Keine Jubelstimmung

Marcel Siem kann seine hervorragende Ausgangslage beim British Masters am Moving Day zu keiner Zeit ausspielen und büßt, wie auch Marcel Schneider und Max Kieffer, im „The Belfry“ etliche Ränge ein.

Mit Runden von 66 (-6) und 69 (-3) Schlägen präsentierte sich Marcel Siem an den ersten beiden Spieltagen von seiner allerbesten Seite und startet bei gesamt 9 unter Par am Klassiker von „The Belfry“ sogar als Spitzenreiter ins Wochenende. Auch Marcel Schneider ist in Sutton Coldfield hervorragend unterwegs und hat als 8. hervorragende Chancen auf ein weiteres Topergebnis. Max Kieffer vervollständigt im Mittelfeld ein deutsches Trio im Wochenende.

Nach verfehltem Grün brummt sich Marcel Siem gleich auf der 1 das erste Bogey auf und da sich nach Ungenauigkeiten von Tee bis Grün auch am Par 5 der 3 nur ein Bogey ausgeht, legt der Routinier sogar einen kapitalen Fehlstart in den Moving Day hin. Mit einem Birdie danach blitzt zwar ein kleiner Lichtblick auf, mit den nächsten Fehlern danach wird es aber sofort wieder finsterer. Immerhin kann er noch vor dem Turn auf der 9 ein wenig Schadensbegrenzung betreiben. Nach gleich zwei Wasserbällen geht sich dann auf der 10 jedoch sogar lediglich ein Triplebogey aus, was gehörig an Boden kostet. Zwar findet er bei nur noch einem Fehler danach auch drei Birdies, mehr als die 75 (+3) ist so jedoch nicht zu holen, womit er bis auf Rang 21 abrutscht.

Marcel SchneiderAuch Schneider und Kieffer rutschen zurück

Wie im Gameplan vorgesehen schnappt sich Marcel Schneider am Par 5 nach gefühlvollem Pitch das erste Birdie und legt recht rasch schon auf der 5 aus zwei Metern ein weiteres Erfolgserlebnis nach. Da er die gesamten Frontnine über fehlerloses Golf spielt und so bei einem Zwischenstand von 2 unter Par auf die hintere Platzhälfte abbiegt, bleibt er auch weiterhin den Top 10 erhalten. Mit einer gewasserten Annäherung hat er direkt nach dem Turn auf der 10 dann aber einen richtiggehenden Schockmoment, denn mit einem Doppelbogey rutscht er sogar wieder auf Even Par zurück.

Den Faux-pas steckt er aber ganz gut weg, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und pusht sich mit einem roten Doppelpack am Par 5 der 15 und der 16 wieder auf den alten Zwischenstand von 2 unter Par. Das letzte Par 5 macht ihm dann aber noch einen kleinen Strich durch die Rechnung, weshalb sich am Ende nur die zartrosa 71 (-1) ausgeht, womit er sich die Platzierung mit seinem Landsmann teilt

Mit Pars macht Max Kieffer zwar lange Zeit nichts verkehrt, kommt so jedoch auch im Klassement nicht vom Fleck. Nach einem verpassten Up & Down rutscht er dann noch dazu am Par 3 der 7 mit dem ersten Bogey etwas zurück, ehe er sich mit einem Monsterputt auf der 9 auch das erste Birdie krallt. Auf den Geschmack gekommen, dreht er sein Tagesergebnis dann auf der 10 sogar in den roten Bereich, ehe er am Par 3 der 12 nach vergeblichem Scrambling wieder auf Even Par abrutscht. Da er die Par 3 Schwäche am Samstag auch danach nicht ablegen kann und sich auch auf der 14 noch ein Bogey eintritt, geht sich am Ende sogar lediglich die 73 (+1) aus, die ihm doch einige Ränge kostet.

Matt Fitzpatrick (ENG) startet bei gesamt 12 unter Par als Spitzenreiter in den finalen Sonntag.

Leaderboard British Masters

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