Europäer legen bei Foursomes vor

Titelverteidiger Europe erwischt in Bethpage Black einen perfekten Start und gewinnt sofort drei der ersten vier Vierer.

Ein 4:0 Sweep wie in Rom wird es zwar nicht, dafür dominiert Team Europe selbst auswärts in New York bei den ersten 4 Partien im Klassischen Vierer und gewinnt immerhin drei davon – und das nicht einmal knapp. Rahm / Hatton, McIlroy / Fleetwood sowie Aberg / Fitzpatrick gewinnen jeweils mit 5 bzw. 4 Auf und lassen dabei Großkaliber wie Scottie Scheffler oder Bryson DeChambeau ziemlich alt aussehen.

Das anfangs sehr laute New Yorker Publikum verstummt von Minute zu Minute und wird erst wieder hörbarer, nachdem Patrick Cantlay und Xander Schauffele wenigstens einen einzigen Punkt am 18. Grün gegen Hovland / McIntyre für Team USA aufs Brett bringen. Sepp Straka kann sich das in Ruhe ansehen, nachdem er erst am Nachmittag im Bestball zum Einsatz kommen wird.

FRIDAY FOURSOMES

1

3


(F)

4 & 3

DeCHAMBEAU / THOMAS vs RAHM / HATTON

Der Heimvorteil der USA ist am 1. Abschlag laut und deutlich zu vernehmen, womit jedoch klar zu rechnen war. Sowohl Jon Rahm, als auch Bryson DeChambeau gehen am Risk & Reward Loch der 1 dann das Risiko ein und driven direkt das Grün an, was dem US-Amerikaner auch deutlich besser gelingt. Zwar fällt der Chip von Justin Thomas dann eher suboptimal aus, DeChambeau stopft aber prompt zum anfänglichen Birdie und zieht so gleich das erste Loch beim 45. Ryder Cup in Richtung USA.

Wirkung hinterlässt der schnelle Lochverlust bei den beiden Europäern aber nicht, denn Rahm und Hatton können zwar vorerst nicht zurückschlagen, teilen sich die darauffolgenden Löcher aber mit ihren Kontrahenten, womit sie weiterhin voll an ihren Kontrahenten dranbleiben. In Folge beginnen die Europäer regelrecht zu zaubern, denn zunächst schlägt Rahm aus dem ganz dicken Zeugs eine super Annäherung ins Grün, danach findet Hatton mit einem kleinen Ast vor dem Ball den Weg aufs Kurzgemähte. Da Thomas dann noch dazu der Putt auslippt, steht das erste Match endgültig wieder bei All Square.

Das heizt sichtlich noch dazu den Putter bei Jon Rahm an, stopft er doch direkt danach am Par 3 sehenswert den Birdieputt, womit sich das Duell mittlerweile sogar blau umfärbt. Nachdem die nächsten Löcher geteilt werden, läuft dann auf der 12 und der 13 der 14. Schläger von Hatton heiß, womit Europa sogar bereits auf 3 Auf stellt und sich so einen entscheidenden Vorteil erarbeitet. Auf der 14 verschiebt dann Thomas einen kurzen Putt zum Teilen, womit der erste Punkt mit 4 & 3 an Europa wandert.


(F)

5 & 3

SCHEFFLER / HENLEY vs ABERG / FITZPATRICK

Perfekt platziert Ludvig Aberg den ersten Abschlag auf Pitchdistant am Fairway, während Russell Henley nur das Rough findet. Die Auflage weiß Matt Fitzpatrick perfekt zu nützen, parkt die Annäherung nur knapp neben der Fahne und nimmt dem Schweden so am Weg zum ersten Lochgewinn den Druck vom Putter. Sofort schlagen die US-Boys aber zurück und stellen das Duell schon auf der 2 nach einer starken Annäherung von Henley und einem gefühlvollen Putt von Scheffler wieder auf All Square.

Nachdem Henley dann auf der 4 aus nicht einmal zwei Metern den Birdieputt vorbeischiebt, lässt sich Aberg nicht zweimal bitten und zieht aus noch kürzerer Distanz das Match erneut in Richtung Europas. Hochklassig geht die Partie auch danach weiter, denn auf eine starke Attacke von Scheffler, gibt Fitzpatrick eine noch bessere Antwort und da der Eagleputt von Stars & Stripes nicht fällt, schlägt das Pendel erstmals sogar deutlicher in Richtung „Alter Kontinent“ aus.

Der Engländer ist auch danach weiterhin „on fire“, denn auf der 6 locht er einen starken Putt und da Scheffler aus kürzerer Distanz das Loch nicht mehr teilen kann, nimmt das Match rasch eine recht eindeutige Richtung. Diese wird dann auf der 9 sogar noch eindeutiger, nachdem Henley einen weiteren Putt verschiebt, während Aberg eiskalt locht. Auch nach dem Turn bringen Stars & Stripes keinen Fuß auf den Boden und nach 12 gespielten Löchern und einem Zwischenstand von 5 Auf für Europa, biegt das Match wohl bereits in die Zielgerade ein.

Nach einem verschobenen Putt von Fitzpatrick auf der 13, können die Amerikaner zwar noch einmal ein wenig verkürzen, die 15 zieht der Engländer dann aber wieder in Richtung Europa, was in einem überzeugenden 5 & 3 Sieg in blau endet.



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(F)

5 & 4

MORIKAWA / ENGLISH vs McILROY / FLEETWOOD

Wie schon in den beiden Matches zuvor, nimmt auch Rory McIlroy auf der 1 Risiko und drived das Grün an. Der Ball schafft es zwar nicht ganz, Tommy Fleetwood chipt aus dem Rough aber richtig stark zur Fahne, womit der Nordire keine Probleme mehr hat das 3. Duell mit Birdie rasch auf die europäische Seite zu ziehen. Rory McIlroy ist es dann kurz danach zu verdanken, dass das Match auch weiterhin blau eingefärbt bleibt, locht er doch einen starken Putt auf der 3 um das Loch noch zu teilen.

Am ersten Par 5 danach wird die Farbe dann sogar noch kräftiger, da sich mit Birdie gegen Par der nächste Lochgewinn für Europa ausgeht. Das bringt den blauen Express so richtig ins Rollen, denn auf der 5 knallt Fleetwood ein starkes Eisen ins Grün, das McIlroy prompt zum nächsten Lochgewinn zu verwerten weiß. Sofort revanchiert sich Rory dann seinerseits mit einem Traumeisen, was sogar im bereits vierten Lochgewinn Europas mündet.

In dieser Tonart geht es auch danach munter weiter, denn das Power-Duo in blau zieht den US-Boys vor heimischer Kulisse regelrecht den Nerv und zieht auf der 8 mit dem nächsten nervenstarken Putt auf bereits 5 Auf davon. Nachdem Morikawa ein lasergenaues Eisen ins Grün zündet, können die Amerikaner dann auf der 9 erstmals ein wenig gegensteuern. Das Momentum versiegt jedoch recht rasch wieder, da nach zwei geteilten Löchern die 12 wieder in Richtung Europa wandert. Nach 14 Löchern ist dann mit einem überzeugenden 5 & 4 Sieg der Europäer auch bereits recht früh wieder Feierabend.


2 UP

(F)
SCHAUFFELE / CANTLAY vs MacINTYRE / HOVLAND

Im letzten Duell der Freitags Foursomes wird die 1 zum ersten Mal geteilt, dabei hätte Xander Schauffele eigentlich alles angerichtet um die Anfangsbahn rot einzufärben. Aus rund zwei Metern rasiert der Birdieputt des US-Amerikaners aber nur die Lochkante. Auf der 2 machen die US-Boys die Sache dann deutlich besser, denn nach der nächsten starken Annäherung lassen sie sich die Chance zum Lochgewinn nicht mehr entgehen.

Nachdem die nächsten Bahnen geteilt werden, reicht Hovland schließlich auf der 7 nach verschobenem Putt von Cantlay sogar das Par um das Match wieder auf All Square zu stellen. Turnaround stellt dies zumindest vorerst jedoch noch keinen dar, denn MacIntyre macht mit einem verschobenen Putt die Türe schon auf der 8 wieder auf, was die Amerikaner dankend annehmen. Kaum auf den Backnine angekommen wird die Angelegenheit dann erstmals etwas eindeutiger, nachdem MacIntyre und Hovland nach verpasstem Sand Save den nächsten Lochverlust verkraften müssen.

Auch danach findet das schottisch-norwegische Duo keinen Rhythmus, denn nach einem Dreiputt sacken Schauffele und Cantlay prompt das nächste Loch ein. Die Europäer bäumen sich aber noch einmal auf und nach einer starken Annährung von MacIntyre kann Hovland aus drei Metern auf der 12 wieder etwas verkürzen. Das zieht sichtlich das Momentum auf Seiten der Europäer, denn sofort legt der Norweger nach, womit die USA plötzlich nur noch knapp mit 1 Auf in Führung liegen.

Die Aufholjagd scheint bei Amerika auch ziemlich Wirkung zu zeigen, wie ein kurzer verschobener Parputt von Cantlay auf der 15 zeigt. Nachdem Hovland die Sache einmal mehr besser macht, steht das Match drei Löcher vor Schluss endgültig wieder auf All Square. Cantlay und Schauffele fangen sich aber rechtzeitig, gehen zunächst nach einem versandeten Tee Shot von MacIntyre am Par 3 der 17 wieder in Führung und bringen die USA schließlich nach weiterem verzogenen Abschlag der Europäer auf der 18 mit einem 2 Auf Sieg mit dem ersten Punkt aufs Tableau.


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