Marcel Siem spielt zum Auftakt der Bahrain Championship seine geballte Routine aus und bringt sich mit einer 68 gut in Position. Auch Marcel Schneider kann im Royal GC auf einen gelungenen Auftakt zurückblicken.
Nur knapp schrammte Max Kieffer vergangene Woche in Ras Al Khaimah an seinem ersten Topergebnis der neuen Saison vorbei und hofft, dass eben dieses nun in Bahrain gelingt. Das 2,5 Millionen Event ist das vorletzte Turnier beim diesjährigen Desert Swing der DP World Tour, wo vor allem auch Marcel Siem und Yannik Paul, nach mehr als durchwachsenen Ergebnissen zuletzt, auf ansteigende Form hoffen. Auch Marcel Schneider hat 2025 noch ziemlich Luft nach oben. Jannik De Bruyn und Nicolai Von Dellingshausen ließen immer wieder ihre Klasse aufblitzen, präsentierten sich zuletzt jedoch noch etwas zu instabil um sich ins Gespräch für Spitzenplätze bringen zu können.
Nach zwei anfänglichen Pars kann sich Marcel Siem am Par 3 der 12 nach gemisstem Grün nicht mehr zum Par scramblen, gleicht sein Score aber immerhin postwendend am darauffolgenden Par 5 wieder aus. Kurz danach leuchtet nach gewasserter Annäherung auf der 15 jedoch das nächste Bogey auf, weshalb er trotz eines gelochten Zweimeterputts zum Birdie auf der 17 nur bei Level Par zur 1 abbiegt. Am Par 3 der 2 wird es dann nach verpasstem Up & Down erneut ungemütlich, ehe er vom Par 5 der 3 weg ein bärenstarkes Finish hinlegt. Auf den verbleibenden sieben Löchern sammelt der Routinier mit sehenswerten Eisen und heißem Putter gleich fünf Birdies auf und bringt so am Ende sogar die knallrote 68 (-4) in trockene Tücher. Damit verschafft er sich nicht nur gehörig Puffer zur gezogenen Linie, sondern räumt sich als 10. auch ein klares Mitspracherecht um die Spitzenränge ein.
Schneider nur knapp dahinter
Trotz eines ziemlich verzogenen Abschlags holt sich Marcel Schneider schon auf der 1 das erste Birdie ab, dass er danach über einen längeren Zeitraum gekonnt verteidigt. Erst am Par 3 der 7 streikt dann der Putter und brummt ihm mit einem Dreiputt vom Vorgrün den Ausgleich auf. Aus dem Konzept lässt sich der 34-jährige aber nicht bringen und drückt sein Score noch vor dem Turn am Par 5 der 9 wieder unter Par. Kaum auf den Backnine angekommen legt er nach starkem Wedge gleich weiter nach und zeigt auch danach richtig solides Golf. Bis zum Ende muss er keinen einzigen weiteren Schlag abgeben, und bringt dank eines zwischenzeitlichen Par 5 Birdies auf der 14, immerhin die 69 (-3) zu Papier, womit er als 23. richtig komfortabel die Segel in Richtung Wochenende setzt.
Unangenehm zurück
Einmal mehr heuer hat Yannik Paul mit einem eher schleppenden Start zu kämpfen, denn mit einem Dreiputt hängt er sich bereits am Par 3 der 2 ein frühes erstes Bogey um. Da er darauf keine Antwort weiß und ausgerechnet am Par 5 der 9 nach Problemen von Tee bis Grün ins nächste Bogey schlittert, steht er sogar nur bei +2 in der 10. Teebox. Zunächst sorgt er dann zwar in Form des ersten Birdies für einen kleinen Lichtblick, sofort schleicht sich jedoch auch der nächste Fehler ein. Bis zum Schluss notiert er dann Par um Par und startet so schließlich lediglich mit der 74 (+2) ins Turnier, womit er als 96. erneut der erwarteten Cutmarke hinterher läuft.
So richtig ins Rollen kommt Nicolai Von Dellingshausen am Nachmittag auf den Backnine noch nicht, denn die gesamte hintere Platzhälfte über ist der 32-jährige vergeblich auf der Suche nach einem Birdie, was angesichts eines Fehlers nach verzogener Annäherung auf der 15 doppelt schwer ins Gewicht fällt. Am Par 5 der 3 kann er sein Score dann zwar ausgleichen, tritt sich aber prompt den nächsten Fehler ein und kann auch am Par 3 der 7 ein Bogey nicht verhindern, womit er wie Yannik Paul lediglich eine 74 (+2) unterschreibt.
Im geschlagenen Feld
Nach einem starken Pitch holt sich Jannik De Bruyn zwar gleich auf der 10 ein anfängliches Birdie ab, kann den Anfangselan jedoch nicht wirklich nützen, denn nach drei Pars wird es auf der Scorecard zusehends düsterer. Zunächst schlittert er am Par 5 der 14 in den Ausgleich und biegt nach darauffolgendem Doppelbogey und weiterem Bogey sogar nur bei +3 zu den Frontnine ab. Dort kann er sein Spiel dann zwar über weite Strecken stabilisieren, Birdie will sich aber keines mehr ausgehen und da er auf der 4 in noch einen weiteren Schlagverlust rutscht, steht er schließlich sogar nur mit der 76 (+4) und als 106. wieder im Ziel.
Sichtlich konnte Max Kieffer das gute Gefühl der Vorwoche nicht nach Bahrain mitnehmen, denn gleich auf den ersten beiden Bahnen tritt er sich zwei Bogeys ein und da er auf der 5 nach einer verzogenen Annäherung ins Gemüse sogar in ein Doppelbogey schlittert, steht er sogar nur bei 4 über Par beim Turn. Auch auf den hinteren Neun läuft so gut wie nichts zusammen und nach drei weiteren Bogeys kommt er lediglich mit der 79 (+7) und auf Rang 127 wieder zum Recording.
Brandon Robinson Thompson (ENG) setzt mit der 61 (-11) die vorläufige Bestmarke.
