Deutschlands DP World Tour Gilde kann sich bei den Danish Championship nicht formatfüllend ins Bild spielen und degradiert sich im Furesø Golf Klub mit einem ziemlich durchwachsenen Wochenende selbst zu Statistenrollen.
Richtig stark präsentierte sich die deutsche DP World Tour Gilde an den ersten beiden Spieltagen, denn dank einer mannschaftlich geschlossen starken Leistung, stürmten gleich sieben Akteure in schwarz-rot-gold ins Wochenende. Am Moving Day setzt es dann jedoch durch die Bank herbe Dämpfer, denn alle deutschen Spieler fanden für den Platz kein Rezept mehr und stürzten teils wild im Klassement ab. Am Finaltag gilt es nun wieder den Schwung der ersten Tage zu finden um noch so viele Ränge wie möglich gutmachen zu können.
Sofort auf der 1 stopft Nicolai Von Dellingshausen den fälligen Birdieputt und legt kurz danach am Par 5 der 3 sehenswert weiter nach. Auch in Folge hat der Austrian Alpine Open Champion alles bestens im Griff und biegt nach dem dritten Schlaggewinn auf der 8 sogar im knallroten Bereich auf die letzten neun Löcher ab. Dort wird es dann ab der 13 aber unangenehmer, denn mit dem ersten Bogey bremst er sich selbst ziemlich aus. Plötzlich will nicht mehr vieles wie erhofft gelingen, was nach einem Bogeydoppelschlag auf der 16 und der 16 am Ende sogar nur die 71 (Par) zulässt. Immerhin kann er damit noch ein wenig Boden gutmachen und pendelt sich schließlich auf Rang 38 ein.
Mit einem anfänglichen Bogey läutet Jeremy Paul einen ziemlich kunterbunten Finaltag ein. Den frühen Fehler steckt er noch gut weg und kämpft sich sehenswert mit drei Birdies sogar klar unter Par, mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey rund um den Turn, geht es dann aber auch rasch wieder deutlich zurück. Ein Birdie auf der 13 lässt dann noch einmal Hoffnung aufkeimen, nach spätem Bogey auf der 17 geht sich am Ende aber nur die 73 (+2) aus, was ihm noch Ränge kostet und ihn nur mit einem 40. Platz wieder seiner Wege ziehen lässt.
Tourkartenrängen nicht näher gekommen
Nach dem völlig verpatzten Auftritt am Samstag, zeigt Max Kieffer gleich auf den ersten Löchern die passende Reaktion. Bereits am Par 5 der 3 holt er sich das erste Birdie und legt auf der zweiten langen Bahn kurz danach rasch das nächste Erfolgserlebnis nach. Da sich dann auch auf der 8 noch ein Schlaggewinn ausgeht, zieht er im Klassement sogar sehenswert in Richtung Norden. Die letzten neun Löcher beginnen dann jedoch weniger prickelnd, allerdings fängt er sich nach Bogeys auf der 10 und der 13 rechtzeitig und bringt nach einem Par 3 Birdie auf der 15 schließlich die 69 (-2) ins Clubhaus, womit er sich die Platzierung mit Jeremy Paul teilt. Mit dem leichten Vorstoß rehabilitiert er sich zwar für den verpatzten Moving Day, den Tourkartenrängen kommt er als derzeit 136. im Race to Dubai jedoch noch nicht näher.
Nach einem anfänglichen Bogey steuert Marcel Schneider richtig sehenswert gegen, denn gleich am Par 3 der 2 und dem darauffolgenden Par 5 gehen sich die ersten roten Einträge aus, die ihn rasch in den Minusbereich ziehen lassen. Die starke Phase setzt sich auch danach weiter fort und mit den nächsten Schlaggewinnen am Par 5 der 6 und der 8 geht es erstmals sogar richtig spürbar im Klassement in die richtige Richtung nach vor. Erst ein Par 3 Bogey auf der 9 bremst ihn dann wieder ein. Richtig Wirkung zeigt der Fehler zwar nicht, Marcel kann aber keine weiteren Birdies mehr aufsammeln und schlittert mit einem Bogeydoppelpack zum Abschluss sogar wieder auf Level Par zurück. Mit der 71 (Par) geht es so auch am Leaderboard nur ein klein wenig weiter bis auf Rang 47 nach vor.
Zwar glänzt Alex Knappe am Finaltag mit gleich vier Birdies, zwei Bogeys und sogar zwei Doppelbogeys lassen am Ende aber nur die 73 (+2) zu, womit er sich als 58. kaum mehr verbessern kann. Max Rottluff geht es nur bedingt besser, denn neben drei roten Einträgen leuchten fünf Bogeys und eine Doublette auf, was nach der 75 (+4) nur einen 61. Platz zulässt, womit keiner der beiden den angepeilten Tourkartenrängen näher kommt. Freddy Schott schlittert mit der 81 (+10) und Rang 66 in ein wahres Debakel.
Marco Penge (ENG) fängt Lokalmatador Rasmus Hojgaard noch ab und gewinnt bei gesamt 16 unter Par.
