Welche Lektionen hat uns Hideki Matsuyama bei seinem Sieg letztes Jahr bei der FedEx St. Jude Meisterschaft gelehrt?

Golf ist nicht unbedingt der Sport, der für einen besonders dramatischen Spielverlauf bekannt ist. Das sehen die Zuschauer und Fans von Hideki Matsuyama und Freunde von Golf Wetten allerdings ein wenig anders. Schließlich legte der Japaner bei der FedEx St. Jude Meisterschaft eine besonders aufregende Leistung auf den Rasen gelegt. Er konnte das Turnier nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch noch gewinnen. Das gibt einen gewissen Einblick in seine Mentalität und die eines erfolgreichen Golfers.

Der Spieler Hideki Matsuyama

33 Jahre ist Mastuyama alt. Er stammt ursprünglich aus der Stadt Matsuyama in der Präfektur Ehime. Als professioneller Golfer ist er bereits seit dem Jahre 2013 unterwegs. Mit den Tsuruya Open in Japan konnte er im selben Jahr auch noch sein zweites großes Turnier gewinnen. Ein Highlight fand für Hideki Matsuyama im Jahre 2021. Als erster Japaner und als erster Asiate überhaupt konnte er das Masters Tournament für sich entscheiden. Er gewann mit einem Schlag Vorsprung auf den Zweitplatzierten Will Zalatoris. Jüngstens war er außerdem bei The Sentry erfolgreich, wo er mit 3 Schlägen Vorsprung gewann.

Der Turnierverlauf

Zunächst sah alles gut aus für Hideki Matsuyama. Das Turnier wurde von den meisten Zuschauern als ein bisschen langweilig beschrieben. In der letzten Runde entging dem Japaner fast noch der Sieg, als er um ein Haar die Kontrolle verlor. Mit 5 Schlägen Vorsprung sah eigentlich alles gut aus. Dann gingen ihm aber unerklärlicherweise mehrere Schüsse daneben, wodurch die Mitbewerber wieder mit im Spiel waren. Auf den letzten zwei Löchern konzentrierte sich Matsuyama aber und konnte mit zwei Birdies den Sack zumachen. Viel dramatischer geht es beim Golf wahrlich nicht.

Geistige Stärke

Was man von einem solchen Turnier lernen kann, ist die große geistige Stärke, die viele Golfer einfach von Haus aus mitbringen müssen. Viel wichtiger ist aber die Fähigkeit, diese geistige Stärke im entscheidenden Moment heraufzubeschwören. Denn im eigenen Garten kann man sich einfach konzentrieren, während das unter dem Druck auf dem Spielfeld schon deutlich schwieriger ist. Hideki Matsuyama hat genau diese geistige Stärke bewiesen. Auch andere Spieler konnten beobachten, wie der Japaner die sich häufenden Fehler scheinbar nicht zur Kenntnis nahm. Er konzentrierte sich lieber auf den nächsten Schlag. Für einen Golfer ist es also wichtig, den Hintergrund ausblenden zu können. Man stellt sich quasi vor, dass man alleine auf dem Feld steht.

Mit einem Fehler verliert man nicht gleich alles

In unserem geistigen Film gewinnen wir natürlich jedes Turnier ohne Fehler. Das wahre Leben sieht aber meist anders aus. Das musste Hideki Matsuyama am eigenen Leibe erfahren, als ihm beinahe das Turnier entglitt. Selbst als Profi muss man mit der Realität leben, dass nicht jeder Schlag gelingt. Wenn man sich diese Klarheit bereits vor dem Turnierbeginn vor Augen hält, dann wird man von einem plötzlichen Misserfolg nicht so aus der Bahn geworfen. Der Japaner hat diese Lektion verinnerlicht und sieht jeden Schlag als ein separates Ereignis an.

Konzentration und Fokus sind ebenso wichtig wie Talent

Auf der PGA Tour tummeln sich die besten Golfer der Welt. Hier sieht man eine Unmenge an Talent, Können und hartem Training. Am Ende ist es aber eben doch häufig die Konzentration und der Fokus, die den Sieg bringen. Zweifelsohne ist Matsuyama einer der talentiertesten Golfer der Welt. Das beweist seine Platzierung auf Platz 12 der Weltrangliste. Bei diesem Turnier war es aber seine nervliche Stärke und die Fähigkeit, dem enormen Druck zu widerstehen, die ihm schließlich den Sieg bescherten. Es ist also auch für Golfer wichtig, diese Elemente des eigenen Spiels gezielt zu trainieren und sich auf unvorhergesehene Momente vorzubereiten.

 

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