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Fehlerlos an die Spitze

Matti Schmid präsentiert sich bei den World Wide Technology Championship auch am Freitag wieder als Mr. Fehlerlos und diktiert nach einer knallroten 63 (-9) in Mexiko vor dem Wochenende das Tempo. Auch Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller lassen im El Cardonal at Diamante nichts anbrennen und cutten sicher. Stephan Jäger muss bereits nach 36 gespielten Löchern wieder die Sachen packen.

Die frühe Startzeit konnte Matti Schmid am Donnerstag nahezu perfekt ausnützen, denn auf der birdiefreundlichen Wiese in Mexiko – Nick Dunlap (USA) und Sami Välimäki (FIN) feuerten eine 61 (-11) aufs Tableau – notierte der noch 27-jährige eine makellose 64 (-8) und mischt damit nach den ersten 18 Löchern als 3. voll im Spitzenfeld mit.

Auch Thomas Rosenmüller mit der 68 (-4) und Jeremy Paul mit der 69 (-3) brachten sich auf Cut-Kurs, im Kampf ums Spielrecht müssen die beiden Rookies am Freitag jedoch zulegen um die nötigen Topergebnisse einfahren zu können. Stephan Jäger wird den Turbo zünden müssen, denn nach der 71 (-1) läuft er derzeit der erwarteten Cutmarke noch hinterher.

Sofort macht Matti Schmid dort weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat, denn nach starken Eisen lassen gleich die 10 und das Par 3 der 11 die ersten Birdies springen. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Auszeit, ehe er vom Par 5 der 14 weg ein richtig starkes Intermezzo mit gleich drei roten Einträgen am Stück aufs Tableau zaubert. Am Par 5 der 18 lässt er dann sogar sehenswert den Adler landen und mit dem bärenstarken Zwischenstand von 7 unter Par nach 9 schließt er auch bereits bis auf einen einzigen Schlag zu Spitzenreiter Nick Dunlap auf.

Zunächst geht es in dieser Tonart auch munter weiter, wie das nächste kleine Vögelchen am Par 5 der 10 untermauert, was langsam aber sicher auch eine 59 in den Bereich des Möglichen rückt. Danach allerdings geht er es etwas ruhiger an, macht mit Pars aber nichts verkehrt und schlägt schließlich auf der letzten langen Bahn der Runde noch ein weiteres Mal zu. Schlussendlich packt er so auf die makellose 64 (-8) vom Vortag eine fehlerlose 63 (-9) drauf und startet damit bei gesamt 17 unter Par als Spitzenreiter und mit einem Schlag Vorsprung auf Nick Dunlap und Sami Välimäki ins Wochenende.

Souverän ins Wochenende

Gleich am Par 5 der 1 legt sich Jeremy Paul die erste Birdiechance auf, die er sofort eiskalt verwertet. Über weite Strecken hat er zwar auch danach von Tee bis Grün soweit alles im Griff, ausgerechnet am Par 5 der 6 rutscht er dann mit Ungenauigkeiten aber auch erstmals aus. Immerhin kann sich der Konter sofort sehen lassen, was ihn zumindest im zartrosa Bereich zur 10 kommen lässt.

Auf den hinteren neun Löchern präsentiert er sich dann ganz souverän, zieht den zurechtgelegten Gameplan ohne jegliche Probleme durch und wartet geduldig auf sich bietende Chancen. Auf der 12 schlägt er dann auch ein weiteres Mal zu und da kurz danach auch das Par 5 der 14 ein Birdie bereithält und er die Runde noch sehenswert mit einem weiteren Par 5 Birdie beendet, unterschreibt er sogar die 68 (-4) und cuttet so als 41. ganz souverän ins Wochenende.

Jeremy PaulSofort am Par 5 der 1 krallt sich Thomas Rosenmüller am Nachmittag das erste Birdie und legt rasch schon auf der 3 mit starkem Putt weiter nach. Das Gerät fürs Kurzgemähte kühlt jedoch schlagartig ab und brummt ihm auf der 4 mit einem Dreiputtbogey auch den ersten Fehler auf. Das kostet auch ein wenig den Rhythmus, wie etwa ein verpasstes Par 5 Birdie auf der 6 untermauert. Nachdem er jedoch auf der 8 noch vor dem Turn sein drittes Birdie findet, kommt er immerhin bei 2 unter Par auf den hinteren neun Löchern an.

Dort intensiviert er das Tempo dann vorerst, was er auch mit gleich drei roten Einträgen auf nur vier Löchern recht sehenswert in Zählbares ummünzt. Wie aus dem Nichts reißt der Schwung dann jedoch wieder ab und mit Unsicherheiten im langen Spiel und einem ziemlich unterkühlten Putter hängt er sich auf gleich beiden verbleibenden Par 5 Bahnen noch Bogeys um. Der Cut stellt so als 41. zwar kein Problem dar, mit der eher durchwachsenen Performance im Finish lässt er aber eine deutlich bessere Runde als die 69 (-3) liegen.

Jäger scheitert recht deutlich

Bei generell megatiefen Scores klinkt sich auch Stephan Jäger sofort mit einem Par 5 Birdie auf der 1 in den allgemeinen Birdiereigen mit ein, allerdings bremst sich der Bayer kurz danach auf der 4 mit einem verpassten Up & Down selbst ziemlich aus. Die Reaktion kann sich aber sehen lassen, denn mit gleich drei darauffolgenden Birdies bleibt er zur Halbzeit der Runde auch weiterhin voll an der gezogenen Linie dran. Auf den Backnine allerdings läuft er dann vergeblich einem weiteren Erfolgserlebnis hinterher und notiert nach zwei Bogeys und sogar einer Doublette nur die 73 (+1), womit er den Cut klar und deutlich verpasst.

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