Vollgas und Leerlauf

Stephan Jäger startet bei den Bank of Utah Championship zwar wie aus der Pistole geschossen, verliert nach dem Turn aber den Schwung und verpasst so am Ende knapp ein Topergebnis. Yannik Paul verschärft sich mit verpatzter Finalrunde im Black Desert Resort den Kampf um die Tourcard.

Nachdem sich Thomas Rosenmüller den Kampf um die Tourcard mit einem Missed Cut weiter erschwerte, hätte Jeremy Paul in Utah durchaus noch die Möglichkeit gewinnbringend anzuschreiben. Zwar konnte er am Moving Day nicht ganz mit den durchwegs guten Scores mithalten, mit einer starken Finalrunde wäre aber durchaus noch einiges zu holen und im Fight um die Top 100 im FedEx-Cup, könnte am Ende des Jahres jedes Pünktchen enorm wichtig werden.

Anders stellt sich die Ausgangslage bei Stephan Jäger dar, denn der Routinier muss keineswegs um die Tourcard bangen und will sich eher wieder in Richtung der Top 50 der Welt orientieren und sich die Nummer 1 Position Deutschlands von Matti Schmid zurückholen. Dazu ist der Bayer auch auf recht ansprechendem Weg, fehlen ihm vor der Finalrunde doch nur zwei Schläge auf die Top 10.

Gleich auf der 1 hat er den Putter dann hervorragend auf Temperatur und krallt sich aus knapp 13 Metern prompt ein anfängliches Birdie. nach kurzer Verschnaufpause, geht sich schließlichauf der 5 aus vier Metern bereits das nächste Erfolgserlebnis aus, womit er sich richtiggehend auf den Geschmack bringt. Absolut stressfrei tütet er am Par 5 der 7 dann bereits Birdie Nummer 3 ein und da er sich nach starkem Eisen danach am Par 3 regelrecht den Druck vom Putter nimmt und auch am Par 5 der 9 wieder zuschlägt, knackt er vor den letzten neun Löchern sogar bereits die Top 5.

Der beeindruckende Schwung bleibt am Weg zu den Backnine jedoch ziemlich auf der Strecke, denn die gesamte hintere Platzhälfte über ist der Bayer dann vergeblich auf der Suche nach noch einem weiteren Birdie. Zwar hält er Fehler auch weiterhin gekonnt fern, mit dem verlorengegangenen Vortrieb reicht am Ende aber selbst die makellose 66 (-5) hauchdünn nicht mehr für das erhoffte Topergebnis. Auf jeden Fall zeigt Stephan auch mit Rang 11 eindeutig, dass er in der spielfreien Zeit keineswegs irgendwelchen Rost angesetzt hat.

Paul mit verpatztem Sonntag

Die Hoffnung auf eine tiefe Finalrunde verfliegt bei Jeremy Paul jedoch bereits nach nur wenigen gespielten Löchern, denn nach drei anfänglichen Pars, tritt er sich mit einem verpassten Up & Down auf der 13 das erste Bogey ein. Zwar bessert er dieses postwendend am darauffolgenden drivebaren Par 4 wieder aus, mehr will sich bis zum Turn jedoch nicht ausgehen.

Jeremy PaulAus knapp neun Metern drückt er sein Tagesergebnis dann auf der 1 erstmals unter Par, doch selbst das bringt ihn nicht wirklich ins Rollen. Vergeblich läuft er danach dem nächsten Schlaggewinn hinterher und da sich ausgerechnet auf den Par 5 Löchern der 16 und 18 nach verzogenen Drives auch noch gleich zwei weitere Bogeys einschleichen, steht er am Ende sogar nur mit der 72 (+1) beim Recording. Damit rutscht er auch noch um bis auf Rang 51 ab, was den Kampf um die Tourcard weiter verschärft.

Michael Brennan (USA) triumphiert nach einer 66 (-5) überlegen bei gesamt 22 unter Par und mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Rico Hoey (PRI).

Leaderboard Bank of Utah Championship

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