Max Rottluff lässt sich beim European Masters von den stundenlangen Verzögerungen nicht beirren und mischt nach einer 65 (-5) im Spitzenfeld mit. Auch Alexander Knappe liegt im Crans-sur-sierre GC klar auf Cut-Kurs. Marcel Siem und Co müssen bei der zweiten Umrundung zulegen.
Im „The Belfry“ gab Marcel Siem zuletzt ein kräftiges Lebenszeichen von sich, denn nach Halbzeitführung ging sich am Ende am Klassiker in England immerhin eine sehenswerter 8. Rang aus. Die starke Form hofft der Routinier nun naturgemäß in die Schweiz mitnehmen zu können, wenngleich er mit dem trickreichen Kurs in Höhenlage noch nicht allzu gut zurechtkam, wie auch sein bestes Resultat aus dem Jahr 2022 mit Rang 16 beweist. Namensvetter Marcel Schneider präsentierte sich in Crans Montana durchwegs stark und hofft nun auf ein weiteres starkes Turnier in seiner bislang besten DP World Tour Saison. Außer Nicolai Von Dellingshausen, der heuer die Austrian Alpine Open gewann, Siem und Schneider haben alle übrigen Deutschen noch ziemliche Tourkartensorgen, womit zählbare Ergebnisse langsam dringend notwendig wären.
Am Donnerstag heißt es jedoch dann vor allem „Geduld bewahren“, denn schon in den Morgenstunden machen die Verhältnisse einen Strich durch die Rechnung. Erst um 09:30 Uhr kann dann gespielt werden und Freddy Schott und Jannik De Bruyn stolpern mit Fehlern mehr schlecht als recht ins Geschehen. Kurze Zeit später ertönen dann erneut die Sirenen wegen hartnäckigen Nebels, der sich wie ein Schleier stundenlang über die Anlage legt. Erst um 16:45 MEZ kann dann die Fortsetzung beginnen und Jannik De Bruyn bringt als einziger der deutschen Gilde eine vollständige Runde zurück ins Clubhaus, mit der 74 (+4) und Rang 149 allerdings nicht wie erhofft. Alex Knappe liegt bei -3 nach 11 gut im Rennen. Freddy Schott (Par nach 16) und Frederik Eisenbeis (Am) (+2 nach 10) können ihre Auftaktrunden erst am Freitag beenden. Alle übrigen Deutschen starten am Freitag erst richtig ins Turnier.
Bei der Fortsetzung in den Morgenstunden lässt Freddy Schott dann auf den verbleibenden beiden Bahnen nichts mehr anbrennen und startet so mit einer 70 (Par) und Rang 84 noch einigermaßen souverän ins von Verzögerungen geplagte Turnier. Amateur Frederik Eisenbeis muss sich mit einer 73 (+3) und Rang 135 anfreunden. Nachdem Alexander Knappe schon zum Auftakt trotz der ewigen Verzögerungen starkes Golf zeigte und zwei frühe Bogeys mit Eagle und drei roten Einträgen noch vor dem Turn rasch in Vergessenheit geraten ließ, zeigt der Routinier auch bei der Fortsetzung am Freitag zunächst eine durchwegs ansprechende Performance. Ein anfängliches Bogey auf der 4 bessert er prompt wieder aus, allerdings tritt er sich nach verzogener Annäherung ausgerechnet am Par 5 der 9 dann noch ein Bogey ein. Doch auch mit der 68 (-2) legt er als 37. einen durchwegs ansprechenden Start hin.
Schneider, Kieffer und Siem nur über Par
Erst am Freitag in den Morgenstunden kann Marcel Schneider die Auftaktrunde in Angriff nehmen und nach zu hoher Fehlerquote steht er am Ende nur mit der 72 (+2) und Rang 121 wieder beim Recording. Wenige Minuten danach kommt Max Kieffer mit dem selben Ergebnis zurück ins Clubhaus, womit auf die beiden Routiniers noch viel Arbeit in Sachen Cut wartet. Auch Marcel Siem, der sich zuletzt so stark in Form präsentierte, fliegt nach den ersten 18 Löchern mit einer 71 (+1) und Rang 106 noch ziemlich unter dem Radar.
Wie so viele Spieler kann auch Max Rottluff erst am Freitag das Turnier beginnen, zeigt sich dann aber von seiner allerbesten Seite. Nach souveränen anfänglichen Pars, drückt er am Par 5 Doppel der 14 und 15 erstmals aufs Tempo und biegt so immerhin bereits bei 2 unter Par auf die Frontnine ab. Dort intensiviert er die Taktzahl dann mit dem nächsten roten Doppelpack auf der 2 und dem darauffolgenden Par 3 erneut und pusht sich kurz danach auf der 6 sogar auf bereits 5 unter Par. Auf den letzten Löchern lässt er dann nichts mehr anbrennen und positioniert sich so mit der makellosen 65 (-5) auf dem starken 4. Rang. Adrien Saddier (FRA) setzt mit einer 62 (-8) die vorläufige Bestmarke.
