Doppelt stark

Matti Schmid und Yannik Paul starten bei den topbesetzten Genesis Scottish Open aus vielversprechenden Positionen ins Wochenende. Auch Marcel Siem erabeitet sich im Renaissance Club eine recht ansprechende Ausgangslage.

Beim nach den Open Championship bestbesetzten Turnier auf europäischem Boden – gleich acht der Top 10 der Welt stehen in North Berwick in den Teeboxen – wussten die deutschen Vertreter am Donnerstag durchaus zu überzeugen. Allen voran Marcel Siem und Matti Schmid, die sich nach 65er (-5) Runden als erste Verfolger des Führungsquartetts etablierten. Mit Yannik Paul und Marcel Schneider liegen noch zwei weitere Deutsche auf Cut-Kurs. Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen muss bereits zulegen um nicht am Cut hängen zu bleiben.

Ein versandeter Drive brummt Matti Schmid zwar schon auf der 2 ein frühes Bogey auf, dieses scheint den 27-jährigen aber richtiggehend wachzurütteln, denn was folgt ist ein Birdierun der Extraklasse. Gleich am Par 5 der 3 holt er sich den Ausgleich ab und legt mit sehenswerten Eisen und einem brandheißen Putter gleich noch drei weitere rote Einträge nach. Erst ein verpasster Sand Save auf der 7 bremst ihn dann wieder ein.

Der Fehler bringt ihn aber nicht wirklich großartig aus dem Rhythmus, denn sofort kann er sein Spiel wieder stabilisieren und holt sich nach starkem Wedge schon am Par 5 der 10 das nächste Birdie ab. Nachdem jedoch danach der Sand Save misslingt, muss er auch postwendend den nächsten Fehler einstecken. Dieser nimmt im Nachhinein betrachtet auch ziemlich den Pfeffer aus der Runde, denn mit Pars macht er danach zwar nichts verkehrt, weitere Erfolgserlebnisse gehen sich jedoch nicht mehr aus. Doch auch mit der 68 (-2) kann sich Matti durchwegs zufrieden zeigen, bleibt er so doch als 6. auch weiterhin dem Spitzenfeld erhalten.

Auch Paul gut dabei

Schon am Par 5 der 10 geht sich nach starker Attacke für Yannik Paul das erste Birdie aus und da er aus einer messerscharfen Annäherung auf der 13 bereits ein weiteres Mal Kapital schlagen kann, gelingt der Start in die zweite Umrundung nahezu nach Maß. Auch danach hat der 31-jährige alles im Griff, überredet mit der 16 auch das zweite Par 5 der Backnine zu einem roten Eintrag und biegt so sogar bei 3 unter Par auf die vordere Platzhälfte ab. Dort muss er sich nicht lange in Geduld üben, fällt doch schon am Par 5 der 3 der nächste Birdieputt. Da dann auch die 5 einen Schlag springen lässt, schließt er sogar zu Landsmann Matti Schmid auf. Erst ein abschließendes Par 3 Bogey lässt ihn dann noch etwas abrutschen, mit der 66 (-4) startet er aber als 13. aus starker Position in den Moving Day.

Yannik PaulLange Zeit spult Marcel Siem am Freitag Nachmittag Pars ab, bis sich trotz verzogenem Drives und deutlich verfehlter Grünattacke schließlich am Par 5 der 16 das erste Birdie ausgeht. Gar wirklich lange hat der Routinier jedoch nicht Grund zur Freude, denn noch vor dem Turn schleicht sich nach verfehltem Up & Down auf der 18 das erste Bogey ein und da er sich auch auf der 1 aus dem Grünbunker nicht mehr zum Par scramblen kann, rutscht er erstmals spürbar im Klassement zurück. Die „Probleme“ nimmt er zunächst auch auf die Frontnine mit, denn auf der 1 macht es sich gleich das nächste Bogey bequem. Erst danach bringt er wieder Stabilität ins Spiel, macht sich ein weiteres Birdie auf der 5 jedoch mit gleich zwei darauffolgenden Bogeys wieder zunichte. Zwar nimmt er schließlich auch von der 8 noch ein Erfolgserlebnis mit, mehr als die 71 (+1) geht sich am Ende aber nicht aus. Dank der starken Auftaktrunde startet er aber als 24. mit noch durchaus intakten Chancen auf ein Topergebnis in den Moving Day.

Wochenende außer Reichweite

Bei Marcel Schneider läuft auf den Frontnine noch überhaupt nichts wie erhofft, denn mit birdieloser Platzhälfte und bereits vier Fehlern rutscht er weit ab. Am Ende notiert er lediglich die 74 (+4), womit er das Wochenende klar verpasst. Nach der verpatzten Auftaktrunde macht sich Nicolai Von Dellingshausen am Freitag von Beginn an daran die benötigte Aufholjagd einzuläuten. Dank Birdies am Par 5 der 10 und dem Par 3 der 12 holt er sich rasch die ersten Erfolgserlebnisse ab und da er am Par 5 der 16 und dem darauffolgenden Par 3 sogar einen Doppelpack schnürt, rückt die Cutmarke tatsächlich wieder stärker in den Fokus. Erst ein Bogey auf der 18 bremst den Schwung dann ziemlich ab. Auf den Frontnine fängt er sich noch drei weitere Fehler ein und scheitert mit der 70 (Par) schließlich klar am Cut.

Chris Gotterup (USA) packt am Freitag eine 61 (-9) aus und stürmt damit bei gesamt 11 unter Par bis an die Spitze.

Leaderboard Genesis Scottish Open

Nach oben scrollen