst danach grooved er sich in einen besseren Rhythmus und dreht mit zwei Birdies sein Score wieder auf Anfang. Nachlegen kann er jedoch nicht und driftet nach verpasste Sand Save am Par 3 der 9 wieder in den Plusbereich ab. Nach verzogenem Drive hängt er sich dann am Par 5 der 10 gleich den nächsten Fehler um, ehe er nach und nach sein Spiel wieder stablisiert. Im Finish geht sich dann auf der 17 aber noch ein Birdie aus und da er auf der 18 nichts mehr anbrennen lässt, reicht die 71 (+1) schlussendlich um sich als 17. noch das letzte verbleibende Ticket für Royal Portrush zu sichern.
Siem macht Ränge gut
Gleich zu Beginn macht Marcel Siem klar, dass er die zähe Runde vom Samstag aus dem Gedächtnis streichen will und startet sofort mit einem Par 5 Birdie in den Tag. Zwar tritt er sich mit verpasstem Up & Down auch sofort den Ausgleich ein, mit zwei weiteren roten Einträgen direkt danach, zieht er aber sofort wieder in die richtige Richtung. Noch vor dem Turn lässt dann auch das Par 3 der 17 nach starkem Tee Shot ein Erfolgserlebnis springen, womit er vor den letzten neun Löchern sein Tagesergebnis sogar auf bereits -3 dreht. Auf den vorderen Neun ebbt der Schwung dann jedoch etwas ab. Zwar geht sich am kurzen Par 4 der 5 noch ein Birdie aus, am Par 3 Schlussloch muss er jedoch auch noch ein Bogey einstecken. Am Ende steht er aber mit der durchwegs starken 67 (-3) beim Recording und klettert damit noch bis ins Mittelfeld auf Rang 34 nach oben.
Zwar zeigt sich Yannik Paul am Finaltag auf den Backnine ganz sicher und spult Par um Par ab, Vortrieb will sich so auf der hinteren Platzhälfte des Renaissance Clubs jedoch keiner einstellen. Da er jedoch immerhin auch fehlerlos bleibt, hält er vor den letzten neun Löchern etwa seine Platzierung im soliden Mittelfeld. In dieser Tonart geht es zunächst auch auf den Frontnine weiter, bis sich am kurzen Par 4 der 5 erstmals der Putter erwärmt und aus rund acht Metern sogar den Adler landen lässt. Nachdem er die Runde jedoch mit einem Dreiputt und einem verpassten Up & Down beendet, muss er sich schließlich mit der 70 (Par) anfreunden, die ihm noch ein paar Ränge kostet und ihn auf Platz 43 einreiht.
Chris Gotterup lässt am Sonntag nichts mehr anbrennen und schnappt sich bei gesamt 15 unter Par und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Rory McIlroy und Marco Penge (ENG) den Sieg.
