Deutschlands DP World Tour Garde ist zum Auftakt der Open de Espana ziemlich verhalten unterwegs, denn Marcel Siem und Freddy Schott sind nach 71er (Par) Runden im Club de Campo Villa de Madrid noch die besten Vertreter in schwarz-rot-gold.
Die Formkurve bei Freddy Schott zeigte zuletzt deutlich nach oben, denn mit einem starken Auftritt in Schottland spielte sich der 24-jährige sogar bis auf Rang 104 im Race to Dubai nach vor und verschaffte sich so erstmals sogar ein wenig Luft im Kampf um die Tourcard. Mit einer weiteren guten Woche könnte er in Madrid nun sogar bereits alles klar machen. Für Yannik Paul, Max Kieffer, Jannik De Bruyn und Alexander Knappe hingegen stellt sich die Situation weniger prickelnd dar, denn bei der drittletzten Chance heuer zählen faktisch nur noch Topergebnisse. Insgesamt stehen beim Europafinale der diesjährigen DP World Tour Saison mit Nicolai Von Dellingshausen, Marcel Siem und Marcel Schneider noch drei weitere Deutsche in den Teeboxen, wobei es für die Letztgenannten nicht um die Tourcard, sehr wohl aber um ein Ticket für die Finalturniere geht.
Nach zwei anfänglichen Pars, erwischt es Marcel Siem nach Dreiputtbogey und verpasstem Sand Save rasch mit den ersten Fehlern. Kurzzeitig kann er dann zwar auf der 15 aus zwei Metern etwas gegensteuern, findet sich aber schon auf der 16 mit dem nächsten Ausflug in einen Grünbunker bei +2 wieder. Rund um den Turn stabilisiert er sein Spiel dann aber zusehends, hält lange Zeit weitere Fehler gekonnt fern und belohnt sich schließlich auf der 6 mit einem wahren Monsterputt aus knapp 20 Metern für die geduldige Performance. Das bringt ihn im Finish auch noch auf den Geschmack, denn auch die 8 lässt ein Erfolgserlebnis springen, womit sich am Ende sogar noch die 71 (Par) ausgeht, womit sich jedoch trotz gedämpfter Scores nur ein 48. Platz ausgeht.
Zwei verpasste Up & Downs brummen Freddy Schott gleich auf der 10 und dem Par 3 der 11 die ersten Bogeys auf, womit er mehr als durchwachsen ins Turnier startet. Erst danach stellt sich ein gewinnbringenderer Rhythmus ein, was am Par 5 der 14 schließlich auch mit dem ersten Birdie belohnt wird. Zwar tritt er sich auch sofort wieder einen Fehler ein, nach weiterem Erfolgserlebnis auf der 18 biegt er aber zumindest nur im zarten Plusbereich zur 1 ab. Dort rückt er sein Score dann wieder gerade, findet sich jedoch nach verfehltem Grün schon am Par 3 der 3 abermals über Par wieder. Da er mit der 7 dann aber das letzte Par 5 der Runde noch gut im Griff hat, unterschreibt auch er schlussendlich die 71 (Par).
Durchgehend Aufholbedarf
Nach einer punktgenauen Annäherung schnappt sich Max Kieffer gleich zu Beginn auf der 10 ein anfängliches Birdie, tritt sich jedoch nach wild verzogenem Tee Shot am Par 3 danach auch prompt das erste Bogey ein. Nach etlichen Pars machen es sich dann auf der 16 und der 18 sogar noch zwei Bogeys bequem. In genau dieser Tonart geht es auf der 1 und der 3 auch zu Beginn der Frontnine weiter, ehe er danach auch noch zwei Birdies findet. Am Ende ist die Fehlerquote aber zu hoch um besseres als eine 73 (+2) und Rang 81 notieren zu können.
Mit einem Birdie auf der 1 beginnt der Arbeitstag für Jannik De Bruyn zwar nach Maß, am Ende benötigt er am Par 5 der 7 aber sogar noch ein Birdie um den Schaden nach drei zwischenzeitlichen Fehlern halbwegs in Schach halten zu können. Auch auf den hinteren Neun überwiegen die Schlagverluste klar und mit der 74 (+3) startet er nur mit klarem Aufholbedarf auf die erwartete Cutmarke in den Freitag. Den 98. Platz teilt er sich mit Marcel Schneider, der zwar sehr souverän mit fehlerlosen Backnine und einem Birdie beginnt, auf den Frontnine aber geht die Sicherheit dann völlig verloren und nach drei Bogeys und sogar zwei Doppelbogeys können selbst drei weitere Erfolgserlebnisse eine 74 (+3) nicht mehr verhindern. Mit letzter Startzeit kommt dann auch noch Alex Knappe mit dem selben Ergebnis zum Recording.
Mit gleich drei anfänglichen Bogeys auf den Backnine stolpert Yannik Paul regelrecht ins Turnier. Erst danach erfängt sich der 31-jährige und findet schließlich auf der 15 auch ein Birdie, womit er zumindest ein wenig noch vor dem Turn gegensteuern kann. Nach dem Wechsel auf die vordere Platzhälfte findet er dann zwar noch zwei weitere Birdies, ein Par 3 Bogey auf der 3 und ein Schneemann am Par 5 danach lassen am Ende aber nur die 75 (+4) und Rang 113 zu.
Nur anfänglich findet Nicolai Von Dellingshausen halbwegs in einen Rhythmus, denn von der 12 weg tritt er sich bei nur einem zwischenzeitlichen Birdie gleich fünf Schlagverlust ein. In ziemlich ähnlicher Tonart geht es auch nach dem Turn vorerst weiter, was am Ende nur eine 78 (+6) und einen 127. Platz zulässt. Ugo Coussaud (FRA) setzt mit einer 65 (-6) die vorläufige Bestmarke.
