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Führung abgegeben

Matti Schmid kann am Moving Day der World Wide Technology Championship nicht an die starken ersten beiden Runden anknüpfen und rutscht nach einer 71 bis auf Rang 7 zurück. Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul zünden hingegen im El Cardonal at Diamante den Turbo und wahren mit knallroten Auftritten die Chancen auf die wichtigen Topergebnisse.

Matti Schmid präsentiert sich bislang in Mexiko als Mr. Fehlerlos, denn schon zum Auftakt zeigte der noch 27-jährige eine hervorragende Performance und reihte sich nach einer makellosen 64 (-8) nur hinter Nick Dunlap (USA) und Sami Välimäki (FIN) ein. Am Freitag setzte er dann sogar noch eines drauf und knallte sogar eine fehlerlose 63 (-9) aufs Tableau, womit er die beiden noch überholte und so mit einem Schlag Vorsprung als Spitzenreiter ins Wochenende startet.

Zwar beginnt der Moving Day für Matti dann ganz ähnlich wie die Runden zuvor, das anfängliche Par 5 Birdie verpufft jedoch angesichts eines Dreiputtbogeys am darauffolgenden Par 3 regelrecht. Der erste Fehler im Turnier hinterlässt zwar vorerst keine Spuren, wie der sofortige Konter auf der 3 untermauert, nachlegen kann er jedoch nicht und da er auf der 7 erneut auf Level Par zurück rutscht, ist er zur Halbzeit der dritten Runde vorerst auch die Führungsrolle los.

Nach dem Turn drückt er mit Birdies auf der 10 und der 12 zwar wieder aufs Tempo, den Rhyhtmus der Vortage findet er aber auch weiterhin nicht. Richtig unangenehm wird es dann am Par 5 der 14, denn statt des nächsten Schlaggewinns tritt er sich mit Ungenauigkeiten im langen Spiel sogar ein weiteres Bogey ein. Antwort hat er darauf auf den verbleibenden Löchern dann keine mehr und muss sich so am Samstag mit der nur leicht geröteten 71 (-1) anfreunden. Damit ist er nicht nur die Führung los, sondern rutscht sogar bis auf Rang 7 zurück und startet mit satten vier Schlägen Rückstand auf Leader Garrick Higgo (RSA) in den finalen Sonntag.

Rosenmüller an Top 10 dran

Sowohl Jeremy Paul als auch Thomas Rosenmüller benötigen im Kampf um die Tourcard zwingend Topergebnisse, denn vom 140. bzw. 162. Platz im FedEx-Cup müssen die beiden noch unter die Top 100 um sich noch über die Fall Series der PGA Tour das Spielrecht sichern zu können. Mit einem geschafften Cut ist der erste Schritt dazu in Mexiko zwar gemacht, am Wochenende müssen beide nun vom 41. Platz aus aber gehörig zulegen um sich bei den tiefen Scores noch in die benötigte Leaderboardregion spielen zu können.

Thomas RosenmüllerMit einem wahren Paukenschlag startet Thomas Rosenmüller in die dritte Umrundung, denn am Par 4 der 10 lässt er nach starker Attacke gleich den Adler landen und kann so ein darauffolgendes Par 3 Bogey etwas besser verschmerzen. Lange muss er sich danach jedoch nicht in Geduld üben, denn mit einem roten Doppelpack schlägt er sofort wieder andere Töne an und da er auch aus dem Par 5 der 18 noch einen Schlag quetscht, klettert er bei den ultratiefen Scores zumindest ein wenig nach oben.

Nachdem er dann auch am Par 5 der 1 den erhofften Schlaggewinn eintütet und kurz danach auch auf der 4 ein Birdie findet, bastelt er an einer doch durchwegs ansehnlichen dritten Runde. Genug hat er damit aber noch nicht, stopft auch am Par 5 der 6 und der 7 die fälligen Birdieputts und unterschreibt so am Ende sogar die ganz starke 64 (-8), womit er als 16. durchaus noch gute Chancen auf das so dringend benötigte Topergebnis hätte.

Jeremy Paul zündet Turbo

Gleich von Beginn an drückt Jeremy Paul auf den Backnine voll aufs Tempo und stürmt mit scharfen Eisen und heißem Putter mit drei Birdies am Stück richtiggehend los wie von der Tarantel gestochen. Auch danach hält er die Taktzahl zunächst gekonnt hoch, wie der bereits vierte Schlaggewinn am Par 5 der 14 untermauert. Erst danach geht der Schwung ein wenig verloren, bis er noch vor dem Wechsel auf die Frontnine auch das Par 5 der 18 zu nützen weiß und sich so bereits an die Top 20 heranpirscht.

Jeremy PaulSofort legt er am Par 5 der 1 dann nach starker Attacke noch weiter nach, ehe die Birdiequelle nach und nach ziemlich versiegt. Zwar macht er mit Pars nicht vieles verkehrt, weitere Schlaggewinne kann er aber lange Zeit keine mehr auf die Scorecard schaufeln. Erst am abschließenden Par 3 passt dann noch einmal alles zusammen und mit seinem siebten Birdie unterschreibt er am Ende die makellose 65 (-7), was ihm, eine starke Schlussrunde vorausgesetzt, wohl vom 23. Platz aus noch die Chance auf das benötigte Topergebnis ermöglichen könnte.

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