Matti Schmid glänzt zum Auftakt der American Express zwar mit einer hervorragenden Birdiequote, lässt am Nicklaus Tournament Course mit abschließendem Doppelbogey aber sogar noch deutlich besseres als die 67 (-5) liegen. Stephan Jäger findet für den Stadium Course kein wirklich passendes Rezept und bringt nur dank später Erfolgserlebnisse noch eine 71 (-1) in trockene Tücher.
Nachdem der Saisonstart für Matti Schmid in der Vorwoche in Honolulu mit einem Missed Cut alles andere als geplant verlief, hofft der 28-jährige in Kalifornien nun auf mehr Spielglück und auch auf die ersten Punkte im neuen FedEx-Cup. Diesmal hält Matti auch die deutschen Farben nicht alleine hoch, denn auch Stephan Jäger steht in La Quinta in den Teeboxen und gibt sein Saisondebüt.
Für den Bayer, der sich aufgrund der Geburt seines Kindes Ende letzter Saison etwas rar machte, geht es neben einem starken Jahresauftakt auch darum sich in der Weltrangliste wieder weiter nach vorne zu arbeiten, rutschte er mittlerweile doch bereits bis auf Rang 114 ab. Wie gewohnt werden die American Express mit dem Pete Dye Stadium Course, dem La Quinta CC und dem Nicklaus Tournament Course auf drei Kursen gespielt, wobei der Cut das Feld erst am Samstag trennt.
Matti Schmid hat zum Auftakt den Nicklaus Tournament Course vor der Brust und startet mit nach starkem Eisen ins Grün gleich mit einem Birdie ins Turnier. Lange muss er sich auch danach nicht in Geduld üben, geht sich doch trotz eines verfehlten Fairways am Par 5 der 4 rasch das nächste Erfolgserlebnis aus. Auch danach hat er weiterhin alles fest im Griff, holt sich zwei Löcher später auch vom zweiten Par 5 der Frontnine ein Birdie ab und bleibt so weiterhin in Schlagdistanz zu den Top 10.
Den Schwung nimmt er auch volley auf die hinteren Neun mit, denn mit den nächsten Birdies auf der 10 und dem Par 5 der 11 hält er beim allgemeinen Birdiewettschießen perfekt mit und da er dann kurz danach auf der 13 und der 14 sogar den nächsten Doppelpack schnürt, mischt er endgültig im absoluten Spitzenfeld mit. Ausgerechnet am Par 5 danach fängt er sich dann nach gewasserter Attacke auch das erste Bogey ein, bessert dieses aber immerhin postwendend wieder aus. Am Schlussloch erwischt es ihn dann nach erzwungenem Drop aber sogar noch mit einem Doppelbogey, weshalb sich statt der 65 schließlich "nur" eine 67 (-5) ausgeht, was ihm angesichts der enorm tiefen Scores noch etliche Ränge kostet und ihn lediglich als 51. in den Freitag starten lässt.
Stephan Jäger ohne Rezept
Stephan Jäger erwischt im Stadium Course nicht den erhofften Beginn, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 2, tritt er sich mit einem Dreiputt auf der 3 sogar ein frühes Bogey ein, was ihn rasch in den dreistelligen Leaderboardbereich abdriften lässt. Der Probleme nicht genug fängt er sich am darauffolgenden Par 5 nach gewassertem Tee Shot sogar ein Doppelbogey ein und legt so richtiggehend einen Start zum Vergessen hin. Immerhin gehen sich auf der 16 aus acht und auf der 18 aus fünf Metern schließlich auch die ersten Birdie aus, womit er sich Stück für Stück wieder etwas zurück kämpft.
Das gute Gefühl geht nach dem Turn dann aber wieder verloren und nach einem verpassten Up & Down auf der 12, driftet er im Klassement sogar wieder weiter ab. Nachdem sich jedoch auf beiden Par 5 Löchern dann noch Birdies ausgehen und er auch aus der 18 noch einen Schlag quetscht, geht sich schlussendlich sogar noch eine 71 (-1) aus. Angesichts der megatiefen Scores - die Führung liegt dank Min Woo Lee (AUS) und Pierceson Coody (USA) bei 10 unter Par - ist so jedoch vom 118. Platz aus die erwartete Cutmarke bereits satte vier Schläge weit entfernt.

