Alex Knappe startet zwar erst mit einer der letzten Tee Times in die Hero Indian Open, legt mit einer 70 (-2) aber einen starken Auftakt hin und nimmt die 2. Runde sogar aus den Top 10 in Angriff. Auch Yannik Paul bringt sich im DLF G & CC mit einer 72 (Par) klar auf Cutkurs.
Vor zwei Jahren sicherte sich Marcel Siem im DLF G & CC den fünften seiner insgesamt sechs Titel auf der DP World Tour und kehrt mit dementsprechend guten Erinnerungen nach Neu Delhi zurück. Nach einem eher schleppenden Saisonbeginn, lief es für den Routinier zuletzt immer besser, weshalb er in Indien auch dementsprechend zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt. Generell wirkt das bisherige Jahr aus deutscher Sicht jedoch noch ziemlich ausbaufähig, denn vor allem Yannik Paul und Max Kieffer blieben bislang noch einiges schuldig und spielen klar unter ihren Möglichkeiten. Insgesamt stehen am extrem anspruchsvollen Gelände des DLF G & CC gleich sechs Deutsche in den Teeboxen und hoffen das diffizile Terrain bestmöglich entschlüsseln zu können.
Zwar muss Alexander Knappe auf der 11 früh ein erstes Bogey einstecken, mit gleich zwei darauffolgenden Birdies macht er den Faux-pas aber blitzschnell wett und stabilisiert damit auch sichtlich richtiggehend sein Spiel. Par um Par spult er in Folge ab, macht so rein gar nichts verkehrt und legt schließlich nach dem Turn auf der 2 weiter nach. Selbst ein zweites Bogey kurz danach am Par 5 der 4 kann den sehenswerten Rhythmus nicht brechen, denn kurz danach schnürt er auf der 7 und dem Par 5 der 8 den nächsten roten Doppelpack. Die 9 hängt ihm dann zwar auch noch ein abschließendes Bogey um, mit der 70 (-2) pendelt er sich aber auf Rang 10 ein und startet so auch mit nur drei Schlägen Rückstand auf das Führungstrio in den zweiten Spieltag.
Auch Paul auf Kurs in Richtung Wochenende
Nach drei anfänglichen Pars holt sich Yannik Paul am Nachmittag auf der 13 zwar das erste Birdie ab, stolpert danach am zähen Gelände jedoch sogar in ein Doppelbogey. Den kleinen Schock steckt er jedoch ohne Probleme weg, gleicht sein Score schon am darauffolgenden Par 5 wieder aus und kommt dank eines weiteren Par 5 Birdies auf der 18 sogar unter Par zum Turn. Über weite Strecken zeigt er auch auf den Frontnine dann sehr solides Golf, allerdings stehen einem weiteren Schlaggewinn zwei Bogeys gegenüber, weshalb er das Minus nicht ganz über die Zeit schaukeln kann. Mit der 72 (Par) legt der 31-jährige aber einen grundsoliden Start hin und bringt sich als 31. ziemlich stressfrei klar auf Cutkurs.
Bereits die 2 brummt Max Kieffer im schwierigen DLF G & CC das erste Bogey auf und sorgt so für einen einigermaßen schleppenden Start. Zwar kämpft er sich schon am Par 5 der 4 wieder auf Level Par zurück, nach einem Triplebogey auf der 6 und noch einem weiteren Fehler auf der 7 geht es aber im Eiltempo im Klassement bergab. Der Routinier sammelt sich jedoch, holt sich noch vor dem Turn zwei Schlagverluste wieder zurück und arbeitet sich mit weiterem Erfolserlebnis auf der 13 sogar immer näher an den Ausgangspunkt zurück. Erst die 14 killt das Momentum dann mit einem Bogey wieder, weshalb er sich schlussendlich am Donnerstag mit der 74 (+2) anfreunden muss, die ihn aber als 67. nur knapp hinter der erwarteten Cutlinie einreiht.
Der Linie hinterher
Nach zwei anfänglichen Pars holt sich Jannik De Bruyn zwar am Par 3 der 3 das erste Birdie ab, kann dieses jedoch nicht wirklich als Initialzündung verwenden, denn mit zwei Bogeys rutscht er noch vor dem Turn in den Plusbereich ab. Auf den Backnine ist er dann generell vergeblich auf der Suche nach weiteren Erfolgserlebnissen und bringt nach Bogeys auf der 10 und der 17 nur die 75 (+3) zu Papier, was lediglich für den 79. Zwischenrang reicht.
Mit einem frühen Bogey auf der 2 gelingt der Start ins Turnier bei Marcel Siem nicht wirklich wie erhofft. Auch danach hat der ehemalige Champion im DLF G & CC ziemlich zu kämpfen und findet sich nach sechs gespielten Löchern nur bei 2 über Par wieder. Erstmals kann er dann auf der 9 mit einem Chip-in Birdie gegensteuern, tritt sich jedoch direkt nach dem Turn das nächste Bogey ein. Immerhin steckt er auch diesen Rückschlag gut weg und arbeitet sich mit dem zweiten Erfolgserlebnis auf der 13 wieder näher heran. Im Finish wird es dann jedoch düster, denn die 17 hängt ihm sogar eine Doublette um und da sich auch auf der 18 nur ein Bogey ausgeht, startet er sogar, wie auch sein Namensvetter Marcel Schneider, nur mit der 76 (+4) und Rang 92 ins Turnier.
