Thomas Rosenmüller verpasst bei der ISCO Championship nach einem Bogey am Schlussloch mit der 71 (+1) hauchdünn die Top 10. Max Kieffer kommt im Hurstbourne CC mit einer finalen 72 (+2) nicht mehr vom Fleck.
Mit den Big Names beim anderen zischen PGA Tour und DP World Tour kosanktionierten Event in Schottland, zeigte Thomas Rosenmüller an den ersten beiden Spieltagen in Kentucky, dass er die große Chance auf dicke FedEx-Cup Punkte auf jeden Fall voll ausnützen will. Der Aufsteiger, der noch zwingend Zähler im Kampf um die Tourcard braucht, hatte im Hurstbourne CC soweit alles im Griff und startet nach Runden von 65 (-5) und 69 (-1) Schlägen sogar als erster Verfolger von Überflieger Chan Kim (USA) an der Spitze ins Wochenende.
Nach der Gewitterunterbrechung kommt Thomas erst um 22:16 mitteleuropäischer Zeit dazu die 3. Runde in Angriff zu nehmen und muss, nach zunächst solidem Beginn, auf der 4 nach verzogenem Drive auch recht zeitnah das erste Bogey notieren. Richtig bitter wird es aber dann am Par 3 der 6, wo er nach verfehltem Grün dann noch dazu drei Anläufe benötigt um den Ball zu versenken, womit er sich sogar eine Doublette umhängt. Erst danach gibt es in Form der ersten Birdies auf der 8 und dem Par 5 der 10 auch positivere Neuigkeiten zu vermelden.
Bei bereits schwindenden Lichtverhältnissen gleicht er ein weiteres Bogey von der 12 direkt am darauffolgenden Par 3 zwar noch aus, muss danach bei einem Zwischenstand von +1 nach 13 und als 7. jedoch die Sachen packen. Am Finaltag warten somit ab 14:00 MEZ gleich 23 Löcher Golf auf den 28-jährigen. Diese beginnen dann bei der Fortsetzung am Sonntag mit einem Bogey alles andere als prickelnd und da er auf den verbleibenden Löchern nicht mehr kontern kann, bringt er lediglich die 72 (+2) zum Recording, die ihn vor der Finalrunde bis auf Rang 10 abrutschen lässt.
Auch bei der letzten Umrundung kommt Thomas auf den vorderen Neun nicht wirklich ins Rollen. Zwar macht er zunächst mit Pars nichts verkehrt, verabsäumt es aber ein Birdie zu notieren und da er sich nach eingebunkertem Tee Shot am Par 3 der 6 und nach verzogener Attacke am drivebaren Par 4 der 8 gleich zwei Bogeys einfängt, findet er sich sogar nur noch hinter den besten 20 wieder. Trotz einer eingebunkerten Attacke lässt das Par 5 der 10 dann aber auch das erste Birdie springen. Zwar geht ihm auch danach nicht allzu viel leicht von der Hand, dank eines starken Pitches gelingt auf der 16 aber der Ausgleich, der ihn wieder unter die Top 10 spült. Da jedoch der letzte Drive im Bunker verschwindet, beendet er die Runde nur mit einem weiteren Bogey und mit der 71 (+1) muss er sich schließlich mit Rang 14 anfreunden.
Kieffer kommt nicht mehr vom Fleck
Neben Thomas Rosenmüller stemmte mit Max Kieffer noch ein zweiter Deutscher in Louisville den Cut. Vom 54. Platz aus hofft der 35-jährige das Feld am Wochenende noch einigermaßen von hinten aufrollen zu können. Schon auf der 2 läuft dann am Samstag erstmals der Putter heiß und lässt aus sechs Metern ein frühes Birdie springen. Nur kurz muss er sich dann in Geduld üben, denn bereits auf der 5 kann er aus einer messerscharfen Annäherung ein weiteres Mal Kapital schlagen. Zwar fängt er sich nach verpasstem Up & Down am darauffolgenden Par 3 auch das erste Bogey ein, nur zwei Löcher später stellt er sein Score aus vier Metern jedoch wieder auf 2 unter Par.
Nach dem Turn legt er am Par 5 der 10 sogar gleich weiter nach, ehe er sich nach eingebunkertem Drive auf der 11 sogar ein Doppelbogey einfängt. Nachdem er dann auf der 13 den Tee Shot wild wegballert und sich auch am Par 3 ein Bogey einfängt, rasselt er endgültig wieder auf Level Par zurück. Nach 14 gespielten Löchern muss er dann vorerst die Sachen packen, da eine Gewitterfront die Spieler zurück ins Clubhaus zwingt. Nach rund 90-minütiger Unterbrechung findet er zwar souverän zurück ins Geschehen, im Finish erwischt es ihn dann aber mit gleich zwei abschließenden Bogeys, womit sich lediglich eine 72 (+2) ausgeht.
Der letzte Spieltag beginnt dann zwar mit einem verpassten Par 5 Birdie, allerdings geht sich gleich danach mit einem wahren Monsterputt quer übers Grün ein früher roter Eintrag aus. Nachdem er sich am Par 3 der 13 jedoch nicht mehr zum Par scramblen kann und sich kurz vor dem Turn nach versandetem Drive auch auf der 18 ein Bogey einfängt, hält er zur Halbzeit nur bei 1 über Par. Mit dem nächsten Fehler nach versandetem Drive auf der 1 geht es dann gleich noch weiter retour, allerdings kann er am kurzen Par 4 der 2 immerhin sofort mit einem Birdie auch gegensteuern. Mehr will sich am Sonntag aber nicht mehr ausgehen und da er die Runde nur mit einem Par 3 Bogey beendet, notiert er erneut nur die 72 (+2), die lediglich Rang 54 zulässt.
William Mouw (USA) packt am Sonntag eine unglaubliche 61 (-9) aus und stürmt damit bei gesamt 10 unter Par noch zum Sieg.
