Stephan Jäger steigert sich am Freitag in Bay Hill zwar zu einer 72 (Par), bei generell besseren Scores reicht dies jedoch nicht um auch am Wochenende bei den Arnold Palmer Invitational noch abschlagen zu dürfen.
Bay Hill zog Stephan Jäger zum Auftakt am Donnerstag im trickreichen Wind buchstäblich den Zahn, denn mit einer 78 (+6) kam der einzige Deutsche im Feld in Orlando ziemlich unter die Räder. Als nur 58. im lediglich 72 Mann starken Feld muss er nun am Freitag zwingend etwas zulegen, denn obwohl das Turnier als elitäres Signature Event gilt, wird aufgrund des Invitational-Status dennoch ein Cut gezogen. Nur die Top 50 und alle Spieler innerhalb von zehn Schlägen zur Spitze steigen am Freitag Abend ins Wochenende auf, womit klar ist, dass sich der Bayer zumindest ein wenig steigern muss um nicht bereits nach 36 Löchern auf der Strecke zu bleiben.
Gleich auf der 1 bringt er sich dann zwar etwas in Bedrängnis, zieht sich mit einem souveränen Up & Down aber noch aus der Affäre. Bereits am darauffolgenden Par 3 hat er dann erstmals Grund zu jubeln, nachdem aus knapp vier Metern der Birdieputt den Weg ins Ziel findet, womit er sich auch rasch auf Cutkurs bringt. Zwar hat er auch danach vorerst alles unter Kontrolle, kann jedoch von keinem der beiden Par 5 Löcher der Frontnine weitere Birdies mitnehmen.
Aufholjagd gelingt nicht mehr
Auf der 8 droht es dann erstmals unangenehm zu werden, denn nach verzogenem Drive erreicht er erst mit dem dritten Schlag das Grün. Auf den 14. Schläger kann er sich aber zum Glück voll verlassen, kratzt ihm dieser doch aus rund zehn Metern noch ein weiteres Par auf die Scorecard. Das geht sich schließlich auf der 9 aber nach versandetem Approach nicht mehr aus, was ihn nur bei Level Par und mit etwas Rückstand auf die erwartete Cutmarke auf die Backnine abbiegen lässt. Dort bekommt er dann gleich wieder Sand ins Getriebe und driftet so sogar in den Plusbereich ab, womit das rettende Cut-Ufer langsam aber sicher in unangenehme Ferne rückt.
Nach dem Bogey-Intermezzo findet er aber wieder die Stabilität und dreht sein Score dank eines starken Wedges am Par 5 der 12 wieder zurück auf Anfang. Richtig ins Rollen bringt ihn jedoch auch dieses Erfolgserlebnis nicht, wie das nächste Bogey nach verzogenem Tee Shot am Par 3 der 14 unangenehm beweist. Stephan bündelt im Finish aber noch einmal die Kräfte und holt sich aus drei Metern abermals rasch wieder den Ausgleich ab. Auf den letzten Löchern will dann nichts Zählbares mehr gelingen, weshalb sich Stephan nach der 72 (Par) mit einem freien Wochenende anfreunden muss.
Shane Lowry (IRL) setzt sich mit einer 67 (-5) an die Spitze und startet bei gesamt 8 unter Par als Führender in den Moving Day.
