Matti Schmid notiert zum Abschluss der Open Champion eine 70 (-1) und gibt damit im Royal Portrush auch die rote Laterne noch ab. Scottie Scheffler (USA) krönt sich zum neuen Champion Golfer of the Year.
Nachdem Stephan Jäger auch bei seinem zweiten Open-Start bereits am Freitag auf der Strecke blieb, richten sich alle deutschen Augenpaare auf Matti Schmid, dem dank einer 73 (+2) und einer 70 (-1) der Sprung ins Major-Weekend gelang. Am Moving Day allerdings lief beim 27-jährigen dann gar nichts zusammen und mit einem völlig gebrauchten Tag rutschte er mit einer 79 (+8) sogar bis ans Ende des Wertungsklassements zurück. Somit geht es am Finaltag eher darum sich noch mit einer starken Schlussrunde gebührend aus Royal Portrush zu verabschieden.
Der Start gelingt diesmal völlig unaufgeregt, denn nachdem er Fairway und Grün findet, geht sich auf der 1 ein absolut stressfreies erstes Par aus. Nachdem jedoch am darauffolgenden Par 5 der Drive versandet und er aus dem Potbunker den Ball nur besser rausquetschen kann, leuchtet ausgerechnet auf der ersten langen Bahn auch der erste Schlagverlust auf. Danach hat er aber alles soweit im Griff und legt sich auf der 4 sogar eine erste gute Birdiemöglichkeit auf, die er aus drei Metern jedoch nicht verwerten kann.
Nach weiteren Pars legt er auf der 9 dann den Approach sogar noch näher zum Loch, doch auch aus zwei Metern will der Putter am Sonntag nicht mitspielen. Zu Beginn der Backnine bricht der Bann dann aber, nachdem aus fünf Metern Birdieversuch das Ziel findet. Lange muss er sich danach nicht in Geduld üben, ehe es ein weiteres Mal klingelt, denn nach starker Attacke hat er kein Problem am Par 5 der 12 das nächste Vögelchen zwitschern zu lassen.
Nach einigen über weite Strecken sicheren Pars, erwischt es ihn am Par 3 der 16 dann ein weiteres Mal, da er sich nach verzogenem Tee Shot nicht mehr zum Par scramblen kann. Am Schlussloch knallt er dann das Eisen noch bis auf einen Meter zur Fahne, lässt sich die abschließende Birdiechance nicht entgehen und bringt so sogar die 70 (-1) in trockene Tücher, womit er auch die rote Laterne noch souverän abgibt.
Scheffler neuer Champion Golfer of the Year
Die Nummer 1 der Welt macht der Weltranglistenposition alle Ehre und zeigt einmal mehr, dass er derzeit einfach der Beste der Besten ist. Bereits zum Auftakt hatte Scottie Scheffler alles im Griff und startete mit einer 68 (-3) durchaus gut ins letzte Major des Jahres. Am Freitag legte er dann eine 64 (-7) nach und stürmte damit bis an die Spitze, die er mit einer 67 (-4) am Samstag nicht nur festigte sondern sogar noch ausbaute. Am Finaltag zieht er der Konkurrenz dann gleich auf der 1 mit einem Birdie den Nerv und zieht mit einem roten Doppelpack auf der 4 und der 5 immer weiter vorne auf und davon.
Ein Doppelbogey auf der 8 macht dann zwar die Türe noch einmal einen kleinen Spalt auf, sofort steuert der Texaner aber gegen, notiert auf der 9 und dem Par 5 der 12 die nächsten Birdies und pusht sein Tagesergebnis so rasch wieder auf 3 unter Par. Auf den verbleibenden Löchern schaltet er dann auf Tempomat, bringt am Ende die 68 (-3) in trockene Tücher und krallt sich damit bei gesamt 17 unter Par und mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Harris English (USA) den Claret Jug. Mit seinem bereits vierten Major-Sieg fehlt ihm nun nur noch der US Open Titel um den Carrer Grand Slam perfekt zu machen.
