Jeremy Paul, Thomas Rosenmüller und auch Matti Schmid stemmen bei den Puntacana Championship souverän den Cut, wobei die beiden Aufsteiger Paul und Rosenmüller im Puntacana Resort sogar mit klar intakten Chancen auf ein mögliches Topergebnis ins Wochenende starten.
Für Matti Schmid, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller ergibt sich in dieser Woche eine durchwegs große Chance auf wichtige FedEx-Cup Punkte, denn während Stephan Jäger mit der Weltelite bei den RBC Heritage abschlägt, ist die Konkurrenz für das deutsche Trio in Punta Cana durchwegs überschaubar. Alle drei könnten Zähler auch durchwegs gut gebrauchen. Dass vor allem Schmid mit dem Platz und den Verhältnissen durchaus gut zurechtkommt, zeigte er schon im Vorjahr, als er als 11. nur knapp ein Topergebnis verpasste.
Ganz souverän spult Jeremy Paul die ersten Löcher ab, verpasst jedoch am Par 5 der 12 das erhoffte schnelle Birdie. Auf der zweiten langen Bahn kurz danach passt dann aber alles zusammen und da auch auf der 15 der Birdieputt fällt, er die gesamten Backnine über Fehler gekonnt fern hält und von der 18 noch einen Schlaggewinn mitnimmt, hält er mit den durchwegs tiefen Scores recht sehenswert mit. Auf der 2 schleicht sich dann zwar auch der erste Fehler ein, diesen kontert er mit gleich vier weiteren Birdies aber mehr als aus und verschafft sich so schließlich mit der 66 (-6) eine hervorragende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf.
Bei trickreichem böigen Wind hat Jeremy am Freitag dann zu Beginn ziemlich zu kämpfen, was sich mit einem frühen Dreiputtbogey am Par 3 der 2 auch rasch unangenehm auf der Scorecard manifestiert. Schon am Par 5 der 4 dreht er sein Tagesergebnis dann aber wieder auf Anfang und pusht die Runde auf der zweiten langen Bahn schließlich auch erstmals in den roten Bereich, womit er weiterhin an den Top 10 dranbleibt. Zu Beginn der hinteren Neun grooved er sich dann in einen richtig sehenswerten Birdierhythmus und pusht sich mit gleich drei roten Einträgen auf nur vier Bahnen deutlich nach vor. Im Finish muss er dem zähen Wind dann noch einmal Tribut zollen, denn sowohl auf der 16, als auch am Par 3 der 17 kann er weitere Fehler nicht verhindern und steht so schließlich „nur“ mit der 70 (-2) beim Recording. Als 17. hätte er ein Spitzenergebnis aber eindeutig noch klar in Reichweite.
Rosenmüller nur knapp dahinter
Zwar nimmt Thomas Rosenmüller von beiden Par 5 Löchern der Frontnine wie erhofft Birdies mit, auf auf der 8 schleicht sich nach Ungenauigkeiten jedoch auch das erste Bogey ein. Stark legt er jedoch noch vor dem Turn am Par 3 der 9 den Teeshot aufs Grün und dreht sein Score so sofort wieder weiter in den Minusbereich. Auf den hinteren Neun explodiert der Rookie dann aber geradewegs, denn nach Birdies auf der 12 und der 13, lässt er am Par 5 der 14 sogar den Adler landen und da auf der 15 gleich noch ein kleines Vögelchen von der Scorecard zwitschert, dockt Thomas endgültig an der absoluten Spitze an. Erst die 18 hängt ihm dann noch ein Bogey um, nach der 66 (-6) teilt er sich die hervorragende Ausgangslage aber mit Landsmann Jeremy Paul.
Nach zwei anfänglichen Pars geht sich bei der zweiten Umrundung wie erhofft am Par 5 der 12 ein erstes schnelles Birdie aus. Im zähen Wind erwischt es ihn jedoch direkt danach auf der 13 auch mit dem ersten Fehler, den er sofort auf der nächsten langen Bahn aber wieder in Vergessenheit geraten lässt. Mit solidem Spiel lässt er danach auf den verbleibenden Löchern der Backnine nichts anbrennen und kommt so bei 1 unter Par zum Turn. Die vorderen Neun beginnen mit einem Bogeydoppelpack dann jedoch alles andere als prickelnd. Immerhin fängt sich Thomas rasch wieder, gleicht beide Fehler mit einem kurz darauffolgenden roten Doppelschlag wieder aus und holt sich am Par 5 der 7 gleich noch ein Birdie ab. Am Schlussloch kann er sich dann zwar am Par 3 der 9 nicht mehr zum Par scramblen und muss sich so mit der 71 (-1) anfreunden, als 22. zieht er aber in durchaus vielversprechender Position ins Wochenende ein.
Schmid im Mittelfeld
Wie erwartet wird in der Dominikanischen Republik von Beginn an tief gescored und auch Matti Schmid darf sich bereits früh am Par 5 der 12 über ein erstes Birdie freuen. Allerdings kann der 27-jährige vorerst nicht weiter nachlegen und tritt sich nach verpasstem Up & Down am Par 3 der 17 sogar den Ausgleich ein. Immerhin biegt er trotz versandeter Annäherung mit einem Birdie auf der 18 zur 1 ab. Auf den vorderen Neun drückt er das Gaspedal dann sehenswert durch, denn ein starker Zwischensprint von der 2 bis zur 4 mit gleich drei Birdies in Folge pusht ihn deutlich nach vor. Da er die Runde dann fehlerlos beendet und am Par 5 der 7 noch einen roten Eintrag mitnimmt, notiert er zum Auftakt sogar eine 67 (-5) die ihm noch alle Chancen im Turnier offen hält.
Zäher Wind macht am Freitag Nachmittag die Sache dann deutlich diffiziler, wobei Matti mit anfänglichen Pars durchaus solide in die Runde findet. Nach einem Wasserball auf der 5 und einem Dreiputt hinterher, stolpert er dann aber wie aus dem Nichts sogar in ein Triplebogey. Immerhin geht sich am Par 5 der 7 schließlich auch das erste Erfolgserlebnis aus, womit er sich noch im erwarteten Cutbereich hält. Mit einem Dreiputtbogey driftet er am Par 3 der 11 dann zwar wieder auf +3 ab, kontert jedoch mit gleich zwei darauffolgenden Birdies und gleicht sein Score schließlich auf der 15 endgültig wieder aus. Mit der 72 (Par) büßt er zwar einige Ränge ein, cuttet aber als 37. im Mittelfeld ganz sicher ins Wochenende.
Joel Dahmen (USA) erspielt sich mit Runden von 62 (-10) und 66 (-6) Schlägen an den ersten beiden Tagen an der Spitze einen Polster von vier Schlägen auf die ersten Verfolger.
