Die größten Golfspieler aller Zeiten

Einige Golfer haben im Laufe der Jahre ihre Spuren hinterlassen und dazu beigetragen, dass der Golfsport zu dem geworden ist, was er heute ist. An die folgenden Golfer werden sich sicherlich auch noch Generationen nach uns mit Freude erinnern.

Jack Nicklaus – die Nummer 1

Laut den meisten Experten ist der in Ohio geborene Jack Nicklaus der beste Golfspieler der Geschichte. Zwischen den Jahren 1962 und 1986 gewann er insgesamt 18 Major-Turniere. Darunter sechsmal das Masters und fünfmal die PGA-Championship. Bereits im Jahr 1974 wurde er in die World Golf Hall of Fame aufgenommen. Insgesamt gewann er in seiner langen Laufbahn 115 Turniere. Selbst im gesetzteren Alter spielte er immer noch auf allerhöchstem Niveau und nahm es problemlos mit jüngeren Golfern auf. Seinen letzten großen Titel gewann er 1986 beim US Masters mit einer bis heute legendären Schlussrunde von 65.

Seine Spielweise zeichnete sich durch strategische Intelligenz und mentale Stärke aus. Des Weiteren war er für seine weiten Schläge bekannt. Mister Nicklaus wusste ganz genau, wann er ins Risiko ging und wann er Geduld zeigen musste. Dies zahlte sich insbesondere auf schwer zu bespielenden Plätzen aus. Auch neben dem Platz überzeugte er. So ist der heute 85-Jährige für seine Fairness und Professionalität in der Branche hoch angesehen. Nach seiner Karriere blieb er dem Golfsport treu. Er arbeitete viele Jahre als Mentor und Botschafter. Auch als Designer für Golfplätze war er aktiv. Mehr als 400 Plätze tragen heute seinen Namen.

Eldrick Tont „Tiger“ Woods – der Dominator der 2000er Jahre

Tiger Woods ist Sohn einer Thailänderin und eines US-Amerikaners. Er wurde 1975 in Kalifornien geboren und nahm schon als 20-Jähriger an der PGA Tour teil. Heute stehen 108 Turniersiege, darunter 15 Major-Siege. Zudem erreichte er nur 42 Wochen nach dem Start seiner Profikarriere die Spitze der Weltrangliste, Rekord. Durch seine jahrelange Dominanz Anfang der 2000er Jahre machte er Golf vor allem bei jüngeren Fans beliebt. Mit Tiger Woods wurde der Sport auf einmal physischer und schneller.

Seine beste Zeit hatte „The Tiger“ zwischen 1999 und 2008. Er wirkte unbesiegbar, denn Woods schaffte es auch unter enormem Druck, Höchstleistungen abzurufen. Mit gerade einmal 30 Jahren war er auf dem Golf-Olymp angekommen. Zu dieser Zeit war eine Wette auf Tiger Woods fast automatisch mit einem Gewinn verbunden. Kein Wunder, dass Anfang der 2000er Jahre Golf-Wetten deutlich zunahmen. Auch im Jahr 2026 bieten Buchmacher Golf-Wetten an. Die Favoriten heißen jedoch nicht mehr Tiger Woods, sondern Rory McIlroy, Scottie Scheffler und Xander Schauffele. Wetten trotz Spielersperre: Anbieter ohne OASIS< sind bei den unterschiedlichsten Buchmachern im Internet möglich.

Dass Tiger Woods im Jahr 2026 nicht mehr zu den Favoriten zählt, ist nicht verwunderlich, wenn wir auf seine Vita schauen. Private Krisen und Skandale sorgten dafür, dass er sich im Dezember 2009 auf unbestimmte Zeit vom Golfsport zurückzog. Dadurch verlor er unter anderem hoch dotierte Werbeverträge mit Pepsi und Gatorade. Als Tiger Woods 2010 zum Golfsport zurückkehrte, folgte eine sportliche Krise, die er so zuvor nie gekannt hatte. Doch der damals beste Spieler der Welt wäre nicht Tiger Woods, wenn er sich nicht aus der Krise gekämpft hätte. Der Sieg beim The Masters 2019 gilt als eines der größten Comebacks der Sportgeschichte. Es folgten Verletzungen, wie der Riss der Achillessehne im März 2025. Wir dürfen gespannt sein, ob es 2026 zum nächsten Comeback kommen wird.

Ben Hogan – die Perfektion in Person

Der 1912 geborene Texaner William Ben Hogan gilt bis heute als der wahrscheinlich technisch beste Golfspieler aller Zeiten. Seine unnachahmliche Schlagtechnik brachte ihm neun Major-Titel ein. Neben seinem Schlag ist auch seine Lebensgeschichte bemerkenswert. 1949 verunglückte Hogan so schwer bei einem Autounfall, dass die Ärzte um sein Leben kämpfen mussten. Eine Rückkehr auf den Golfplatz schien ausgeschlossen. Doch Hogan bewies allen Zweiflern das Gegenteil. Trotz starker Schmerzen gewann er nach dem Unfall noch einige Majors. Auch deshalb zählte er 1974 zu den ersten Golfern, die es in die World Golf Hall of Fame geschafft haben.

Nach seiner Karriere war Hogan zudem als Schriftsteller erfolgreich. Er verfasste das Golf-Buch „Five Lessons“ welches bis heute als eines der wichtigsten Golf-Bücher zählt. Hogan starb im Alter von 85 Jahren am 25. Juli 1997 in seiner Heimat Texas.

Arnold Palmer – der beliebte Golfer

Arnold Palmer zählt zweifelsohne zu den beliebtesten Sportlern der Golfgeschichte. Der 1929 geborene Arnold Daniel Palmer gewann in seiner Karriere zwischen 1955 und 1973 insgesamt sieben Majors und 94 Turniere. Sein Spielstil, eine Mischung aus Risikobereitschaft und Technik, sorgte dafür, dass der Golfsport noch heute als Entertainment wahrgenommen wird. Doch auch seine humorvolle, bodenständige und nahbare Art bleibt vielen Fans in Erinnerung.

Erst im Jahr 2006 zog er sich endgültig von der Profi-Ebene zurück. Obwohl er ab Anfang der 1980er kaum noch große Erfolge feiern konnte, nahm er regelmäßig an verschiedenen Majors und kleineren Turnieren teil. Außerhalb des Sports begeisterte er sich für die Fliegerei. Ein Regionalflughafen in Pennsylvania trägt sogar seinen Namen.

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