Matti Schmid Zweiter in Texas

Matti Schmid pusht als Einziger bei der Charles Schwab Challenge Ben Griffin bis zur Ziellinie und fährt in Texas mit Platz 2 sein bestes PGA Tour-Resultat ein.

Matti Schmid ging mit besten Chancen auf seinen ersten PGA Tour-Titel in den Finaltag bei der Charles Schwab Challenge, nachdem er sich mit US Boy Ben Griffin am Moving Day mit 68er-Runden ein totes Rennen geliefert hatte. Das Duo konnte sich bei 13 unter Par bereits um 4 Schläge vom schärfsten Verfolger, Rickie Fowler, absetzen.

Der Blitzstart von Ben Griffin mit Eagle und Birdie ist gleich ein Riesen Schocker für Matti Schmid. Der Deutsche hat mit dem Birdie am Par 5-Eröffnungsloch und dem Bogey an der 2 nichts entgegenzusetzen und reißt gleich drei Schläge Rückstand auf. Dem Schlimmen noch nicht genug, verbläst der böige Wind seinen Abschlag mit dem Holz 7 an der 5 ins Wasserhindernis. Nach Strafschlag, überschlagener Annäherung und suboptimalem Chip ist das Doppelbogey gebacken und der Rückstand bereits bei 5 Schlägen.

Matti fängt sich nach Horror-Start

Matti ist nun voll von der Rolle, bunkert sich an der 6 vom Tee ein, verfehlt das Grün und gibt den nächsten Schlag ab. Da zeitgleich Tommy Fleetwood an der 10 einchippt, droht sogar der 2. Platz zu wackeln. Ein bärenstarkes Eisen vom 8. Tee und das erst dritte Birdies des Tages auf diesem Loch bringt den Deutschen wieder bis auf drei Schläge heran. Nun läuft auch sein Putter heiß und sichert Matti am 9. Grün den Birdie-Doppelpack.

Alles wieder offen vor den letzten 9 Löchern, Griffin nur noch zwei Schläge vor Schmid. Das tolle Momentum nimmt sich der Deutsche aber ausgerechnet am scorefreundlichen Par 5 der 11, als er seinen Kontrahenten mit Dreiputt-Bogey wieder davonziehen lässt. Der Konter kann sich aber sehen lassen: perfektes Wedge zur 12. Fahne gezirkelt und den Rückstand wieder verkürzt.

Matti bleibt auch im Finish der einzige Herausforderer des führenden Amerikaners: am letzten Par 3 schlägt er ein fantastisches Eisen ins Grün und pusht sich mit dem Tap In-Birdie bis auf einen Schlag heran, nachdem Griffin dort das Bogey kassiert. Schmid patzt jedoch gleich wieder an der 17, wo er den Sand Save nicht mehr schafft. Da hilft selbst das tapfere Birdie am Schlussloch nicht mehr, da Griffin eiskalt mit dem Par den Sieg mit einem Schlag Vorsprung ins Ziel schaukelt. Aber auch der zweite Platz ist für Schmid der bislang größte Erfolg der Karriere, der seine Tourkarte für nächstes Jahr bereits ziemlich fix absichert.

Paul fällt weiter zurück

Jeremy Paul kommt mit den brutalen Windbedingungen mit Böen von über 50 km/h nicht zurecht. Da selbst auf den Par 5 nichts Zählbares herausschauen will, turnt er sich Bogey für Bogey weiter hinab am Leaderboard. Nach drei Schlagverlusten fällt erst am 14. Grün sein erster Birdieputt. Es sollte sein einziges am Finaltag am Weg zur 73 (+3) bleiben. Selbst im heftigen Wind bleibt Paul damit im Kellerabteil des Leaderboards stecken.

Endergebnis Charles Schwab Challenge

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