Nicolai Von Dellingshausen mit starkem Auftakt in Dubai.
Nicolai Von Dellingshausen

Starker Auftakt ins Rolex Series Event

Nicolai Von Dellingshausen erwischt bei den Dubai Desert Classic mit einer 69 (-3) einen sehenswerten Auftakt. Auch Marcel Schneider und Freddy Schott wissen mit 71er (-1) Runden zu überzeugen. Mit Marcel Siem bringt sich auch der vierte des deutschen Quartetts im Emirates GC dank einer 72 (Par) recht komfortabel auf Cut-Kurs.

Bereits beim ersten Turniereinsatz 2026 präsentierte sich Marcel Siem in durchwegs ansprechender Form, verpasste er im nur 60-Mann starken Feld der Dubai Invitational doch nur hauchdünn sogar ein Topergebnis. Landsmann Nicolai Von Dellingshausen hatte da durchaus härter zu kämpfen, brachte aber immerhin eine ansehnliche Finalrunde zum Recording und stärkte so vor dem Rolex Series Event im Emirates GC wohl rechtzeitig das Selbstvertrauen. Mit Marcel Schneider und Freddy Schott stehen noch zwei weitere Deutsche in den Teeboxen und hoffen auf einen ansehnlichen Start ins neue Golfjahr.

Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen erwischt es gleich auf der 1 nach eingebunkertem Drive mit dem ersten Schlagverlust. Diesen bessert er mit Chip & Putt zwar bereits am Par 5 der 3 wieder aus, nachdem es sich jedoch nach verfehltem Grün am Par 3 der 4 sofort das nächste Bogey bequem macht, driftet er auch sofort wieder in den Plusbereich ab. Der Fehler schärft seinen Fokus in Folge aber spürbar, denn auf den verbleibenden Löchern der Frontnine lässt er nichts mehr anbrennen und spielt sich schließlich kaum auf den hinteren Neun angekommen dank einer gelungenen Grünattacke am Par 5 der 10 erneut auf Level Par zurück.

Das bringt den 33-jährigen endgültig ins Rollen, leuchten doch kurz danach auf der 12 und dem Par 5 der 13 gleich die nächsten Erfolgserlebnisse auf und da sich dann auch auf der 16 aus rund acht Metern ein Birdie ausgeht, spielt er sich sogar bereits bis ins absolute Spitzenfeld nach vor. Nach einem verfehlten Fairway lässt zwar das abschließende Par 5 dann nichts mehr springen, nach der starken 69 (-3) macht er es sich aber auf dem sehenswerten 5. Rang gemütlich und startet so aus hervorragender Position in den Freitag.  Den besten Start erwischt Francesco Molinari (ITA), der nach der 65 (-7) klar den Ton angibt.

Auch Schneider und Schott im roten Bereich

Marcel Schneider ist gleich mit allererster Tee Time unterwegs und hat die recht trickreichen Windverhältnisse dabei durchaus gut im Griff. Zwar verpasst er am anfänglichen Par 5 der 10 noch ein schnelles Birdie, lässt mit Pars aber nichts anbrennen und schlägt schließlich trotz versandeter Attacke auf der zweiten langen Bahn erstmals zu. Da er auch danach mit über weite Strecken solidem Spiel nichts anbrennen lässt, kommt er immerhin bei 1 unter Par im zartrosa Bereich zum Turn. Kaum auf den Frontnine angekommen sorgt er dann zwar sogar für ein echtes Highlight, nachdem trotz einer wild verzogenen Annäherung mit einem filmreifen Chip-in ein weiteres Birdie gelingt, nach verpasstem Sand Save und einem verzogenen Drive danach, rutscht er jedoch mit den ersten Fehlern sogar in Windeseile wieder auf Level Par zurück. Ein weiterer Faux-pas lässt dann auf der 6 sogar das Plus aufleuchten, ehe er sich zunächst aus sieben Metern am Par 3 der 7 wieder auf den Ausgangspunkt kämpft und schließlich nach weiterem Birdie aus 2,5 Metern auf 8 sogar noch eine 71 (-1) ins Clubhaus rettet, die ihn als 24. klar mit recht reellen Chancen auf ein Topergebnis übernachten lässt.

Zwar beginnt Freddy Schott das Turnier nach einem versandeten Approach nur mit einem Bogey, allerdings kämpft sich der 24-jährige nach starkem Putt auf der 2 und einem lasergenauen Eisen auf der 5 recht rasch sogar in den roten Bereich. Noch vor dem Turn wird sein Spiel dann jedoch wieder fehleranfälliger, wie ein verpasster Sand Save auf der 8 und ein Dreiputtbogey auf der 9 untermauern. Nachdem sich dann jedoch trotz einer eingebunkerten Attacke am Par 5 der 10 das nächste Birdie ausgeht, beendet er die kleine Schwächephase aber recht sehenswert. Zwar schleicht sich kurz danach auf der 12 nach verzogenem Drive der nächste Fehler ein, mit zwei darauffolgenden Birdies lässt er diesen aber rasch in Vergessenheit geraten und da sich dann auf der 17 sogar noch ein Schlaggewinn ausgeht, spielt er sich sogar unter die Top 10 nach vor. Eine gewasserte Attacke am Schlussloch kostet ihm dann zwar noch einen Schlag mit der 71 (-1) teilt er sich aber die ansehnliche Ausgangslage mit seinem Landsmann.

Siem nach der 72 ebenfalls auf Cut-Kurs

Marcel SiemMarcel Siem hat die vorherrschenden trickreichen Verhältnisse von Beginn an recht gut unter Kontrolle. Zwar kann er aus keinem der frühen Par 5 Löcher Kapital schlagen, findet dafür jedoch mit einem Chip-in auf der 16 ein recht unverhofftes Birdie und kommt so nach fehlerlosen Backnine bei 1 unter Par auf der 1 an. Dort zieht dann jedoch die Annäherung zu weit nach links, von wo aus er den Ausgleich nicht mehr abwenden kann. Am Par 3 der 4 kommt es dann mit einem Dreiputtbogey sogar noch dicker, allerdings rehabilitiert er sich für den Driller postwendend mit einem gelochten Viermeterputt zum sofortigen Ausgleich. Auch ein verpasstes Up & Down danach kann er am Schlussloch der 9 noch ausbessern und unterschreibt so schlussendlich die 72 (Par), womit auch er sich als 41. klar auf Kurs in Richtung Wochenende bringt.

Leaderboard Dubai Desert Classic

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