Siem und Paul weiter im PGA-Race

Yannik Paul und Marcel Siem können bei der Nedbank Challenge nicht beim Titelrennen mit, wahren aber weiter alle Chancen für eine PGA Tourkarte.Yannik Paul

hatte ein Topergebnis in Südafrika von Platz 10 aus richtiggehend abholbereit. Gleiches galt für Marcel Siem mit nur einem Schlag mehr, womit beide deutschen PGA Tourkarten Kandidaten vor den letzten 18 Löchern gut im Rennen lagen. Max Kieffer hätte mit einer starken Schlussrunde wohl ebenfalls noch Außenseiterchancen auf die Top 10.

Paul locht aus dem Bunker

Nachdem Yannik Paul den ersten Drive wild rechts wegballert, geht sich nur ein Bogey-Start aus, der den 29-jährigen aber keinesfalls aus der Ruhe bringt, wie die darauffolgenden Löcher zeigen. Zwar biegt auch der Abschlag am Par 5 der 2 deutlich zu weit nach rechts ab, mit gelochtem Bunkerschlag geht sich aber postwendend der Ausgleich aus und da er am Par 3 der 4 und der 5 noch weitere rote Einträge nachlegt, dockt er rasch wieder an den Spitzenplätzen an.

Eine unangenehme Bunkerlage nach der Grünattacke kostet ihm dann zu Beginn der letzten neun Löcher am Par 5 der 10 wieder einen Schlag, was auch sichtlich etwas den Rhythmus bremst, denn kurz darauf bekommt er auch auf der 13 wieder Sand ins Getriebe und rutscht so sogar wieder auf Level Par zurück. In Folge fängt er sich zwar wieder, der erneute Sprung in den roten Bereich bleibt ihm aber verwehrt, weshalb am Ende nur eine 72 (Par) aufleuchtet, womit er das südafrikanische Event auf Rang 16 beendet.

Mit der einigermaßen mühsamen Finalrunde lässt er zwar eine dicke Chance liegen sich voll auf Kurs in Richtung einer PGA Tour Tourkarte zu bringen, als 17. im Race to Dubai hat er es aber in Dubai kommende Woche sozusagen in eigener Hand sich das Spielrecht für die stärkste Golftour der Welt zu sichern.

Marcel Siem auch nicht unter Par am Sonntag

Siem

Trotz eingebunkerter Attacke schnappt sich Marcel Siem am Par 5 der 2 ein frühes Birdie, kann jedoch auf den darauffolgenden Löchern noch nicht weiter nachlegen. Mit solidem Spiel lässt er jedoch auch nichts anbrennen und schnappt sich schließlich mit Chip und Putt am Par 5 der 9 das nächste Erfolgserlebnis, dass ihn vor den letzten neun Löchern voll an den Top 10 dranbleiben lässt.

Nachdem er dann auf der 11 die Annäherung auf 1,5 Meter zur Fahne legt, fehlt endgültigt nur noch ein Schlag auf die Spitzenränge. Wie aus dem Nichts geht der gewinnbringende Schwung aber plötzlich total verloren, denn nach einem verzogenen Drive geht sich am Par 5 der 14 sogar nur das Doppelbogey aus und da er die Runde nur mit Bogey-Birdie-Bogey beendet, muss er sich mit der 72 (Par) anfreunden, die ihn sogar ein wenig bis auf Rang 20 abrutschen lässt.

Wie bei Landsmann Yannik Paul verpasst der Routinier es mit der etwas zähen Finalrunde zwar sich mit Nachdruck für eine PGA Tour Tourcard in Stellung zu bringen, hat vor dem Finalturnier in Dubai aber nach wie vor als 18. im Race do Dubai richtig gute Chancen sich eine der zehn begehrten Tourkarten zu sichern.

Max Kieffer im geschlagenen Feld

Max Kieffer

holt sich zwar zum vierten Mal am Par 5 der 2 ein Birdie ab, kann das Erfolgserlebnis jedoch nicht als Initialzündung verwenden um richtig durchzustarten, denn ab der 5 schleicht sich heftig der Fehlerteufel ein, der ihm gleich vier Bogeys in Folge aufs Auge drückt. Immerhin bremst er den Negativrun mit einem Par 5 Birdie auf der 9 recht sehenswert wieder ein.

Mit einem weiteren Par 5 Birdie gleich danach keimt sogar noch einmal Hoffnung auf, jedoch verfliegt diese auf der letzten langen Bahn, denn mit verpasstem Up & Down nimmt er sich selbst wieder das Momentum. Gegen Ende schleichen sich dann sogar gleich noch zwei weitere Fehler ein, die schließlich lediglich eine 76 (+4) zulassen, womit er noch recht deutlich im Klassement bis auf Platz 38 zurückrutscht.

Auch Nick Bachem mit schwarzer Scorekarte

Bachem

Nach recht solidem Beginn lässt ausgerechnet das Par 5 der 14 Nick Bachem nach versandetem Wedge auf die Bogeystraße abbiegen, denn gleich danach muss er vom Tee sogar Nachladen und tritt sich sogar ein Doppelbogey ein, womit er dem hinteren Drittel nicht entkommt. Auf den Frontnine arbeitet er sich dann mit drei Birdies sogar wieder auf Level Par zurück, muss sich am Ende nach einem verpassten Sand Save am Par 3 der 7 mit einer 73 (+1) und Rang 43 zufrieden zeigen.

Mit je einem Birdie und einem Bogey spult Hurly Long auf den Backnine seine bislang besten neun Bahnen der Woche ab. Am Ende gelingt mit der 74 (+2) auch seine beste Runde, die rote Laterne kann er als 66. der Wertung aber nicht mehr abgeben.

Homa biegt alle Jungs von der DP World Tour

US Golfstar Max Homa gewinnt das Kräftemessen gegen die Jungs von der DP World Tour. Bei 19 unter Par gewinnt der Kalifornier 4 Schläge vor dem Dänen Nicolai Hojgaard. Obwohl gar nicht am Start, steht aufgrund des Ergebnisses Rory McIlroy (NIR) damit auch als neuer Race to Dubai Champion fest, da er, egal wie das Finalturnier in Dubai kommende Woche ausgeht, nicht mehr von der Spitze verdrängt werden kann.

Endergebnis Nedbank Challenge

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