Deutlich verbessert

Marcel Schneider, Marcel Siem und Yannik Paul zeigen sich bei den Open de Espana am Freitag deutlich verbessert und ziehen im Club de Campo Villa de Madrid ins Wochenende ein.

Deutschlands Vertreter kamen zum Auftakt in Madrid noch so überhaupt nicht ins Rollen. Zwar wurde generell am Donnerstag nicht wirklich tief gescored, von den sieben Vertretern in schwarz-rot-gold waren Marcel Siem und Freddy Schott mit 71er (Par) Runden noch das höchste der Gefühle. Immerhin brachten die beiden sich damit recht souverän auf Cut-Kurs, denn Max Kieffer, Jannik De Bruyn, Marcel Schneider, Alex Knappe, Yannik Paul und Nicolai Von Dellingshausen müssen teils deutlich den Turbo zünden wollen sie beim Europafinale der DP World Tour nicht leer ausgehen.

Nach dem einigermaßen verpatzten Auftakt mit der 74 (+3), zeigt Marcel Schneider am Freitag Vormittag ein gänzlich anderes Gesicht. Bereits auf der 2 holt er sich das erste Birdie ab und legt nach fehlerlosem Spiel auf der 6 nach lasergenauem Eisen ein weiteres nach, womit er sich zur Halbzeit der Runde sogar auf Cut-Kurs bringt. Mit einem starken Eisen verschafft er sich auf der 10 dann sogar ein wenig Luft, allerdings wird diese nach einem ersten Fehler auf der 13 wieder etwas dünner. Der Routinier lässt aber gar keine Diskussionen aufkommen, steuert mit einem roten Doppelpack sofort sehenswert gegen und beendet die Runde schließlich auf der 18 mit noch einem weiteren Birdie. Derart stark geht sich sogar die 66 (-5) aus, die ihm viele Ränge einbringt und ihn als 42. klar und deutlich ins Wochenende cutten lässt.

Marcel SiemEin verzogener Drive verschärft mit einem anfänglichen Bogey für Marcel Siem zwar die Ausgangslage im Kampf um den Wochenendeinzug, allerdings fängt sich der 45-jährige in Folge rasch. Mit Pars macht er auf den Bahnen danach nichts verkehrt und da er auf der 6 und dem Par 5 der 7 dann sogar einen roten Doppelpack schnürt, bringt sich der sechsfache DP World Tour Champion wieder recht komfortabel ins Geschäft. Lange Zeit spult er dann Pars ab, bis er trotz einer eingebunkerten Attacke am Par 5 der 14 schließlich das nächste Birdie auf die Habenseite zieht. Zwar verspielt er dieses auch prompt wieder, aus sechs Metern hält aber auch das Par 3 der 17 noch einen Schlaggewinn parat und mit der 69 (-2) cuttet er schließlich wie Marcel Schneider ganz sicher in den Moving Day.

Schon die 2 hält für Yannik Paul ein erstes Birdie bereit und da er am Par 5 der 4, wo er zum Auftakt sogar noch einen Schneemann bastelte, rasch das nächste Erfolgserlebnis einstreift, zieht der 31-jährige schon früh in die richtige Richtung nach vor. Ein Bogey auf der 5 bremst ihn dann zwar kurzfristig ein wenig ein, mit zwei weiteren Schlaggewinnen gibt er darauf aber noch auf den Frontnine die perfekte Antwort. Ein verpasster Sand Save wirft ihn dann zwar am Par 3 der 11 wieder zurück, allerdings bügelt er den Faux-pas auf der 15 aus 2,5 Metern wieder aus und unterschreibt schließlich nach einem starken Wedge auf der 18 sogar die 67 (-4), womit er die Gewissheit hat, dass er als 61. auch am Wochenende noch mit von der Partie sein wird.

Freie Tage

Mit einem verpassten Up & Down auf der 2 verschärft sich Max Kieffer die ohnehin unangenehme Ausgangslage rasch noch zusätzlich, allerdings hat der Routinier schon am Par 5 der 4 trotz eingebunkerter Attacke die richtige Antwort parat und gleicht sein Score rasch wieder aus. Mehr will sich zwar bis zum Turn nicht ausgehen, mit Level Par bleibt er aber noch halbwegs an der erwarteten Cutlinie dran. Auf den hinteren Neun geht sich dann am Par 5 der 14 sogar ein Eagle aus, allerdings verpufft dieser angesichts dreier weiterer Fehler regelrecht und mit der 72 (+1) geht sich das Wochenende für Max am Ende nicht mehr aus, womit er auch den Tourkartenrängen naturgemäß nicht näher kommt.

Freddy SchottFreddy Schott, nach der 71 (Par) am Donnerstag noch einer der besten Deutschen, findet am Freitag überhaupt keinen Rhythmus und hält bereits nach den ersten neun Löchern bei 4 über Par. Am Ende des Tages geht sich sogar lediglich die 76 (+5) aus, womit der 24-jährige den Cut klar und deutlich verpasst. Alexander Knappe findet zwar ein schnelles Birdie auf der 2, entfernt sich mit zwei Bogeys aber bereits vor dem Turn noch weiter von der Wochenendmarke. Am Ende unterschreibt er nur die 73 (+2) verpasst damit wie Freddy Schott klar den Cut und lässt damit auch enorm wichtige Punkte im Kampf um die Tourcard liegen.

Nach der 74 (+3) am Donnerstag beginnt auch der zweite Spieltag für Jannik De Bruyn nicht wirklich nach Maß, denn ein schnelles Par 3 Bogey wirft ihn rasch noch weiter zurück. Zwar kämpft er sich am Par 5 der 14 wieder auf Even Par zurück, mehr will sich vor dem Turn aber nicht ausgehen. Am Ende steht er nur mit der 74 (+3) wieder im Clubhaus und muss damit ebenfalls bereits vorzeitig wieder die Sachen packen. Nicolai Von Dellingshausen zeigt sich auf den vorderen Neun zwar sicherer als am Vortag, kommt der Cutmarke bei 1 über Par aber nicht näher. Schlussendlich steht er am zweiten Spieltag mit der 73 (+2) beim Recording und verpasst den Cut so in Madrid klar und deutlich. Marco Penge (ENG) startet bei gesamt 9 unter Par als Leader in den Moving Day.

Leaderboard Open de Espana

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