Marcel Schneider zieht am Samstag bei den Dubai Desert Classic das Tempo an und bringt sich dank einer 68 (-4) in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Auch Freddy Schott macht im Emirates GC etliche Ränge gut. Nicolai Von Dellingshausen hingegen rutscht mit einer 72 (Par) im Klassement ab.
Zwar konnte Nicolai Von Dellingshausen am Freitag nicht an die starke Auftaktrunde anknüpfen und rutschte mit einer 74 (+2) bis ins Mittelfeld zurück, bei einigermaßen überschaubarem Rückstand auf die Top 10 startet der Austrian Alpine Open Champion aber mit durchaus noch intakten Chancen auf ein Spitzenergebnis ins Wochenende. Auch Marcel Schneider und Freddy Schott stemmten beim Rolex Series Event im Emirates GC den Cut, benötigen jedoch wohl ein richtig starkes Weekend um sich noch in Richtung Topränge orientieren zu können.
Schon auf der holt sich Marcel Schneider mit Pitch & Putt das erste Birdie ab und auch danach hat der Routinier über weiteste Strecken alles soweit im Griff. Noch vor dem Turn geht sich dann auf der 8 aus drei Metern das nächste Erfolgserlebnis aus und da er auf der 9 sogar sehenswert zum roten Doppelpack einchippt, schließt er vor den Backnine bereits deutlich näher zu den Spitzenplätzen auf.
Die heiße Phase setzt sich zunächst auch nahtlos weiter fort, macht er mit einem Par 5 Birdie auf der 10 doch sogar den roten Hattrick perfekt. Zum bereits dritten Mal in dieser Woche hat er dann auch das Par 5 der 13 bestens im Griff und spielt sich so endgültig voll an die Top 10 heran. Im Finish erwischt es ihn dann zwar auf der 17 nach verzogenem Drive noch einmal, mit der 68 (-4) macht er aber einen sehenswerten Sprung und hat so am Sonntag als 19. durchaus noch reelle Chancen auf ein Topresultat.
Auch Freddy Schott macht Ränge gut
Zwar beginnt Freddy Schott die Runde mit über weite Strecken ziemlich soliden Pars durchwegs souverän, ein gewasserter Drive drückt ihm dann auf der 5 jedoch den ersten Schlagverlust aufs Auge, worauf der 24-jährige auf den verbleibenden Bahnen der Frontnine keine Antwort weiß. Rund um den Turn sammelt sich Freddy dann jedoch, holt sich schließlich trotz versandeter Attacke am Par 5 der 10 das erste Birdie ab und drückt sein Tagesscore direkt danach am Par 3 der 11 aus gerade mal einem Meter sogar rasch in den Minusbereich.
Ein verzogener Drive wirft ihn zwar auf der 14 dann wieder zurück, am kurzen Par 4 der 17 dreht er die Runde dann aber ein weiteres Mal in die richtige Richtung und da zum Abschluss auch das Par 5 der 18 noch ein Birde springen lässt, unterschreibt er immerhin die 70 (-2), was ihn doch ziemlich spürbar um etliche Ränge bis auf Platz 42 nach oben klettern lässt.
Von Dellingshausen mit Kampfrunde zur 72
Mit einem verpassten Up & Down stolpert Nicolai Von Dellingshausen mehr schlecht als recht in den Moving Day, gleicht sein Tagesergebnis aber immerhin aus sieben Metern gleich auf der 2 wieder aus. Das soll es mit positiven Nachrichten dann auf den Frontnine jedoch gewesen sein, denn nach drei weiteren Fehlern rutscht er zur Halbzeit der Runde sogar bereits bis hinter die Top 60 zurück.
Selbst ein Par 5 Birdie auf der 10 kann sein Spiel dann nur kurzfristig in geordnete Bahnen locken, findet er sich doch zwei Löcher später erneut bei 3 über Par wieder. Erst mit dem nächsten Erfolgserlebnis am Par 5 der 13 kehrt dann endlich die Sicherheit zurück, was sich im Finish auch in noch zwei weiteren roten Einträgen bemerkbar macht. Am Ende geht sich so immerhin noch die 72 (Par) aus, womit er sich die Platzierung mit Landsmann Freddy Schott teilt.
Patrick Reed (USA) verteidigt mit einer 67 (-5) seine Spitzenposition und startet bei gesamt 14 unter Par mit bereits vier Schlägen Vorprung auf David Puig (ESP) in den letzten Spieltag.

