Marcel Siem findet am Freitag beim Qatar Masters nach dem Turn das richtige Rezept für den Doha GC und sprintet mit einer 67 (-5) souverän ins Wochenende. Auch Max Kieffer, Marcel Schneider und Nicolai Von Dellingshausen dürfen bereits Punkte und Preisgeld einplanen.
Deutschlands Gilde ging zum Auftakt im trickreichen Wind von Doha nicht wirklich vieles leicht von der Hand, denn rote Scores waren am Donnerstag komplette Fehlanzeige. Immerhin brachten sich mit Yannik Paul, Max Kieffer und Nicolai Von Dellingshausen drei Akteure in schwarz-rot-gold mit 72er (Par) Runden auf Cutkurs. Marcel Schneider und Co müssen am Freitag teils gehörig zulegen um beim Abschluss des Desert Stretches nicht leer auszugehen.
Marcel Siem beginnt mit Birdie zwar nach Maß, kann jedoch nicht zusetzen und rutscht aufgrund eines Bogeydoppelpacks noch vor dem Turn sogar in den Plusbereich ab. Rund um den Turn sammelt sich der Routinier dann aber, was sich zu Beginn der Backnine schon am Par 5 der 10 im Ausgleich niederschlägt. Auf den Geschmack gekommen krallt er sich kurz danach schon das nächste Birdie und wirft damit den Motor so richtig an, denn bis zum Ende notiert er gleich noch vier weitere rote Einträge. Derart stark marschiert er sogar mit der knallroten 67 (-5) zurück ins Clubhaus und zieht damit sogar bis ins solide Mittelfeld auf Rang 34 nach vor.
In selber Position
Mit einem gelochten Bunkerschlag zum Eagle beginnt Marcel Schneider seinen zweiten Arbeitstag spektakulär, allerdings schläft sein Spiel in Folge ziemlich ein. Bis auf ein Bogey nach verpasstem Up & Down auf der 6 will nichts großartiges mehr vor dem Turn gelingen. Bei 1 unter Par bringt er sich aber immerhin auf Cutkurs. Kaum auf den Backnine angekommen schnappt er sich dann das nächste Birdie, dass er jedoch auch prompt wieder verspielt. Danach hält er weitere Probleme aber gekonnt fern, schnappt sich auf der 14 und der 16 noch zwei Schlaggewinne und bringt so die 69 (-3) in trockene Tücher, die ihn souverän ins Wochenende cutten lässt.
Ganz souverän findet Max Kieffer bei durchaus trickreichen Windverhältnissen am Nachmittag in die Runde und macht mit einer anfänglichen Parserie rein gar nichts verkehrt. Am kurzen Par 4 der 16 legt er den Abschlag dann knapp vor dem Grün ab und holt sich mit Chip und Putt sein erstes Birdie. Noch vor dem Turn legt er dann am Par 5 der 18 ein weiteres nach und verschafft sich so doch angenehm Luft zur erwarteten Cutmarke. Am Par 5 der 1 legt er dann noch weiter nach, ehe der starke Schwung wieder etwas abebbt. Auf der 7 muss er schließlich auch noch ein Bogey einstecken, nach der 70 (-2) teilt er sich aber die Ausgangslage mit seinen Landsmännern Marcel Siem und Marcel Schneider.
Nach zwei anfänglichen Pars erwischt es Nicolai Von Dellingshausen am Par 3 der 3 mit einem Dreiputtbogey erstmals unangenehm. Der Konter lässt zwar nicht lange auf sich warten, schon auf der 6 driftet er nach verpasstem Up & Down jedoch abermals in dne Plusbereich ab und läuft so zur Halbzeit der gezogenen Linie etwas hinterher. Auch auf den hinteren Neun macht er sich zunächst das Leben etwas schwer, denn ein Par 5 Birdie auf der 10 radiert er sich prompt auf der 11 wieder aus. Erst danach stellt sich ein wirklich gewinnbringender Rhythmus ein, der ihm am Par 3 der 13 und der 14 auch einen roten Doppelpack beschert. Da er die Runde souverän zu Ende spielt, darf er nach der 71 (-1) und als 52. so bereits mit dem Wochenende planen.
Leer ausgegangen
Mit zwei schnellen Birdies am Par 5 der 1 und dem Par 3 der 3 findet Yannik Paul hervorragend in den Tag, allerdings ziehen mit Fortdauer doch einige dunkle Wolken auf der Scorecard auf. Von der 6 weg verliert der 30-jährige total den Rhythmus, tritt sich gleich drei Fehler ein und kommt so nur im zarten Plusbereich zum Turn. Nachdem er am Par 5 der 10 dann das Birdie verpasst und sich danach noch zwei weitere Fehler eintritt, hilft ihm am Ende nicht einmal ein Birdiedoppelschlag auf der 15 und 16 noch weiter. Nach Runden von 72 (Par) und 73 (+1) Schlägen geht sich das Wochenende in Doha nicht mehr aus.
Von Beginn an bläst Alex Knappe am Freitag zur Aufholjagd und liegt bereits nach drei gespielten Löchern bei 2 unter Par. Zwar bremst er sich mit einem Par 3 Bogey auf der 13 einigermaßen ein, mit einem roten Doppelpack auf der 16 und dem Par 3 der 17 intensiviert er das Tempo aber wieder und pirscht sich immer näher an die Wochenendmarke heran. Nach dem Turn hat er dann jedoch mit viel Leerlauf zu kämpfen und nach einem späten Bogey muss er sich schließlich mit der 70 (-2) anfreunden, womit er den Cut aufgrund der verpatzten Auftaktrunde recht deutlich verpasst
Jannik De Bruyn zeigt sich auf fehlerlosen Frontnine mit zwei Birdies zwar verbessert, kommt der Cutmarke nach der verpatzten Auftaktrunde bislang jedoch nur ein wenig näher. Nach einer langen Parserie erwischt es ihn im Finish dann sogar mit gleich drei Bogeys ziemlich heftig, was mit der 73 (+1) schließlich in einem deutlich verpassten Wochenende mündet. Brandon Robinson Thompson (ENG) startet bei gesamt 10 unter Par als Leader in den Moving Day.
