Hervorragender Auftakt

Marcel Siem und Matti Schmid legen bei den Genesis Scottish Open einen Traumstart hin und positionieren sich in der ersten Verfolgerrolle. Mit Yannik Paul und Marcel Schneider liegen beim kosanktionierten Rolex Series Event im Renaissance Club noch zwei weitere Deutsche auf Kurs in Richtung Wochenende.

Beim bestbesetzten Golfevent nach den Open Championship auf europäischem Boden geht es für Matti Schmid, Nicolai Von Dellingshausen, Marcel Schneider, Marcel Siem und Yannik Paul doch um einiges. Zum einen könnte man sich beim stargespickten Feld – von den Top 10 der Welt stehen gleich acht Spieler in den Teeboxen – neben massig Preisgeld und R2D-Points auch dicke Zähler für die Weltrangliste sichern, zum anderen werden auch noch die letzten beiden Open Tickets ausgespielt, für die bislang aus deutscher Sicht nur Stephan Jäger qualifiziert ist.

Nach zwei anfänglichen Pars biegt Marcel Siem mit Pitch & Putt am Par 5 der 3 recht rasch auf die Birdiespur ab und holt sich aus vier Metern auf der 4 prompt das nächste Erfolgserlebnis ab. Erst am Par 3 der 6 streikt dann erstmals der Putter und hängt ihm mit einem Driller auch den ersten Schlagverlust um. Da er dank einer starken Annäherung jedoch noch auf der 8 gegensteuern kann, hält er zur Halbzeit der Auftaktrunde immerhin sogar bei 2 unter Par.

Nach einer perfekten Annäherung beginnen die Backnine mit einem Par 5 Birdie dann gleich absolut nach Maß und da er bei fehlerlosem Spiel sowohl auf der 15 aus vier, als auch am Par 5 der 16 aus rund sieben Metern die nächsten Schlaggewinne findet, geht sich zum Auftakt sogar die knallrote 65 (-5) aus. Damit positioniert er sich als 5. auch in hervorragender Position, fehlt auf das Führungsquartett an der Spitze – unter anderem liegt Sepp Straka (AUT) nach der 64 (-6) in geteilter Führung – doch lediglich ein Schlag.

Matti SchmidMit Pitch & Putt findet Matti Schmid gleich am Par 5 der 10 das erste Birdie und somit auch perfekt ins Turnier. Auch auf den darauffolgenden Löchern hat er am Nachmittag alles fest im Griff und darf bereits am Par 3 der 12 nach gelochtem Fünfmeterputt ein weiteres Mal jubeln. Da dann nach etlichen Pars auch auf der kurzen Bahn der 17 aus sechs Metern der Birdieputt sitzt, hält er zur Hälfte der Auftaktrunde sogar bereits bei 3 unter Par. Zunächst spult er nach dem Turn dann Par um Par ab, womit er auch weiterhin nichts verkehrt macht. Ab der 5 dreht er dann mit heißem Putter noch einmal auf und schnappt sich noch zwei weitere Birdies. Am Ende geht sich so sogar die makellose 65 (-5) aus, womit er sich die hervorragende Verfolgerposition mit Landsmann Marcel Siem teilt.

Auf Wochenend-Kurs

Die gesamten Frontnine über ist Yannik Paul vergeblich auf der Suche nach einem roten Eintrag und da sich nach verzogenem Abschlag auf der 8 nur ein Bogey ausgeht, steht er lediglich bei 1 über Par in der 10. Teebox. Dort geht sich dann zwar trotz eines verzogenen Drives am Par 5 der 10 der Ausgleich aus, nachdem auf der 11 jedoch vom Tee weg so ziemlich alles schief geht und er sich am Ende sogar ein Doppelbogey einfängt, rutscht er aber auch prompt wieder deutlich zurück. Die Doublette scheint den 31-jährigen aber richtig aufzuwecken, denn plötzlich läuft es im Spiel richtig rund, was neben einem roten Doppelpack, im Finish in gleich noch zwei Birdies mündet. Schlussendlich geht sich sogar noch eine 68 (-2) aus, womit er sich als 33. recht klar auf Cutkurs bringt.

Mit einem verpassten Sand Save beginnt das Turnier für Marcel Schneider nur ziemlich zäh, allerdings holt sich der Routinier schon am Par 5 der 3 mit Chip & Putt rasch den Ausgleich ab. Erneut rutscht er dann nach Ungenauigkeiten im langen Spiel auf der 7 etwas zurück, biegt dank eines sehenswerten Birdies von außerhalb des Grüns am Par 3 der 9 aber immerhin bei Level Par auf die Backnine ab. Zwar verpasst er den erhofften Doppelschlag nachdem sich am Par 5 der 10 kein Birdie ausgeht, dafür stopft er jedoch auf der 13 aus gut sechs und am Par 3 der 17 sogar aus sieben Metern, womit er sein Tagesergebnis auf 2 unter Par schraubt. Am Schlussloch schleicht sich dann nach verpasstem Up & Down jedoch noch ein Fehler ein, mit der 69 (-1) startet er aber immerhin als 49. im roten Bereich.

Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen findet auf den Frontnine noch überhaupt keinen Rhythmus, denn auf birdielosen neun Löchern häuft der 32-jährige bereits drei Bogeys an. Nur kurzzeitig läuft es mit einem Par 5 Birdie auf der 10 dann etwas besser, nach weiteren Fehlern geht sich am Ende jedoch lediglich die 75 (+5) aus, was ihn nur auf Rang 148 einreiht.

Leaderboard Genesis Scottish Open

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