Jeremy Paul kann seine hervorragende Ausgangslage bei der Valspar Championship nicht nützen und rutscht am Finaltag mit einer 73 (+2) noch deutlich im Klassement zurück. Matti Schmid und Stephan Jäger verlassen den Copperhead Course mit Mittelfeldplatzierungen.
Nachdem Jeremy Paul bislang in dieser Saison noch etwas unter dem Radar flog, spielt sich der Aufsteiger in Tampa nun erstmals richtig formatfüllend ins Bild. Schon an den ersten beiden Tagen hatte er auf der schwierigen Par 71 Wiese alles im Griff und legte mit zwei 69er (-2) Runden eine gesunde Basis. Auch am Moving Day blieb er mit einer 70 (-1) der eingeschlagenen Linie treu und startet so als 5. mit nur zwei Schlägen Rückstand auf das Führunstrio sogar voll im Titelkampf in den Sonntag. Auch Stephan Jäger und Matti Schmid kletterten am Moving Day mit roten Runden deutlich nach vor und hätten mit einem starken letzten Auftritt wohl sogar durchaus noch reelle Chancen auf ein Topergbenis.
Sofort ist Jeremy Paul am Nachmittag dann hellwach und lässt nach starker Annäherung und noch besserem Achtmeterputt auf der 1 sogar den Adler landen, womit er sofort in geteilter Führung auftaucht. Nach soliden Pars danach, scrambled er sich aus dem Grünbunker am Par 3 der 4 noch stark zum Par. Ein Loch später geht sich diese Übung nach gleich zwei Ausflügen in die Bunker dann am Par 5 der 5 nicht mehr aus, womit das erste Bogey nicht mehr abzuwenden ist. Damit bremst er sich auch selbst ziemlich aus, denn auf der 7 leuchtet nach verpasstem Up & Down gleich das nächste Bogey auf.
Noch vor dem Turn kann er dann nach verzogenem Abschlag auf der 9 einen weiteren Fehler nicht verhindern, was ihn sogar nur knapp über Par auf die Backnine starten lässt. Mit weiteren Ungenauigkeiten fängt er sich dann auf der 10 und der 12 die nächsten Bogeys ein und ist so mittlerweile sogar im freien Fall unterwegs. Erst am Par 5 der 14 geht sich dann auch noch ein Birdie aus, mehr als die 73 (+2) und ein 22. Platz ist so aber nicht zu holen.
Schmid mit minimalem Vorstoß
Mit starker Grünattacke auf der 1 und messerscharfer Annäherung auf der 2 startet Matti Schmid gleich mit einem Birdiedoppelpack in den Finaltag und klettert so rasch um einige Ränge weiter nach oben. In Folge schläft der gewinnbringende Schwung jedoch ziemlich ein und kommt schließlich nach versandetem Drive und einem Par 5 Bogey auf der 5 endgültig zum Erliegen. Zwar stabilisiert er sein Spiel sofort wieder, Konter kann er vor dem Turn jedoch keinen mehr setzen.
Nachdem dann auf der 10 das Up & Down nicht gelingt, findet er sich zu Beginn der Backnine sogar nur bei Level Par wieder. Den Fehler steckt er zwar gut weg und holt sich am Par 3 der 13 nach starkem Tee Shot das Minus wieder zurück, muss am Schlussloch aber noch etwas zaubern um die 71 (-1) in trockene Tücher bringen zu können. Klassementtechnisch kann er sich damit jedoch kaum mehr verbessern und tritt die Weiterreise nach Houston mit einem 28. Platz im Gepäck an.
Jäger nur mit der 72 zur Titelverteidigung
Dank Chip & Putt holt sich Stephan Jäger gleich am anfänglichen Par 5 ein Birdie ab und legt so einen Start nach Maß hin. Danach verfinstert sich das Bild jedoch etwas, denn nicht nur, dass er nicht weiter nachlegen kann, muss er nach Ausflügen in die Bunker sowohl am Par 3 der 4 als auch am Par 5 der 5 Bogeys einstecken. Antwort weiß er darauf vorerst keine und kommt so nur bei 1 über Par auf den letzten neun Löchern an.
Gekonnt zirkelt er die Attacke dann am Par 5 der 11 aufs Grün und lässt sich die Chance auf den Ausgleich nicht mehr vom Putter nehmen. Selbst dies vermag sein Spiel am Sonntag jedoch nicht wirklich ins Rollen zu bringen, wie das nächste Bogey am Par 3 der 13 unangenehm unter Beweis stellt. Die „Snake Pit“ kann dem Routinier dann zwar nichts mehr anhaben, mehr als die 72 (+1) geht sich so jedoch nicht aus, was ihm vor der Titelverteidigung in Houston kommende Woche noch bis auf Rang 36 abrutschen lässt.
Viktor Hovland (NOR) fährt mit einer 67 (-4) und bei gesamt 11 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Justin Thomas (USA) den Sieg ein.
