Yannik Paul stolpert auf den letzten 9 Löchern der Soudal Open wieder ins Niemandsland zurück.
Nach dem gerade noch geschafften Cut, fand Yannik Paul am Moving Day erstmals in dieser Woche einen wirklich gewinnbringenden Rhythmus und arbeitete sich mit einer 68 (-3) um viele Ränge im Klassement nach vor. Vom 22. Rang aus hat der 31-jährige so sogar noch ein Topergebnis durchaus in Reichweite, denn auf die besten 10 fehlen ihm vor den letzten 18 Löchern lediglich zwei Schläge.
Heftiger Wind und unterkühlte Temperaturen begleiten die Finalisten in Antwerpen und Yannik Paul bringt sich gleich am zweiten Grün mit Dreiputt-Bogey in die Bredouille. Das Malheur bessert der einzige Deutsche im Finale mit Birdie am ersten Par 5 wieder aus. Das bringt ihn sichtlich auf den Geschmack: mit dem gelungenen Birdieputt aus drei Metern an der schweren 7 macht er mehr als nur einen Schlag auf das Feld gut. Auch die ultrakurze 8 lässt ein Birdie springen, womit Paul bereits bis zum Turn zu den Top 15 heranschnuppert.
Auf den schwierigeren Back 9 plätschert sein Spiel bis zur 16 dahin, als er auf diesem kurzen Par 4 den Ball in den tiefen Wald hookt, erst mit zwei Schlägen halbwegs zurück ins Spiel findet und am Ende das Doppelbogey kassiert. Das zieht Paul doch ziemlich den Nerv: am letzten Par 5 überschlägt er mit dem Dritten das Grün und gibt einen weiteren Schlag ab. Mit den späten Fehlern wird es nur die 72 (+1), seine erste schwarze Runde der Woche, womit Paul am Ende bei der Soudal Open noch aus den Top 30 fliegt.
Premierensieg für Reitan
Der Norweger Kristoffer Reitan schießt sich mit Platzrekord von 62 Schlägen noch vom 22. Platz bis in ein Dreierstechen um den Titel gegen Ewen Ferguson (SCO) und Darius van Driel (NED). Ferguson, der bereits wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, verpasste mit Bogey am Schlussloch den Sieg bei der Soudal Open. Im Stechen hatte dann der Norweger Reitan mit dem Birdie am zweiten Extraloch das bessere Ende für sich und feiert seinen Premierensieg auf der DP World Tour.
