Aufstieg begonnen

Yannik Paul klettert am Moving Day bei den Open de Espana trotz eines abschließenden Doppelbogeysw mit der 68 (-3) um etliche Ränge nach oben. Marcel Siem kämpft sich im Club de Campo Villa de Madrid noch zu einer 71 (Par). Marcel Schneider muss sich mit der 72 (+1) anfreunden.

Nach dem durchwegs zähen Auftakt, zeigten sich zumindest drei Deutsche am Freitag in Madrid deutlich verbessert und schafften noch den Sprung ins Wochenende. Die beiden Routiniers Marcel Siem und Marcel Schneider haben dabei noch die besten Karten, müssen aus dem hinteren Mittelfeld aber einen Gang zulegen, soll sich am Sonntag noch ein Zählbares Ergebnis ausgehen. Yannik Paul stemmte gerade noch „on the number“ den Cut und sollte tunlichst das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten, kämpft der 31-jährige doch noch um das Spielrecht für kommende Saison.

Das gut Gefühl vom Freitag nimmt Yannik sichtlich auch volley in den Samstag mit, denn auch am dritten Spieltag zeigt er sich auf den Frontnine wieder sehr souverän. Da er dann trotz versandeter Attacke vom Par 5 der 4 das erste Birdie mitnimmt und mit Chip & Putt auch die zweite lange Bahn bestens im Griff hat, klettert er bereits spürbar nach oben. Nachdem dann kurz vor dem Turn am Par 3 der 9 auch noch der Putter heiß läuft und aus vier Metern ein weiteres Erfolgserlebnis parat hält, setzt er endgültig sehenswert den Blinker in Richtung Überholspur.

Yannik PaulMit einem Monsterputt aus rund 13 Metern am Par 3 der 11 lassen sich auch die zweiten Neun am Samstag richtig gut an und selbst einen ersten Fehler danach radiert er mit zwei weiteren roten Einträgen mehr als aus. Erst am Schlussloch wird es dann noch richtig ungemütlich, denn nach verzogenem Abschlag, eingebunkertem Pitch und suboptimalem Chip geht sich sogar auf der 18 nur ein Doppelbogey aus. Mit dem schwarzen Finish lässt er zwar einiges liegen, doch auch mit der 68 (-3) gelingt Yannik ein sehenswerter Moving Day, der ihm als 34. zumindest noch gute Chancen auf eine solide Mittelfeldplatzierung eröffnet.

Siem mit knallrotem Finish

Von Beginn an findet Marcel Siem keinen wirklich brauchbaren Rhythmus, denn die gesamten Frontnine über ist er vergeblich auf der Suche nach einem Birdie, was drei Schlagverluste noch deutlich schwerer ins Gewicht fallen lässt. Erst ein Par 5 Birdie auf der 14 wirft dann noch richtig den Turbo an und mit drei abschließenden weiteren Birdies kurz danach, arbeitet er sich noch sehenswert auf den Ausgangspunkt zurück und spielt sich mit der 71 (Par) schlussendlich sogar noch ein paar wenige Ränge bis auf Platz 38 nach vor.

Von Beginn an läuft bei Marcel Schneider nicht vieles wie erhofft, wie ein anfängliches Bogey unangenehm unterstreicht. Auch danach hat er hart zu kämpfen und nach zwei weiteren Schlagverlusten rutscht er immer weiter zurück. Erst am Par 3 der 9 sorgt er dann mit einem gelochten Sechsmeterputt auch für den ersten Lichtblick am Samstag. Mit dem Birdie stellt sich auch generell ein deutlich gewinnbringenderer Rhythmus ein, denn am Par 3 der 11 und dem Par 5 der 14 holt er sich die nächsten Schlaggewinne ab. Erst ein spätes Par 3 Bogey auf der 17 macht ihm dann noch einen Strich durch die Rechnung und mit der 72 (+1) büßt er als 46. auch ein paar wenige Ränge ein.

Marco Penge (ENG) ist am Samstag eine Klasse für sich und verschafft sich bei gesamt 16 unter Par gleich vier Schläge Luft auf Joel Girrbach (SUI).

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