Deutschlands PGA Tour Professionals starten bei den John Deere Classic nur äußerst verhalten. Stephan Jäger gibt im TPC Deere Run nach der ersten Runde das Turnier sogar vorzeitig auf.
Vor kurzem rutschte Stephan Jäger nach zuletzt etwas ausbleibenden Ergebnissen aus den Top 50 der Weltrangliste und benötigt somit wieder Zählbares um die wichtige Marke wieder knacken zu können. Auch im FedEx-Cup rangiert er nur noch auf Rang 50 und ist somit gerade noch auf Playoff-Kurs. Eine starke Woche bei den John Deere Classic würde dem 35-jährigen somit enorm guttun um die Last wieder etwas von den Schultern nehmen zu können. Das Gleiche gilt auch für Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul, die beide wichtige Zähler im Kampf ums Spielrecht für kommendes Jahr benötigen.
Nur einigermaßen schleppend findet Jeremy ins Geschehen, denn zunächst verpasst er nach versandetem Drive am Par 5 der 10 das erhoffte schnelle Birdie und stolpert im Anschluss am Par 3 der 12 mit weiterem Bunkerausflug sogar ins erste Bogey. Sichtlich weckt dieses den 31-jährigen aber richtig auf, denn zunächst holt er sich auf der 15 aus vier Metern den Ausgleich ab und drückt sein Score schließlich am Par 5 der 17 noch vor dem Turn unter Par.
Nach starker Attacke am Par 5 der 2 und einem gefühlvollen Putt aus rund sechs Metern auf der 5 baut er sein Score zwar weiter aus, tritt sich mit einem Dreiputt auf der 6 aber auch noch ein Bogey ein. Schlussendlich unterschreibt er mit der 69 (-2) zwar die beste Runde aller Deutschen am ersten Spieltag, bringt sich damit als 61. aber gerade mal so auf Cut-Kurs.
Rosenmüller zu fehleranfällig
Aus drei Metern holt sich Thomas Rosenmüller gleich auf der 1 das erste Birdie ab und legt nach gelungener Attacke am Par 5 der 2 sofort weiter nach. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe auf der 5 aus zwei Metern bereits der dritte Birdieputt den Weg ins Ziel findet. Wie aus dem Nichts reißt der Schwung aber plötzlich völlig ab, was sich zunächst am Par 3 der 7 in einem verpassten Sand Save und auf der 8 in einem Dreiputtbogey niederschlägt.
Kaum auf den hinteren Neun angekommen, geht es mit einem Par 5 Birdie auf der 10 zwar wieder in die richtige Richtung, nach weiteren Fehlern aufgrund von Ungenauigkeiten auf der 11 und der 14, rutscht er aber sogar wieder auf Level Par zurück. Auf der 15 drückt er sein Score dann zwar wieder in den Minusbereich, die 70 (-1) reicht am Ende des Tages aber nur für Rang 84.
Jäger gibt auf
Wie üblich wird in Silvis von Beginn weg durchweg gut gescored, allein Stephan Jäger kommt, als einziger der drei Deutschen mit früher Startzeit unterwegs, dabei nicht wirklich mit. Zunächst verpasst er das erhoffte anfängliche Par 5 Birdie und tritt sich danach mit Ungenauigkeiten im langen Spiel am Par 3 der 12 und der 13 sogar zwei Bogeys ein, die ihn rasch weit abrutschen lassen.
Zwar fällt am Par 3 der 3 dann auch der erste Birdieputt, ein Triplebogey nach überschlagenem Grün lässt ihn sofort aber noch weiter abdriften. Erst im Finish kann er dann auf der 8 noch Ergebniskosmetik betreiben, mit der 74 (+3) geht der Start aber gründlich daneben. Nach der Runde gibt Stephan das Turnier schließlich vorzeitig auf.
Was am Donnerstag möglich gewesen wäre zeigt Doug Ghim, denn der US-Amerikaner knallt sogar eine 62 (-9) aufs Tableau und stürmt damit bis an die Spitze des Feldes.
