Nicolai Von Dellingshausen rutscht am Freitag bei den Dubai Desert Classic mit einer 74 (+2) zwar bis ins Mittelfeld zurück, zieht aber wie auch Marcel Schneider und Freddy Schott im Emirates GC ins Wochenende ein. Marcel Siem bleibt nach einer verpatzten 76 (+4) bereits vorzeitig auf der Strecke.
Deutschlands DP World Tour Quartett wusste am ersten Spieltag beim Rolex Series Event klar zu überzeugen, denn alle vier brachten sich mit teils durchaus sehenswerten Auftritten auf guten Kurs. Allen voran Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen, der dank einer 69 (-3) als 5. sogar im absoluten Spitzenfeld mitmischt. Doch auch Marcel Schneider, Freddy Schott und Marcel Siem hätten bei noch überschaubarem Rückstand wohl eindeutig reelle Chancen beim 9 Millionen Event mit einem Spitzenergebnis anzuschreiben.
Den zweiten Spieltag beginnt Nicolai Von Dellingshausen auf den Backnine und geht, anders als am Donnerstag, am Par 5 der 10 diesmal leer aus. Das verpasste Birdie fällt umso schwerer ins Gewicht, nachdem auf der 12 nach eingebunkertem Drive so ziemlich alles schief geht was nur irgendwie schiefgehen kann. Am Ende hat er nach einmal Nachladen im Sand sogar ein Triplebogey aufleuchten, was ihn naturgemäß deutlich abrutschen lässt. Den wilden Ritt steckt er aber bestens weg, kontert sofort mit einem roten Doppelpack und gleicht sein Score schließlich noch vor dem Turn am Par 5 der 18 sogar wieder aus. Zunächst notiert er dann Par um Par, ehe es ab der 5 wieder finsterer auf der Scorecard wird. Mit einem verpassten Up & Down, einem Dreiputtbogey vom Vorgrün auf der 6 und einem weiteren Driller am darauffolgenden Par 3 driftet er wieder deutlich ab. Am Schlussloch geht sich dann zwar noch ein Birdie aus, mit der 74 (+2) rutscht er aber aus den Toprängen bis ins Mittelfeld auf Rang 33 ab.
Auch Schneider und Schott cutten ins Weekend
Von Beginn an läuft es am Freitag bei Marcel Schneider alles andere als rund, was sich nach einem verpassten Up & Down auf der 1 und einem Dreiputtbogey am Par 5 der 3 auch rasch in den ersten Bogeys niederschlägt. Zwar keimt dann mit einem Birdie auf der 5 erstmals ein wenig Hoffnung auf, drei weitere Fehler noch vor dem Turn lassen ihn aber deutlich hinter die prognostizierte Cutmarke abrutschen. Der 35-jährige schärft aber rechtzeitig den Fokus, nimmt von beiden Par 5 Löchern der 10 und der 13 wichtige Birdies mit und gibt selbst auf einen weiteren Fehler von der 16 mit zwei abschließenden roten Einträgen die perfekte Antwort. Am Ende kämpft er sich so noch zu einer 73 (+1), womit sich bei gesamt Even Par der Cut schließlich als 49. doch einigermaßen souverän ausgeht.
Für Freddy Schott geht der Start mit später Tee Time ziemlich daneben, denn zunächst verpasst er am Par 5 der 10 das erhoffte anfängliche Birdie und tritt sich noch dazu danach am Par 3 der 11 aus dem Grünbunker den ersten Fehler ein. Zwar rückt er sein Score recht zeitnah wieder zurecht, rutscht nach dem nächsten Par 3 Bogey aber erneut in den Plusbereich ab. Nachdem er aus 3,5 Metern aber auf der 17 noch ein Birdie findet, kämpft er sich einmal mehr noch vor dem Turn wieder zurück. Rund läuft es jedoch auch auf den vorderen Neun nicht. Zwar bessert er noch einmal einen Schlagverlust wieder aus, zwei weitere Bogeys lassen schließlich aber nur die 74 (+2) zu, was ihn als 60. aber gerade noch ins Wochenende cutten lässt.
Siem bleibt vorzeitig auf der Strecke
Von Anfang an hat Marcel Siem alle Hände voll zu tun und startet mit einem Bogey auf der 1 gleich alles andere als geplant in den, für den Cut entscheidenden, Freitag. Zwar kann er in Folge sein Spiel etwas stabilisieren, von der 6 weg geht der Rhythmus dann aber wieder völlig verloren und nach einem Bogey-Hattrick findet er sich sogar nur noch im dreistelligen Leaderboardbereich wieder. Das Bild ändert sich auch nach dem Turn nicht, denn auch weiterhin ist der Routinier vergeblich auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis und da sich auf der 12 und dem Par 3 der 15 noch zwei weitere Fehler einschleichen, rückt das Wochenende trotz eines sehenswerten abschließenden Eagles mit der 76 (+4) endgültig in unerreichbare Ferne.
Patrick Reed (USA) erwischt einen richtig starken Tag und spielt sich mit einer makellosen 66 (-6) und bei gesamt 9 unter Par an die Spitze des Feldes.

