Marcel Schneider drückt am Freitag bei den Alfred Dunhill Championship mit einer 66 (-6) aufs Tempo und bringt sich vor dem Wochenende in Schlagdistanz zu den Top 10. Marcel Siem rutscht im Royal Johannesburg GC mit einer 73 (+1) deutlich ab, für Nick Bachem ist bereits nach 36 Löchern Endstation.
Nach dem zähen Auftritt in der Vorwoche bei der Nedbank Golf Challenge, scheint Marcel Siem in Johannesburg langsam wieder in einen Turnierrhythmus zu kommen, denn zum Auftakt packte der Routinier eine sehenswerte 67 (-5) aus, die ihn als 13. nur knapp hinter den Top 10 in den Freitag starten lässt. Marcel Schneider und Nick Bachem hatten am ersten Spieltag zwar etwas härter zu kämpfen, nach 70er (-2) Runden nehmen aber auch die übrigen beiden Deutschen den zweiten Spieltag auf Kurs in Richtung Wochenende in Angriff.
Mit einem anfänglichen Bogey auf der 10 stolpert Marcel Schneider mehr schlecht als recht in den zweiten Spieltag, allerdings rückt er bereits kurz danach am Par 3 der 12 sein Score wieder zurecht. Nach einer kurzen Parserie drückt er dann gegen Ende der Backnine erstmals gehörig aufs Tempo und spielt sich mit einem roten Doppelpack und einem darauffolgenden Eagle am Par 5 der 18 sogar bereits bis unter die Top 10.
Genug hat der Routinier damit aber eindeutig noch nicht, denn kaum auf den vorderen Neun angekommen, lässt er am Par 5 der 1 gleich das nächste Vögelchen zwitschern. Erst danach wird es auch wieder deutlich düsterer, nachdem er mit einem Doppelbogey am Par 3 der 2 eine regelrechte Vollbremsung hinlegt. Den wilden Ritt steckt er aber gut weg, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und schlägt am Par 5 der 6 dann ein weiteres Mal zu. Im Finish sorgt er dann sogar noch für ein weiteres Highlight, denn mit dem bereits zweiten Eagle geht sich am Ende sogar die 66 (-6) aus, die ihm vor dem Wochenende als 17. eine hervorragende Ausgangslage auflegt.
Siem büßt viele Ränge ein
Zunächst erinnert bei Marcel Siem absolut nichts mehr an die starken Frontnine des Vortages, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 1, tritt sich der Routinier von der 2 bis zur 4 gleich drei Bogeys am Stück ein. Erst danach findet er langsam den gesuchten Rhythmus und arbeitet sich mit Birdies auf den Par 5 Löchern der 6 und 8 Stück für Stück wieder zurück.
Rund um den Turn geht er es dann kurzzeitig etwas ruhiger an, bis er auf der 13 das nächste Birdie findet und so den verpatzten Start endgültig wieder wett macht. Lange kann er sich jedoch nicht freuen, denn auf der 15 schlittert er sogar in ein Doppelbogey, womit er erneut deutlich abrutscht. Am Ende findet er zwar am Par 5 der 18 dann noch ein viertes Birdie, mehr als die 73 (+1) ist so jedoch nicht zu holen, womit er sich nach der starken Auftaktrunde nur noch auf Rang 51 wiederfindet.
Endstation für Bachem
Nick Bachem verpasst zunächst am anfänglichen Par 5 der 1 das erhoffte Birdie und findet sich nach einem Fehler am Par 3 der 5 dann sogar plötzlich im Plusbereich wieder. Der Faux-pas scheint den 26-jährigen aber richtiggehend aufzuwecken, denn auf der nächsten langen Bahn direkt danach gelingt sofort der Ausgleich und da sich auch auf der 9 ein Erfolgserlebnis ausgeht, drückt er sein Score sogar noch vor dem Turn in den roten Bereich.
Auf den hinteren Neun geht der Schwung dann jedoch wieder verloren, denn mit einem Bogey am Par 3 der 12 rutscht er erneut auf Level Par zurück. Da er auf den verbleibenden Löchern dann keinen Konter mehr setzen kann und so nur die 72 (Par) zu Papier bringt, geht sich der Cut am Ende des Tages nicht aus.
Eugenio Chacarra (ESP) startet bei gesamt 15 unter Par und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Jayden Schaper (RSA) ins Wochenende.

