Während Marcel Siem und Freddy Schott zum Auftakt der Magical Kenya Open mit 67er (-4) Runden glänzen, erwischt es Nicolai Von Dellingshausen, Tiger Christensen und Max Kieffer mit hohen Nummern im Muthaiga GC ziemlich unangenehm.
Gleich sieben Deutsche gehen in dieser Woche in der Höhenlage Nairobis auf Birdiejagd und wollen dem afrikanischen DP World Tour Event in der Haupstadt Kenias ihren Stempel aufdrücken. So richtig wollte es in dieser Saison für Deutschlands Gilde noch nicht laufen, denn derzeit sind lediglich Freddy Schott und Marcel Schneider unter den Top 50 des Race to Dubai zu finden. Beim 2,5 Millionen Event wird es vor allem auf die Abschläge ankommen, da auf dem engen Terrain verzogene Drives durchaus kostspielig werden könnten.
Mit früher Startzeit hat Freddy Schott auf den Frontnine absolut alles im Griff, denn nach souveränem Beginn holt er sich am Par 5 der 4 das erste Birdie ab. Auch danach zeigt er starkes Golf, verpasst zwar auf der zweiten langen Bahn noch das nächste Erfolgserlebnis, holt dieses jedoch postwendend nach und biegt so bei -2 zur 10 ab. Kaum auf den hinteren Neun angekommen legt der 23-jährige die nächsten Birdies nach und macht es sich so endgültig im absoluten Spitzenfeld bequem. Zwar bremst er sich auf der 15 selbst etwas aus, den kleinen Faux-pas bessert er am Par 5 Schlussloch aber noch aus und bringt so zum Auftakt die sehenswerte 67 (-4) und Rang 10 in trockene Tücher.
Auch Siem und De Bruyn mit gutem Start
Gleich am Par 5 der 10 schnappt sich Marcel Siem ein anfängliches Birdie und legt nach einer kleinen Parserie auf der 15 weiter nach. Zwar schleicht sich am Par 3 der 16 dann auch ein erster Fehler ein, diesen bessert er aber noch vor dem Wechsel auf die Frontnine am Par 5 der 18 wieder aus und mischt so zur Halbzeit der Auftaktrunde im richtigen Bereich mit. Nach dem Turn hält er Fehler dann generell konsequent fern und drückt mit einem Zwischensprint in Form zweier Birdies auf der 3 und dem Par 5 der 4 erneut das Tempo an. Da sich dann auch das letzte Par 5 der Runde als gewinnbringend entpuppt, zieht er sogar ins absolute Spitzenfeld nach vor. Erst ein abschließendes Bogey auf der 9 macht ihm dann noch einen kleinen Strich durch die Rechnung, mit der 67 (-4) teilt er sich die gute Ausgangslage aber mit Landsmann Freddy Schott.
Für Jannik De Bruyn beginnt das Nairobi-Abenteuer mit einem Bogey nicht wirklich nach Plan. Immerhin stabilisiert er danach rasch sein Spiel, gibt den zwischenzeitlichen Ausgleich jedoch auf der 8 wieder aus der Hand. Dank eines weiteren Birdies kommt er aber bei Level Par zum Turn. Nachdem dann auch das Par 5 der 10 einen roten Eintrag springen lässt, drückt er sein Score erstmals sogar unter Par. Die Freude währt zwar nur kurz, da er sich schon auf der 12 auch den nächsten Fehler einfängt, im Finish findet er aber neben einem weiteren Bogey gleich noch drei Birdies, womit sich sogar noch die 70 (-2) und Rang 33 ausgeht.
Zunächst kann Marcel Schneider so gar nicht an seine zuletzt so sehenswerten Leistungen anknüpfen, denn mit einer der letzten Startzeiten hält er nach sieben gespielten Löchern bereits bei 3 über Par. Erst mit einem Birdie auf der 17 gibt er sich selbst etwas die Initialzündung und gleicht schließlich mit zwei weiteren roten Einträgen nach dem Turn sein Score wieder aus. Am Ende leuchtet so die 71 (Par), womit er sich als 65. zumindest „on the number“ noch auf Cutkurs bringt.
Der Cutmarke hinterher
Für Nicolai Von Dellingshausen mit der 73 (+2) (101.), Tiger Christensen mit der 74 (+3) (113.) und Max Kieffer mit der 75 (+4) (122.) beginnen die Magical Kenya Open nur ziemlich durchwachsen. John Parry (ENG) und Benjamin Hebert (FRA) teilen sich nach 63er (-8) Runden die Führungsrolle.
