Zwar bringen sich Jeremy Paul und vorerst auch Thomas Rosenmüller bei den Bank of Utah Championship auf Kurs in Richtung Wochenende, halten sich jedoch noch durchaus nobel zurück. Stephan Jäger muss am Freitag im Black Desert Resort bereits zulegen, will er auch am Wochenende noch mit von der Partie sein.
Mit der Bank of Utah Championship biegt auch die Fall Series der PGA Tour langsam aber sicher in die Zielgerade ein. Somit stehen für die Deutschen Vertreter nun auch immens wichtige Wochen an. Zwar muss sich Stephan Jäger, anders als seine Landsleute keine Sorgen um die Tourcard machen, nach zuletzt reihenweise ausbleibenden Ergebnissen und einer langen Spielpause wurde er aber von Matti Schmid bereits als Deutschlands Nummer 1 abgelöst und droht darüber hinaus sogar aus den Top 100 der Welt zu rutschen. Noch deutlich angespannter stellt sich die Situation für Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller dar, die als 138. bzw. 160. im FedEx-Cup gehörig zulegen müssen um sich noch als einer der Top 100 die volle Tourkarte sichern zu können.
Zum Auftakt gleich mit früher Tee Time unterwegs, erwischt Jeremy Paul einen Start nach Maß, denn schon auf der 2 rollt aus vier Metern der erste Birdieputt ins Ziel und da er am darauffolgenden Par 3 dann sogar sehenswert einchippt, mischt er bereits nach den ersten Löchern im Spitzenfeld mit. Mit sehr sicheren Pars hat er macht er auch danach nichts verkehrt, bis er sich nach Problemen im Kurzspiel ausgerechnet am Par 5 der 7 auch das erste Bogey einfängt, dass er am Par 3 danach jedoch sofort wieder egalisiert.
Ein versandeter Abschlag brummt ihm jedoch danach auch auf der zweiten langen Bahn wieder einen Schlagverlust auf, was ihn nur im zartrosa Bereich zum Turn kommen lässt. Immerhin hinterlässt der Fehler keine Spuren, denn schon auf der 12 stellt er aus drei Metern den alten Zwischenstand von -2 wieder her. Noch einmal rutscht er dann auf der 14 nach Problemen im Kurzspiel zwar zurück, findet im Finish aber am Par 3 der 17 auch noch ein Birdie und unterschreibt so schlussendlich eine 69 (-2), womit er sich auf Rang 46 einpendelt.
Fortsetzung am Freitag
Als einziger des deutschen Trios ist Thomas Rosenmüller erst am Nachmittag unterwegs und findet nach starkem Eisen mit einem Birdie auf der 11 gleich hervorragend ins Geschehen. Zwei Löcher später verfinstert sich die Mine dann aber zusehends, denn eine verzogene Annäherung resultiert sogar in einem Doppelbogey, was ihm doch gehörig an Boden kostet. Immerhin gleicht er sein Score gleich am darauffolgenden drivebaren Par 4 wieder aus und kommt nach Par 5 Birdie auf der 18 dann sogar im roten Bereich zum Turn.
Nach einigen Pars, kann er schließlich aus einem lasergenauen Wedge auf der 5 profitieren und parkt schließlich am Par 5 der 7 die Attacke nur knapp vor dem Kurzgemähten. Bei bereits diffusen Lichtverhältnissen packt er schließlich aber seine Sachen und hebt sich die letzten 2,5 Löcher für Freitag auf, wo er danach kurz nach Abgabe der Scorecard bereits in Runde 2 starten wird.
Jäger nur mit der 72
Nach zwei anfänglichen Pars streikt bei Stephan Jäger auf der 12 plötzlich der Putter und drückt ihm aus gerade mal gut vier Metern mit einem Driller den ersten Schlagverlust aufs Auge. Aus der Ruhe lässt er sich davon zwar nicht bringen, zwingende Birdiechancen kann er sich danach jedoch noch keine erarbeiten. Erst kurz vor dem Turn lässt dann das Par 5 der 18 nach sehenswerter Attacke den Ausgleich springen.
Über weite Strecken hat er danach alles soweit fest im Griff und drückt schließlich auf der 5 mit einem spektakulären Chip-in sein Tagesergebnis erstmals in den roten Bereich. Da er am Par 5 der 7 nach verzogenem Drive sogar nachladen muss, rutscht er wieder auf Level Par zurück und da sich auch am abschließenden Par 5 dann nur ein Bogey ausgeht, unterschreibt er am Ende sogar nur die 72 (+1) und rangiert lediglich auf Rang 85.
Gleich vier Spieler teilen sich vorerst bei 6 unter Par die Führungsrolle.
