Matti Schmid hat am Freitag bei der Farmers Insurance Open bei stürmischen Verhältnissen zwar alle Hände voll zu tun, arbeitet sich am North Course aber regelrecht ins Wochenende und wird so am Sonntag erstmals in der neuen Saison im FedEx-Cup anschreiben. Stephan Jäger, Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller bleiben in Torrey Pines bereits am Freitag auf der Strecke.
Zwar präsentierte sich Stephan Jäger auf den Frontnine des majorerprobten South Course zum Auftakt durchaus stark, nach dem Turn fand der Houston Champion aber kein wirkliches Rezept mehr für die Par 72 Wiese und musste sich schlussendlich mit einer nur leicht geröteten 71 (-1) begnügen. Damit startet der Bayer wie sein Landsmann Matti Schmid, der in dieser Saison noch auf das erste zählbare Ergebnis auf der PGA Tour wartet, nur gerade mal so auf Cutkurs in den zweiten Spieltag.
Deutschlands Aufsteiger Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller müssen nach tiefschwarzen Auftaktrunden bereits gehörig zulegen um in San Diego nicht leer auszugehen. Alle vier deutschen Akteure sind am Freitag am etwas scorefreundlicheren North Course unterwegs.
Anders als erhofft lässt das anfängliche Par 5 der 10 für Matti Schmid bei von Beginn an richtiggehend stürmischen Verhältnissen kein Birdie springen und da sich kurz danach am ersten Par 3 nach verzogenem Tee Shot sogar ein Bogey einschleicht, rutscht er rasch hinter die gezogene Linie zurück. Auch danach hat der 27-jährige ziemlich zu kämpfen und da auch das zweite Par 3 einigermaßen daneben geht und er die gesamten Backnine über keine Antwort weiß, rückt das rettende Cut-Ufer in doch ziemlich unangenehme Ferne.
Immerhin schärft Matti nach und nach sein Visier und findet schließlich am Par 3 der 3 auch das erste Birdie, dass er sich jedoch prompt wieder torpediert. Zwei weitere Erfolgserlebnisse kurz danach pushen ihn dann aber zurück auf Level Par und damit auch auf Kurs in Richtung Wochenende. Selbst ein weiterer Fehler am Par 3 der 8 bringt ihn nicht mehr aus dem Konzept und nach abschließendem Par 5 Birdie unterschreibt er die 72 (Par), was als 26. am Ende doch locker reicht um erstmals im neuen Wertungsjahr anschreiben zu können.
Weekend verpasst
Nach zwei anfänglichen Pars nimmt der Bogeyexpress bei Stephan Jäger so richtig Fahrt auf, denn vom Par 3 der 12 weg läuft so gut wie gar nichts mehr zusammen, was sich in gleich drei Schlagverlusten en-suite manifestiert. Zwar geht sich danach am zweiten Par 3 auch das erste Birdie aus, nachdem er danach jedoch erst mit dem dritten Schlag das Grün erreicht und noch dazu drei Putts benötigt, leuchtet sogar ein Doppelbogey auf, was ihn endgültig wild abrutschen lässt.
In ganz ähnlicher Tonart findet die Runde auch auf den hinteren neun Löchern ihre Fortsetzung, denn nach zwei Pars, driftet er mit dem nächsten schwarzen Doppelpack noch weiter im Klassement ab. Zwar kämpft er sich mit zwei Birdies noch etwas zurück, mehr als die 76 (+4) und ein Missed Cut gehen sich aber nicht aus.
Rookies gehen leer aus
Jeremy Paul
und Thomas Rosenmüller können sich auch am Freitag im gemeinsamen Flight nicht wirklich pushen. Paul kontert zwar immerhin zwei frühe Fehler wieder aus, während Rosenmüller seinerseits auf zwei Bogeys keine Antworten parat hat, wirklich näher kommt er der Cutmarke damit jedoch noch nicht. Das Bild ändert sich auch auf den zweiten neun Löchern nur unwesentlich. Am Ende kämpft sich Jeremy zwar noch zu einer 73 (+1), der Cut ist damit aber klar außer Reichweite. Thomas Rosenmüller notiert gar nur eine 78 (+6).
Ludvig Aberg (SWE) und Lanto Griffin (USA) starten bei gesamt 6 unter Par als Co-Leader in den Moving Day.
