Vieles möglich

Jeremy Paul, Matti Schmid und auch Thomas Rosenmüller halten bei den Birdiefestspielen der Puerto Rico Open ansehnlich mit und haben im Grand Reserve GC von Rio Grande alle Chancen die Woche mit einem Topergebnis zu beenden.

Matti Schmid, Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul sind am Nebenschauplatz von Puerto Rico im Golfeinsatz. Das 4 Millionen Dollar-Turnier in Rio Grande ist mit 300 Punkten für den Sieger zugleich der kleinste Fisch am jährlichen PGA Tour-Kalender. Vor allem für Paul und Rosenmüller jedoch eine Riesenchance sich in der stärksten Golfliga der Welt zu etablieren. Matti Schmid gab zuletzt mit Platz 18 in Florida ein kräftiges Lebenszeichen von sich.

Kurz nach einer Regenunterbrechung startet Jeremy Paul am Donnerstag Nachmittag ins Geschehen und drückt nach zwei anfänglichen Pars gehörig aufs Tempo. Trotz eines versandeten Drives geht sich auf der 3 das erste Birdie aus, womit er sich selbst den entscheidenden Funken gibt und gleich noch vier weitere rote Einträge nachlegt. Rund um den Turn geht er es dann etwas ruhiger an, drückt mit den nächsten Birdies am Par 5 der 11 und dem Par 3 der 15 aber wieder aufs Tempo und kann so auch ein zwischenzeitliches Bogey durchaus verkraften. Zwei Löcher vor Schluss muss er dann jedoch die Runde aufgrund der diffusen Lichtverhältnisse beenden, findet am Freitag aber sofort wieder stark zurück und beendet den Auftakt mit spätem Par 3 Birdie sogar mit der 65 (-7).

Jeremy PaulNur wenige Minuten nach Ende der ersten Runde, steht Jeremy auch schon wieder in der 10. Teebox um Runde 2 in Angriff zu nehmen. Das gute Gefühl kann er dann auch sichtlich mitnehmen, denn mit Birdies auf den Par 5 Löchern der 11 und 14 bleibt er dem Spitzenfeld weiterhin voll erhalten. Dank eines dritten roten Eintrags auf der 16 bringt er sich dann sogar in den Titelkampf. Mit einem Par 3 Bogey danach bremst er sich zwar erstmals etwas aus, egalisiert den Faux-pas aber postwendend noch vor dem Turn auf der 18 wieder. Schon auf der 2 muss er dann den nächsten Schlagverlust verdauen, den er aber erneut bestens wegsteckt und mit gleich drei Birdies danach mehr als wettmacht. Am Schlussloch erwischt es ihn dann nach einem Wasserball zwar noch mit einem Par 5 Bogey, nach der 68 (-4) startet er aber als 7. aus mehr als vielversprechender Verfolgerposition ins Wochenende.

Schmid ebenfalls vielversprechend unterwegs

Nach starker Annäherung stopft Matti Schmid gleich auf der 10 den ersten Birdieputt, muss danach jedoch aufgrund eines heftigen Regenschauers wieder die Sachen packen. Aus der Ruhe bringt ihn die Verzögerung aber nicht, denn bis zur 8 legt er gleich noch vier Birdies nach. Erst kurz vor dem Turn erwischt es ihn dann nach verpasstem Up & Down auch mit dem ersten Fehler. Zwar geht sich schon am Par 3 der 2 das nächste Birdie aus, den beeindruckenden Schwung der Anfangsphase kann er jedoch nicht mehr etablieren. Da er aber auf beiden Par 5 Löchern der vorderen Platzhälfte noch Birdies findet, geht sich am Ende die durchaus starke 65 (-7) aus, die ihn im absoluten Spitzenfeld mitmischen lässt.

Matti SchmidDer zweite Arbeitstag beginnt für Matti nach verpasstem Up & Down mit einem Bogey zwar alles andere als prickelnd, allerdings gleicht er sein Score gleich am darauffolgenden Par 3 wieder aus und gibt sich mit dem ersten Birdie selbst sozusagen die Initialzündung. Bombensicher präsentiert er sich in Folge und holt sich bei fehlerlosem Spiel gleich noch fünf weitere Birdies ab, womit er zur Halbzeit der Runde sogar bis an die Spitze stürmt. Auf den hinteren Neun wird es dann etwas farbenfroher, denn nach weiterem Par 5 Birdie auf der 11 machen es sich plötzlich auch zwei Bogeys bequem. Zwar steuert er am letzten Par 5 der Runde wieder gegen, tritt sich am Schlussloch aus dem Grübunker aber sogar ein Doppelbogey ein und muss sich so mit der 69 (-3) zufrieden zeigen. Trotz des wilden Ritts am Schlussloch cuttet er aber als 18. ohne jegliche Probleme und hätte wohl auch ein Topergebnis noch recht klar in Reichweite.

Rosenmüller Hand in Hand mit Landsmann Schmid

Die Däumchendreherei während der Regenpause scheint Thomas Rosenmüller nichts ausgemacht zu haben, denn ganz souverän beginnt er die Runde und nimmt vom Par 5 der 14 schließlich das erste Birdie mit. Direkt nach dem Turn hat er dann wieder Grund zu jubeln, ehe es ihn mit einem Doppelbogey richtig heftig erwischt. Am Par 5 der 6 drückt er sein Score dann wieder unter Par und legt am Par 3 danach sofort weiter nach. Kurz vor Ende muss auch er dann vorerst die Sachen packen und kann die Runde erst am Freitag in den Morgenstunden beenden. Die Fortsetzung beginnt mit Birdie dann zwar gut, nach abschließendem Fehler muss er sich jedoch mit der 70 (-2) anfreunden, die ihm bereits einen Rückstand auf die erwartete Cutmarke aufbrummt.

Thomas RosenmüllerDas abschließende Par 5 Bogey in den Morgenstunden hat bei Thomas sichtlich keine Spuren hinterlassen, denn nach anfänglichen zwei Pars, drückt er bei der zweiten Umrundung mit einem roten Quartett von der 3 weg gehörig aufs Tempo. Danach reißt der unglaubliche Birdieschwung zwar etwas ab, mit Pars macht er aber nichts verkehrt und biegt so bei 4 unter Par auf die Backnine ab. Dort lässt er dann am Par 5 der 11 sogar den Adler landen und kann so ein darauffolgendes Bogey recht locker verschmerzen. Mit Fortdauer findet er dann noch zwei weitere Birdies, unterschreibt so die 65 (-7) und teilt sich damit die Ausgangslage mit Landsmann Matti Schmid.

Rasmus Neergaard-Petersen (DEN) biegt bei gesamt 15 unter Par als Leader ins Wochenende ab.

Leaderboard Puerto Rico Open

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