Marcel Siem hat den trickreichen Wind am Freitag bei den Dubai Invitational bestens im Griff und spielt sich mit einer 69 (-2) bereits unter die Top 10. Nicolai Von Dellingshausen hat im Dubai Creek Resort deutlich härter zu kämpfen und steckt nach einer 77 (+6) weiterhin im Leaderboard-Keller fest.
Marcel Siem und Nicolai Von Dellingshausen fanden zum Start ins neue Jahr nicht so wirklich wie erhofft in Dubai ins Turnier. Dabei mischte Siem lange Zeit sogar rund um die Top 10 mit, ehe ihm ein schwarzes Finish im stärker werdenden Wind nur die 72 (+1) ermöglichte. Richtig unangenehm erwischte es aber seinen Landsmann, denn nach der 75 (+4) pendelte er sich sogar nur auf Rang 51 von 59 Spielern in der Wertung ein. Am Freitag soll der Wind aber den gesamten Tag omnipräsent sein, was das Klassement durchaus wieder ziemlich durcheinanderwirbeln könnte.
Bei zähen Windböen verfehlt zwar Marcel Siems erster Drive dann auf der 10 das anvisierte Ziel, nach starkem Wedge geht sich am anfänglichen Par 5 aber aus zwei Metern dennoch gleich das erste Birdie aus. Zwei Bahnen danach lässt das Gerät fürs Kurzgemähte den Routinier jedoch im Stich, denn mit einem Dreiputt aus rund zwölf Metern rutscht er rasch wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Der Konter sitzt aber sofort, denn wie schon am ersten Par 5 zu Beginn, legt er erneut sein Wedge stark zur Fahne und drückt den Tag so postwendend wieder in den Minusbereich.
Der trickreiche Wind verhindert dann jedoch am Par 3 der 16, dass der Tee Shot das Grün findet, was schließlich im nächsten Bogey mündet. Kaum auf den Frontnine angekommen läuft dann aber der Putter richtig heiß und mit gleich zwei Birdies auf der 1 und der 2 spielt er sich auch wieder voll an die Top 10 heran. Ein Dreiputtbogey danach bremst die Aufbruchsstimmung zwar etwas ein, gleich am Par 5 der 4 setzt er aber den perfekten Birdiekonter. Auf den verbleibenden Löchern lässt der 45-jährige dann nichts mehr anbrennen und spielt sich so mit der starken 69 (-2) sogar bis auf Rang 9 nach vor.
Von Dellingshausen steckt weiterhin fest
Bei den rund 35 km/h starken Böen hat Nicolai Von Dellingshausen schon in den Morgenstunden alle Hände voll zu tun, denn nach versandeter Annäherung muss er prompt auf der 1 ein anfängliches Bogey einstecken und da sich nach weiteren Ungenauigkeiten auch auf der 3 nur ein Bogey ausgeht, steckt er bereits mittlerweile ziemlich hartnäckig im Leaderboard-Keller fest. Nach einer langen Parserie danach, streikt zu Beginn der Backnine dann der 14. Schläger und hängt ihm am Par 5 der 10 mit einem Dreiputt den nächsten Schlagverlust um.
Immerhin rehabilitiert er sich gleich auf der 11 mit einem gelochten Achtmeterputt und sammelt so immerhin auch sein erstes Birdie am Freitag auf. Richtig ungemütlich wird es dann jedoch am letzten Par 5 der Runde, denn auf der 13 wassert er die Annäherung und mit dem Doppelbogey ist eine weitere einigermaßen verpatzte Runde wohl nicht mehr abzuwenden. Zwei weitere Fehler auf der 16 und der 18 lassen am Ende nur die 77 (+6) zu, womit er auch weiterhin auf Rang 51 feststeckt.
Shane Lowry (IRL) und Nacho Elvira (ESP) starten bei gesamt 5 unter Par als Co-Leader in den Moving Day, womit Marcel Siem auf das Führungsduo vor den verbleibenden 36 Löchern nur vier Schläge Rückstand aufweist.

