Keinen Polster erspielt

Stephan Jäger und Matti Schmid bringen sich bei der Farmers Insurance Open am South Course von Torrey Pines zwar auf Cutkurs, Polster können sich die beiden aber keinen erspielen. Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller werden ziemlich hart abgeworfen.

Nach dem Traumstart in Honolulu, wo Stephan Jäger lediglich ein einziger Schlag auf seinen zweiten PGA Tour Titel fehlte, startet der Bayer durchaus im engeren Kreis der Titelanwärter in die Farmers Insurance Open. Nachdem Sepp Straka (AUT) in der Vorwoche die American Express dominierte, wäre er mit einem Sieg sogar der zweite deutschsprachige Spieler auf der stärksten Tour der Welt innerhalb von nur einer Woche.

Gänzlich anders stellt sich die Ausgangslage für Landsmann Matti Schmid dar. Nach einem Missed Cut beim ersten Saisonstart auf Hawaii, zeigte er in La Quinta am Donnerstag mehr als nur gute Ansätze, mit durchwachsenen Runden danach ging er jedoch erneut leer aus. Nach zwei Nullnummern würde es dem Selbstvertrauen somit sicherlich einen Boost geben, sollte sich in San Diego das erste zählbare Ergebnis heuer ausgehen.

Die beiden deutschen Rookies Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller präsentierten sich zwar konkurrenzfähig und zeigten, dass sie auf der Tour angekommen sind, beide benötigen jedoch auf jeden Fall noch Topergebnisse um auch im Frühjahr und Sommer bei den Megaturnieren mitmischen zu dürfen. Gespielt wird in San Diego traditionell auf zwei Kursen, wobei der majorerprobte South Course von Torrey Pines ganz klar das Prunkstück des Events darstellt.

Konträre Hälften

Alle vier deutschen sind zum Auftakt gleich am berühmten Par 72 Gelände unterwegs und Stephan Jäger hat eben diesen auf den Frontnine auch besten im Griff. Zunächst lässt er mit über weite Strecken soliden Pars nichts anbrennen und sorgt schließlich am Par 5 der 6 für ein erstes echtes Highlight, da aus fünf Metern der Eagleputt fällt. Nachdem sich dann kurz vor dem Turn auf der zweiten langen Bahn noch ein Birdie ausgeht, biegt er sogar bei -3 auf die hintere Platzhälfte ab.

Stephan JägerDort zeigt er dann zwar weiterhin eine über weite Strecken sehr solide Leistung, Birdie will sich aber kein weiteres mehr ausgehen. Angesichts eines verpatzten Finishes fällt dies einigermaßen schwer ins Gewicht, denn sowohl auf der 15 als auch auf der 17 kann er sich nicht mehr zu Pars scramblen und bringt so am Ende gar nur die 71 (-1) ins Clubhaus, womit er sich als 65. gerade mal noch so auf Cutkurs bringt.

Auch Schmid mit der 71

Anders als sein Landsmann muss sich Matti Schmid nicht lange in Geduld üben, da bereits auf der 2 nach starker Annäherung das erste Birdie gelingt. Nach recht souveränen Pars kann er dann am Par 5 der 6 weiter nachlegen, ehe es ihn auf der 7 schließlich nach überschlagenem Grün auch mit dem ersten Bogey erwischt.

Den Fehler steckt er aber gut weg, lässt sich nicht beirren und stellt direkt nach dem Turn mit einem gefühlvollen Putt aus knapp acht Metern den alten Zwischenstand von -2 wieder her. Ausgerechnet das Par 5 der 13 hängt ihm dann nach verpasstem Up & Down noch ein Bogey um, bremst den Schwung so ziemlich ab und ermöglicht am Ende nur die 71 (-1).

Thomas RosenmüllerAbgeschlagen zurück

Die beiden Rookies Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller können am South Course zu keiner Zeit mit ihren Landsmännern auch nur halbwegs Schritt halten. Beide haben hart zu kämpfen, was sich bei Paul schließlich in einer 76 (+4) (Rang 138) und bei Rosenmüller in einer 77 (+5) (Platz 146) niederschlägt. Ludvig Aberg (SWE) diktiert am North Course zum Auftakt das Tempo und krallt sich mit einer 63 (-9) die Führungsrolle.

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