Oldie but Goldie

MASTERS – 2. RUNDE: Bernhard Langer wirft an einem scoretechnisch enorm schwierigen zweiten Spieltag im Augusta National seine ganze Erfahrung von 36 Starts in die Waagschale und cuttet ohne jegliche Probleme ins Wochenende. Martin Kaymer muss zittern, dass die Cutmarke nicht zu seinen Ungunsten wandert.

Evergreen Bernhard Langer zeigte am Donnerstag, dass er auch mit 61 noch eindeutig nicht zum alten Eisen gehört. Der zweifache Masters-Champion knallte dank eines gestopften Putts vom Fairway auf der 18 mit einer 71 (-1) sogar eine rote Runde aufs Tableau und geht so bei seinem bereits 36. Masters Start mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 in den Freitag.

Bei nassen Verhältnissen hat Bernhard sein Visier dann von Beginn an gut eingestellt und auch der Putter hat sofort die erhoffte Temperatur, denn aus sechs Metern locht der älteste Spieler im Feld gekonnt zum Eröffnungs-Birdie. Bei immer besser werdenden Wetter – der Regen hört nach nur wenigen Bahnen auf – hat der Routinier aber etwas zu kämpfen und rutscht nach einem weit rechts verzogenen Drive auf der 4 und dem daraufhin verpassten Up & Down wieder auf Level Par zurück.

Das Bogey fungiert regelrecht als Rhyhtmusbremse, denn am Par 3 danach trifft er zwar souverän vom Tee das Grün, muss in Folge aber dreimal ansetzen, ehe der Ball endlich im Loch verschwindet. Auf der 9 bleibt die Annäherung dann etwas zu kurz, was Augusta prompt mit dem nächsten Schlagverlust bestraft. Des Schlechten noch nicht genug streut er auf der 10 gleich den nächsten Dreiputt ein und büßt so erstmals richtig spürbar Ränge ein.

Zwar verpasst er es die kurze 13 (Par 5) zu einem Birdie zu überreden, holt den roten Eintrag aber mit einem gelochten Viermeterputt auf der 14 nach und schiebt sich so wieder etwas nach vor. Am letzten Par 5 reitet dann Bernhard mit seinem 3er Holz sogar die Grünattacke. Zwar bleibt er rechts vom Kurzgemähten, schnürt aber nach gefühlvollem Chip den Birdiedoppelpack und pusht sich damit endgültig wieder ins Mittelfeld nach vor.

Damit hat der deutsche All Time Hero aber noch lange nicht genug, denn auf der 18 legt er das Eisen noch bis auf knapp vier Meter zur Fahne und bringt den Putter zum Abschluss der zweiten Runde noch einmal zum Glühen, denn der Putt fällt zum Jubel der unzähligen Patrons rund ums Grün genau mittig ins Loch. Damit notiert Bernhard Langer sogar noch eine 72 (Par) womit er ohne jegliche Probleme als 29. ins Wochenende cuttet.

Kaymer mit Zitterpartie

Martin Kaymer und Augusta wurden am Donnerstag einmal mehr keine echte Liebesbeziehung, wenngleich sich Deutschlands Nummer 1 mit perfekter Par 5 Ausbeute über Wasser hielt. Nach der 73 (+1) startet er ebenfalls klar im Cutbereich in den zweiten Spieltag und hofft am Freitag etwas weniger Fehler einstecken zu müssen.

Viel besser könnte der Start in den zweiten Spieltag dann auch kaum verlaufen, denn nach gutem Drive zündet er eine noch bessere Annäherung, legt den Ball auf einen Meter zur Fahne und nimmt dankend die Birdiechance an. Auf der 2 kann er trotz verzogenen Drives und eingebunkerter Annäherung das Par noch kratzen, auf der 4 gelingt die Übung nach zu kurzem Teeshot nicht mehr und er muss am ersten Par 3 auch das erste Bogey notieren.

Die Probleme vom Tee reißen auch danach nicht ab, denn nachdem er den Ball in den tiefen Fairwaybunker legt muss er am Par 4 vorlegen und kann sich in Folge nicht mehr zum Par scrambeln. Zu Beginn der Backnine geht es dann sogar noch weiter zurück, da ihm ein Dreiputt das Leben schwer macht. Zum Abschluss des Amen Corner – der weltberühmte Stretch der Löcher 11 bis 13 – kann Martin am Par 5 dann aber das nächste Birdie notieren.

Einen guten Abschlag kann er auf der 14 nicht zu einer starken Annäherung verwenden, denn der zweite Schlag gerät etwas zu lang und knöpft Martin sofort den eben herausgeholten Schlag wieder ab. Aus der Ruhe lässt er sich aber nicht bringen und legt sich am letzten Par 5 sogar die Eaglechance auf. Zwar will der Putt nicht fallen, das nächste Birdie ist aber in trockenen Tüchern.

Erneut biegt auf der 17 ein Drive unangenehm ab, dennoch erreicht Martin auch von jenseits des Fairways das Grün. Der Putt verweigert aus großer Distanz aber erneut die Mitarbeit und hängt Deutschlands Nummer 1 mit einem Driller das nächste Bogey um.

Nach einem abschließenden Par unterschreibt Martin Kaymer schlussendlich die 74 (+2) und muss lage hoffen, dass an der Spitze keiner davonmarschiert. Schlussendlich hat er als 57. auch Gewissheit, dass er noch im Wochenende mit von der Partie sein darf, da er zwar die Top 50 verpasst, aber innerhalb von zehn Schlägen zur Spitze liegt.

Vollgefüllte Spitze

An der Spitze ist es vor dem Wochenende richtig eng, denn gleich fünf Spieler teilen sich vor dem Moving Day den Platz an der Sonne. Louis Oosthuizen (RSA) erwischt mit der 66 (-6) überhaupt die beste Runde des gesamten Feldes am Freitag. Francesco Molinari (ITA) und Jason Day (AUS) stehen ihm dabei mit 67er (-5) Auftritten um fast nichts nach. Adam Scott (AUS) (68) und Brooks Koepka (USA) (71) runden das Bild zusätzlich ab.

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Tee-Times

 

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