Thomas Rosenmüller erwischt bei der ISCO Championship einen Start nach Maß und muss lediglich Chan Kim (USA) nach dessen Traumrunde den Vortritt lassen. Auch Jeremy Paul bringt sich im Hurstbourne CC auf den richtigen Kurs.
In der „kosanktionierten Woche“ – auch die Scottish Open zählen neben dem Race to Dubai auch zum FedEx-Cup – ergibt sich auch in Louisville sozusagen die Chance auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Somit teen neben Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller mit Max Kieffer, Jannik De Bruyn und Alexander Knappe auch drei gestandene deutsche DP World Tour Professionals in Kentucky auf. Vor allem für Paul und Rosenmüller stellt das Event aber eine richtig dicke Chance dar, denn mit den Topstars in Schottland, hängen die Trauben zu wichtigen Zählern im Kampf ums Spielrecht beim 4 Millionen Turnier im Hurstbourne GC wohl nicht ganz so enorm weit oben wie in den übrigen Wochen.
Nach zwei soliden anfänglichen Pars, läuft bei Thomas Rosenmüller auf der 3 erstmals der Putter heiß und lässt aus sechs Metern das erste Birdie springen. Nur kurz danach kann er dann aus einer starken Annäherung auf der 5 erneut Kapital schlagen und da trotz versandeter Attacke am Par 5 der 7 und nach starkem Putt auf der 8 die nächsten Birdies gelingen, kommt er trotz eines ersten Fehlers auf der 9 sogar bei -3 auf der 10 an.
Den sehenswerten Schwung nimmt er auch volley auf die hintere Platzhälfte mit, denn nach gelungener Attacke am Par 5 der 10, bessert er den Faux-pas sofort wieder aus. Da dann auch aus 3,5 Metern auf der 11 der Putt fällt, drückt er sein Tagesergebnis sogar bereits auf -5, ehe der Schwung doch ziemlich abflaut. Mit solidem Spiel muss er aber bis zum Schluss keinen weiteren Fehler mehr verzeichnen, womit er lediglich Chan Kim (USA) nach dessen ganz starker 61 (-9) den Vortritt lassen muss.
Paul am richtigen Kurs
Wie angepeilt holt sich Jeremy Paul nach zwei starken Schlägen gleich am Par 5 der 10 das erste Birdie ab und legt nach starkem 7,5 Meter Putt auf der 12 rasch ein weiteres nach. Auch auf den darauffolgenden Löchern hat der 31-jährige alles im Griff und da auch aus vier Metern auf der 15 das Birdie gelingt, zieht er immer weiter im Klassement nach vor. Erst ein verpasstes Up & Down auf der 16 bremst den Vorwärtsdrang dann erstmals ein.
Kaum auf den vorderen Neun angekommen, lässt er sich die Chance aus 3,5 Metern dann aber nicht entgehen und stellt sein Score wieder auf 3 unter Par. So richtig ungemütlich wird es dann aber auf der 3, denn nachdem der Abschlag wild abbiegt muss er sogar nachladen und kann am Ende das Doppelbogey nicht mehr verhindern. Immerhin steckt er den wilden Ritt gut weg, holt sich im Finish noch ein Birdie und bringt so die 68 (-2) zum Recording, die nach dem ersten Spieltag für Rang 21 reicht.
Kieffer und Co mit Aufholbedarf
Nach starker Attacke schnappt sich Max Kieffer zwar gleich am anfänglichen Par 5 der 10 das erste Birdie, danach allerdings läuft beim Routinier nicht mehr wirklich vieles wie erhofft. Zunächst spult er noch Par um Par ab, nach versandetem Tee Shot brummt ihm das Par 3 der 17 dann aber das erste Bogey auf und da sich auch auf der 18 aus dem Bunker das Par nicht ausgeht, steht er sogar nur bei 1 über Par auf der 1. Mit deutlich zu hoher Fehlerquote ändert sich das Bild auch nach dem Turn nicht, was am Ende nur die 73 (+3) und Rang 105 zulässt.
Nach verzogenem Drive brummt sich Alex Knappe gleich auf der 1 ein anfängliches Bogey auf. Immerhin steckt er den Fehler ganz gut weg, denn in Folge stabilisiert er sein Spiel zusehends und schnappt sich nach gelochtem Viermeterputt auf der 4 auch recht zeitnah den Ausgleich. Nachlegen kann er vor dem Turn jedoch nicht, was ihn „nur“ bei Level Par auf die Backnine abbiegen lässt. Auf der 10 gelingt dann zwar der Sprung unter Par, danach allerdings geht so ziemlich alles schief was nur schiefgehen kann. Bis zum Schluss häuft er neben einem Doppelbogey noch drei weitere Fehler an und steht so am Ende sogar nur mit der 74 (+4) und als 121. wieder beim Recording.
Auf den Frontnine hat Jannik De Bruyn etliche Probleme richtig ins Rollen zu kommen, denn nach Ungenauigkeiten findet er sich nach Bogeys auf der 2 und dem Par 3 der 6 recht rasch sogar bereits bei 2 über Par wieder. Erst ein Par 5 Birdie auf der 7 lässt ihn dann auch erstmals jubeln, mehr als 1 über Par geht sich auf den Frontnine jedoch nicht aus. Am Par 5 der 10 gleicht er sein Tagesergebnis dann zwar sogar wieder aus, mit rabenschwarzem Finish – er beendet die Runde mit einem Bogey und zwei Doppelbogeys – geht sich zum Auftakt aber nur die 75 (+5) und Platz 134 aus.
