Max Kieffer und Nicolai Von Dellingshausen stemmen bei den Ras Al Khaimah Championship den Cut und gehen so beim 2,5 Millionen Event im Al Hamra GC auch am Wochenende noch in der Wüste auf Birdiejagd.
Freddy Schott knüpfte gleich bei seinem ersten Turniereinsatz 2025 an die starken Leistungen vor Weihnachten an, denn im extrem zähen und anspruchsvollen Wind notierte der 23-jährige zum Auftakt eine 70 (-2) und nimmt die 2. Runde so wie Landsmann Max Kieffer, dem sogar eine 69 (-3) gelingt, aus durchaus vielversprechender Position in Angriff. Auch Nicolai Von Dellingshausen und Marcel Schneider sind im Al Hamra GC nach den ersten 18 Löchern auf einem guten Weg. Jannik De Bruyn und Co müssen sich am Freitag bereits steigern.
Bei ein wenig besseren Windverhältnissen als noch am Donnerstag Nachmittag hat Max Kieffer einige Schwierigkeiten einen richtig gewinnbringenden Rhythmus zu etablieren, denn gleich von der 2 weg wird es mit Bogey-Birdie-Bogey ziemlich bunt auf der Scorecard. Auch danach geht ihm nicht vieles wirklich leicht von der Hand, immerhin findet er neben einem dritten Schlagverlust auch noch ein Birdie und kommt so noch klar im Cutbereich zum Turn. Rund um den Turn schärft Max dann den Fokus so richtig, hält die gesamten Backnine über seine Scorecard sauber und krallt sich auf der 12, dem Par 5 der 14 und dem Par 3 der 15 noch drei rote Einträge. Damit packt er auf die 69 (-3) vom Vortag eine 70 (-2) drauf und cuttet so als 15. und klar in Schlagdistanz zu den Top 10 ins Weekend.
Am schwierigen Stretch der Löcher 10 bis 12 erwischt es Nicolai Von Dellingshausen aus dem Grünbunker am Par 3 der 11 mit einem frühen ersten Bogey. Danach stabilisiert er jedoch sein Spiel und drückt sein Tagesergebnis mit einem roten Doppelpack am Par 5 der 14 und dem darauffolgenden Par 3 sogar unter Par. Erst ein weiterer Fehler auf der 16 bremst den Vorwärtsdrang dann wieder einigermaßen ab. Der 32-jährige hat in Folge jedoch absolut alles im Griff und lässt mit über weite Strecken sehr sicheren Pars gar keine Diskussionen mehr aufkommen. Am Ende marschiert er mit der 72 (Par) zum Recording und stemmt damit als 55. „on the number“ den Cut.
Leer ausgegangen
Jannik De Bruyn startet zwar durchwegs solide in den zweiten Spieltag, läuft jedoch die gesamten Frontnine über vergeblich einem ersten Erfolgserlebnis hinterher. Da sich dann kurz vor dem Turn mit zu forschem ersten Putt ein Bogey einschleicht, rutscht die Cutmarke sogar in unangenehme Ferne. Auf den hinteren neun Löchern hält er weitere Fehler dann aber konsequent fern und holt sich auf der 12 und dem Par 5 der 14 auch zwei Birdies ab. Am Ende geht sich so immerhin noch die 71 (-1) aus, was schließlich jedoch knapp um einen Schlag nicht fürs Wochenende reicht.
Aus drei Metern holt sich Marcel Schneider gleich auf der 10 ein anfängliches Birdie ab, muss nach verpasstem Up & Down jedoch schon auf der 12 den Ausgleich einstecken. Das Bogey kostet auch komplett den Rhythmus, denn bis zum Turn tritt sich der Routinier gleich noch zwei weitere Fehler ein und biegt so sogar nur hinter der erwarteten Cutmarke auf die Frontnine ab. Dort arbeitet er sich mit roten Einträgen auf der 2 und der 5 zwar wieder heran, da er die Runde jedoch nach vergeblichem Scrambling auf der 9 nur mit einem Bogey beendet, unterschreibt er lediglich die 73 (+1) und teilt sich so das Schicksal mit Landsmann Jannik De Bruyn.
Auch weiterhin präsentiert sich Freddy Schott zwar sehr souverän und hält auch am Freitag wieder Fehler gekonnt von der Scorecard fern, die besseren Verhältnisse kann er zumindest auf den Frontnine jedoch noch nicht in Zählbares ummünzen. Gleich neun Pars in Folge reiht der 23-jährige aneinander, womit er im Klassement doch einigermaßen spürbar abrutscht. Auch auf den hinteren Neun will am zweiten Spieltag nicht viel gelingen und da er sich aus dem Grünbunker am Par 3 der 15 ein Bogey einfängt und danach mit wild weggeballertem Drive sogar in ein Doppelbogey schlittert, rutscht er sogar hinter die Cutmarke zurück. Im Finish stolpert er dann sogar in noch einen Fehler und verpasst so am Ende mit der 76 (+4) doch recht klar das Weekend.
Wie ausgewechselt präsentiert sich Yannik Paul bereits auf den Backnine und macht mit zwei Par 5 Birdies immerhin bereits zwei Schläge zur Halbzeit der Runde gut. Nach dem Turn legt er dann weiter nach, tritt sich jedoch mit Fortdauer auch zwei Fehler ein. Schlussendlich notiert er zwar mit der 70 (-2) eine um Längen bessere Runde als noch am ersten Spieltag, der Cut geht sich damit jedoch recht deutlich nicht mehr aus.
Zwar päsentiert sich Marcel Siem am Freitag deutlich sicherer als noch beim wilden 78er Ritt am Donnerstag, mit neun Pars in Folge kommt er nach den Backnine der gezogenen Linie aber noch nicht näher. Erst ab der 2 wird es dann auf der Scorecard farbenfroher, wie drei Birdies und ein dazwischengequetschtes Bogey untermauern. Am Ende geht sich so zwar die 70 (-2) aus, nach dem verpatzten Auftakt geht er in Ras Al Khaimah jedoch leer aus.
Marcus Armitage (ENG) verteidigt mit einer 69 (-3) seine Führungsposition und startet bei gesamt 12 unter Par und mit zwei Schlägen Vorsprung auf die ersten Verfolger in den Moving Day.
