Flexibel golfen trotz vollem Terminplan – wie Fernmodelle mehr Runden ermöglichen

Viele Golfspieler stehen vor dem Herausforderung, dass Beruf, Familie und Reisen sich oft nicht mit regelmäßigen Clubrunden vereinbaren lassen. Vor diesem Hintergrund passen klassische Vollmitgliedschaften in heimischen Clubs oft nicht zu dem tatsächlich gelebten Spielverhalten, sodass flexible Modelle immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Ausgangssituation: Zeitbudget, Spielhäufigkeit und Kosten

Golf in einen vollen Kalender hineinzubekommen, heißt für die meisten Spieler, ihre Runden kurzfristig oder in Verbindung mit Reisen zu planen. Eine klassische Mitgliedschaft mit hohen Jahresbeiträgen und einer engen Bindung an einen Platz rechnet sich dann kaum, vor allem wenn nur 10 bis 15 Runden pro Jahr gespielt werden.
Vergleicht man die Kosten, so setzen sich die Fixkosten einer Vollmitgliedschaft insgesamt meist aus vier Blöcken zusammen:

  • dem Jahresbeitrag

  • einer möglichen Aufnahmegebühr

  • Umlagen

  • sonstigen wiederkehrenden Clubbeiträgen

Dazu kommen die variablen Kosten wie die Greenfee für Fremdanlagen oder die Teilnahmegebühr für Turniere. Wer hier eher unregelmäßig spielt, hat meist eher variable Kosten im Blick und sucht nach Anbietern, bei denen der Anteil der fixen Kosten gering ist.

Was zeichnet eine Golf-Fernmitgliedschaft aus?

Eine Golf-Fernmitgliedschaft ist eine Mitgliedschaft in einem regulären Golfclub, der meist deutlich vom Wohnort entfernt ist. Viele Angebote verlangen Mindestdistanzen von 150 bis fast 200 Kilometern, weil der Club davon ausgeht, dass Fernmitglieder mit einer solchen Anreise den Platz nicht oft in Anspruch nehmen werden.

Fernmitglieder bekommen, sofern der Club dem Deutschen Golf Verband angehört, einen ganz normalen DGV-Ausweis, ihr Handicap wird nach den anerkannten Vorschriften geführt. Auf dem Platz des Fernclubs spielen sie zumeist gegen Greenfee, volles kostenloses Spielrecht wie bei einer Vollmitgliedschaft ist im Jahresbeitrag in der Regel nicht enthalten. Die Jahresgebühren einer Fernmitgliedschaft bewegen sich nach gängigen Übersichten meist zwischen etwa 140 und 600 Euro und liegen damit deutlich unter vielen Vollmitgliedschaften. Entsprechend eingeschränkt sind in der Regel die Stimmrechte und einige Clubleistungen, da Fernmodelle in erster Linie Handicapverwaltung und Ausweis, nicht aber eine starke Einbindung ins Clubleben anbieten.

Mehr Flexibilität durch variable Greenfee-Strukturen

Wichtig ist für Golfer mit wenig Zeit vor allem, dass sich die Jahreskosten stärker an der tatsächlich gespielten Häufigkeit orientieren. Bei Fernmodellen setzt sich die Gesamtbelastung aus einem geringeren Jahresbeitrag und den jeweils anfallenden Greenfees zusammen, die je nach Platz, Wochentag und Saison zwischen etwa 20 und 150 Euro pro Runde liegen können. Rechenbeispiele zeigen, dass sich bei etwa zehn Runden pro Jahr und moderaten Greenfees auch bei gelegentlichen Aufschlägen für Fernmitglieder eine Fernmitgliedschaft deutlich von einer Vollmitgliedschaft absetzt. Wer mehr spielt, nähert sich aber schnell den Kosten der klassischen Modelle an und ab einer bestimmten Rundenanzahl wird dann der Heimatclub wieder attraktiver.

Gleichzeitig hat ein Fernmodell oft den Vorteil, dass man verschiedene Plätze nutzen kann: Der DGV-Ausweis eröffnet den Zugang zu vielen Anlagen gegen Greenfee. Für Reisende, Wochenendgolfer und Berufstätige, die Termine mit Runden auf verschiedenen Plätzen verbinden, könnte diese Flexibilität mehr ins Gewicht fallen als das Heimrecht auf einer einzigen Anlage.

Prüfkriterien für die Wahl eines Fernmodells

Die Wahl eines bestimmten Fernangebots lässt sich an mehreren Kriterien ausrichten. Wichtig sind die transparente Kostenstruktur, die Frage nach einem voll gültigen Mitgliedsausweis des DGV, eventuelle Zusatzgebühren und die Regelung für Greenfee auf dem Heimatplatz des Clubs.

Eine praktische 5‑Punkte‑Checkliste empfiehlt etwa, darauf zu achten, ob das Modell in das persönliche Spielverhalten passt, ob die Gebühren klar ersichtlich sind, wie modern die digitale Verwaltung organisiert ist und ob bei Rückfragen ein verlässlicher Service vorhanden ist. Wer oft spontan bucht, wird von einem möglichst schlanken Online‑Prozess vom Antrag bis zur Aktivierung der Mitgliedschaft profitieren.

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